Bachelorarbeit, 2011
102 Seiten, Note: 1,3
I. EINLEITUNG
II. GRUNDLAGEN DER DEUTSCHEN AUSWÄRTIGEN KULTUR- UND BILDUNGSPOLITIK
1. BEGRIFFLICHE UND INSTITUTIONELLE GRUNDLAGEN
1.1 Kultur: Begriffliche Basis
1.2 Definition und Struktur der Auswärtigen Kulturpolitik
1.3 Außenkulturpolitik als tragende Säule?
2. KONZEPTIONELLE GRUNDLAGEN
2.1 Die Entstehung einer ersten konzeptionellen Basis
2.2 Die Erweiterung der konzeptionellen Grundlage
III. RAHMENBEDINGUNGEN DER POLICY-DIMENSION
1. AUSWIRKUNGEN STRUKTURELLER UND INSTITUTIONELLER CHARAKTERISTIKA AUF DIE POLICY-EBENE
1.1 Kultur und Politik
1.2 Kultur- und Außenpolitik
1.3 Akteursvielfalt
1.4 Schlussfolgerung
2. AUWIRKUNGEN GLOBALER VERFLECHTUNGEN AUF DIE AUSWÄRTIGE KULTURPOLITIK
2.1 Globalisierung: Begriffliche Eingrenzung
2.2 Die kulturelle Dimension der Globalisierung
2.3 Schlussfolgerung
IV. AUSSENKULTURPOLITISCHE HERAUSFORDERUNGEN UND HANDLUNGSFELDER IM 21. JAHRHUNDERT
1. METHODISCHES VORGEHEN
1.1 Verfahren der strukturierenden Inhaltsanalyse
1.2 Dokumentenauswahl
2. ANALYSE
2.1 Rahmenbedingungen
2.2 Zieldimension, Aufgabenfelder und Instrumente
2.3 Strategie und Vorgehen
V. ABSCHLIESSENDES FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuellen Inhalte und Zieldimensionen der deutschen Außenkulturpolitik vor dem Hintergrund der globalen Transformationsprozesse des 21. Jahrhunderts. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der institutionellen Rahmenbedingungen sowie der strategischen Ausrichtung der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu zeichnen, um die Diskrepanz zwischen politischer Rhetorik und praktischen Handlungsspielräumen wissenschaftlich einzuordnen.
I. Einleitung
Nicht viele Länder treiben weltweit einen solch großen Aufwand der kulturellen Selbstdarstellung und des Kulturaustauschs wie Deutschland. Die eigene Sprache und Kultur ins Ausland zu vermitteln ist seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts unter dem seit 1913 geltenden Namen Auswärtige Kulturpolitik ein Bestandteil der deutschen Außenpolitik.
Seit 60 Jahren gibt es nunmehr die größte Durchführungsorganisation der Auswärtigen Kulturpolitik (AKP), das Goethe-Institut. Sobald Mittelkürzungen oder Institutsschließungen dieser bekannten Mittlerorganisation anstehen, gerät die Auswärtige Kulturpolitik zeitweilig in die öffentliche Diskussion. Im Rahmen des sechzigjährigen Jubiläums ist die mediale Aufmerksamkeit jedoch besonders hoch. Auffällig oft finden sich in einschlägigen Zeitungsartikeln Fragen wie: „Was genau [soll die] Aufgabe der »Mittlerorganisation« Goethe-Institut jenseits der Sprachförderung sein […]: Nationen-Marketing, Fachkräfteanwerbung oder reine Kunst?“ oder „Was tun die Leute vom Goethe Institut eigentlich da draußen in der Welt, in Tokyo oder Kalkutta, in London und Shanghai?“ Somit geraten gegenwärtig – wenn auch, wie so oft, auf den größten Mittler reduziert – neben finanziellen Aspekten auch die inhaltlichen Dimensionen der Auswärtigen Kulturpolitik in den öffentlichen Diskurs. Deutlich wird hierbei, dass der Auftrag bzw. die Aufgaben der Durchführungsorganisationen als wenig eindeutig angesehen werden.
Genau hier wird die vorliegende Arbeit ansetzen. Sie fragt nach den gegenwärtigen Inhalten und Zieldimensionen der deutschen Außenkulturpolitik. Diese aktuellen Tendenzen sollen vor dem Hintergrund der diskutierten Globalisierungsprozesse herausgearbeitet werden, welche derzeitig – mit dem 21. Jahrhundert verknüpft – primär für Veränderungen politischer und gesellschaftlicher Bereiche verantwortlich gemacht werden. Generell soll ein umfassendes Bild der außenkulturpolitischen policy-Dimension entstehen. Somit gilt es auch die institutionellen und strukturellen Voraussetzungen der inhaltlichen Ausrichtung herauszukehren sowie die Entwicklung der konzeptionellen Grundlagen der AKP zu erläutern.
I. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Auswärtigen Kulturpolitik als Bestandteil der Außenpolitik und Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur inhaltlichen Ausrichtung im 21. Jahrhundert.
II. GRUNDLAGEN DER DEUTSCHEN AUSWÄRTIGEN KULTUR- UND BILDUNGSPOLITIK: Untersuchung der begrifflichen, institutionellen und konzeptionellen Fundamente, einschließlich der historischen Entwicklung und Definitionen.
III. RAHMENBEDINGUNGEN DER POLICY-DIMENSION: Analyse der strukturellen Spannungsfelder zwischen Kultur und Politik sowie der Auswirkungen globaler Verflechtungen auf das Politikfeld.
IV. AUSSENKULTURPOLITISCHE HERAUSFORDERUNGEN UND HANDLUNGSFELDER IM 21. JAHRHUNDERT: Qualitative Inhaltsanalyse ausgewählter Regierungsdokumente zur Ermittlung aktueller Zieldimensionen und Strategien.
V. ABSCHLIESSENDES FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Analyseergebnisse sowie kritische Reflexion der Hürden und institutionellen Anpassungsnotwendigkeiten für die zukünftige Außenkulturpolitik.
Außenkulturpolitik, AKP, Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, Kulturstaat, Globalisierung, Kulturdialog, Mittlerorganisationen, Goethe-Institut, Konzeption 2000, Konfliktprävention, Politikfeldanalyse, Deutschlandbild, Kultur und Politik, Internationale Netzwerke, Bildungspolitik
Die Arbeit untersucht die inhaltliche und strategische Ausgestaltung der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik (AKP) im 21. Jahrhundert und hinterfragt deren Zielsetzungen vor dem Hintergrund globaler Veränderungen.
Zu den Kernfeldern gehören die institutionellen Strukturen der AKP, das Verhältnis von Kulturpolitik und Außenpolitik, die Auswirkungen der Globalisierung sowie die Rolle von Mittlerorganisationen.
Die Arbeit fragt nach den aktuellen Inhalten und Zieldimensionen der deutschen Außenkulturpolitik und untersucht, wie diese mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts verknüpft sind.
Die Autorin nutzt die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring, um offizielle Dokumente wie die "Konzeption 2000" und Regierungsberichte systematisch auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Rahmenbedingungen, eine Analyse der institutionellen Akteursvielfalt und eine empirische Auswertung aktueller Strategiedokumente.
Wichtige Begriffe sind neben der Außenkulturpolitik insbesondere "Globalisierung", "Konfliktprävention", "Kulturstaat" und das Prinzip der "Zweibahnstraße".
Die Arbeit zeigt auf, dass durch die zunehmende Globalisierung und Migration die klare Trennung von nationalen Interessen und internationalen Kulturbeziehungen verschwimmt, was eine Neujustierung der Aufgaben erfordert.
Die Arbeit betont, dass Organisationen wie das Goethe-Institut oder der DAAD eine relative Autonomie in der Umsetzung besitzen, was den komplexen Trägerpluralismus der deutschen AKP ausmacht.
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