Masterarbeit, 2013
73 Seiten, Note: 1,0
1 Mehrwerte
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise und Abgrenzung
2 Performance-Analyse
2.1 Grundlagen der Performance-Messung
2.2 Rendite
2.3 Risiko
2.3.1 Ursprung
2.3.2 Volatilität
2.3.3 Downside Risiko
2.4 Klassische Performance-Messung
3 Optionen
3.1 Grundpositionen
3.2 Bewertung von Optionen
3.2.1 Einflussfaktoren auf den Optionspreis
3.2.2 Wertuntergrenzen und Put-Call-Parität
3.2.3 Das Black-Scholes-Modell
3.2.4 Die Griechen
3.2.5 Historische und implizite Volatilität
3.3 Optionsstrategien
3.3.1 Gedeckter Short-Call
3.3.2 Gedeckter Short-Put
4 Performance-Messung asymmetrischer Renditeverteilung
4.1 Problematik von Asymmetrien
4.2 Schiefe und Wölbung
4.3 Erweiterter Value-at-Risk
4.4 LPM-basierte Performance-Maße
5 Empirische Untersuchung Covered Call Writing
5.1 Überblick bisheriger Studien
5.2 Aufbau und Vorgehensweise
5.3 Ergebnisse der Strategien
5.3.1 Wertentwicklung
5.3.2 Klassische Performance-Analyse
5.3.3 Renditeverteilung
5.3.4 Asymmetrische Performance-Analyse
5.3.5 Jahresvergleich und Interpretation
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Performance von Stillhaltergeschäften (Covered Call Writing) auf Indexebene unter Berücksichtigung asymmetrischer Renditeverteilungen. Ziel ist es, zu bewerten, ob diese Strategien im Vergleich zu einer reinen Aktienindexanlage eine Outperformance erzielen können und welche Performance-Kennzahlen für eine realistische Risikobewertung bei nicht-normalverteilten Renditen geeignet sind.
3.3.1 Gedeckter Short-Call
Eine Möglichkeit die Aktienperformance zu erhöhen, ist die Covered Call Writing Strategie. Sie besteht aus der Kombination eines Basiswertes, der eine einzelne Aktie oder auch ein Index sein kann, mit einer darauf verkauften Call-Option. In der Praxis sagt man dazu: Der Investor ist in der Aktie „long“ und gleichzeitig in der Option „short“.71 Einzeln betrachtet ist das Risiko einer Short Position deutlich höher als das einer Long Position. Wie in Tabelle 1 dargestellt, sind die Verlustmöglichkeiten des Short-Call sogar unbegrenzt. Deshalb kann die Kombination des Derivates mit dem erworbenen Basiswert auch als Grund für die Begrenzung dieses Risikos gesehen werden. Die CCW-Strategie ist vorwiegend in fallenden oder stagnierenden Märkten von Vorteil. Der Mehrwert liegt üblicherweise72 in der erhaltenen Optionsprämie.73 In Anlehnung des in Kapitel 3.1 gewählten Beispiels ist in der folgenden Abbildung das Auszahlungsprofil eines gedeckten Short-Call mit einem Basispreis in Höhe des aktuellen Aktienkurses dargestellt.
Auffällig ist, dass die Gesamtposition (Portfolio) nicht am Anstieg der Aktie teilnimmt. Der Käufer des Call wird diesen immer ausüben, wenn der Aktienkurs über dem Basispreis liegt. Sollte dies dann der Fall sein, kann der Stillhalter seine Verpflichtung zur Lieferung der Aktien stets nachkommen, da er sie im Bestand hat. Da er aber nur den Strike als Gegenwert erhält, wird so eine Kursbewegung nach oben hin gekappt. Als Ausgleich für dieses Risiko erhält er mit dem Optionsverkauf eine Prämie. Sollten die Aktienkurse fallen, ist das Portfolio vor Verlusten nicht geschützt, da die im Bestand befindliche Aktie an Wert verliert und der Käufer der Kaufoption sein Recht verfallen lassen wird. Die vereinnahmte Optionsprämie wirkt für den Stillhalter wie ein kleiner Kurspuffer, weshalb das Portfolio in Abbildung 8 erst ab der Differenz aus Basispreis und Optionspreis in die Verlustzone gerät.
1 Mehrwerte: Einleitung in die Bedeutung der Performance-Messung und Risikobetrachtung unter Berücksichtigung der Kapitalmarkttheorie.
2 Performance-Analyse: Detaillierte Darstellung der Grundlagen zur Messung von Rendite und Risiko sowie der klassischen Performance-Maße.
3 Optionen: Einführung in Grundpositionen, Bewertung mittels Black-Scholes und Vorstellung der Sensitivitätskennzahlen (Griechen).
4 Performance-Messung asymmetrischer Renditeverteilung: Diskussion der Problematik nicht-normalverteilter Renditen und Einführung von Alternativmaßen wie VaR und LPM.
5 Empirische Untersuchung Covered Call Writing: Systematischer Backtest verschiedener Stillhalterstrategien auf den DAX über einen elfjährigen Zeitraum.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Ergebnisse und Diskussion der praktischen Relevanz für Investoren.
Covered Call Writing, Stillhaltergeschäfte, Performance-Messung, Volatilität, Black-Scholes-Modell, Sharpe-Ratio, DAX, asymmetrische Renditeverteilung, Downside Risiko, Value-at-Risk, Lower Partial Moments, Optionen, Risikomanagement, Anlagestrategie, Finanzderivate.
Die Arbeit untersucht die Effektivität von Stillhaltergeschäften (Covered Call Writing) als Anlagestrategie zur Renditeoptimierung im Vergleich zu einer reinen Indexanlage.
Die Arbeit verknüpft die klassische Portfoliotheorie, die mathematische Bewertung von Optionen und die moderne Performance-Analyse asymmetrischer Renditeverteilungen.
Die Forschungsfrage lautet, ob die Anreicherung einer Aktienindexanlage mit Stillhaltergeschäften zu einer dauerhaften Outperformance führt und wie diese bei asymmetrischen Risikoprofilen korrekt bewertet werden kann.
Neben einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse wird ein empirischer Backtest von vier DAX-Stillhalterstrategien auf Basis von 137 Monats- und 46 Quartalsrenditen (2002–2013) durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen der Performance-Messung, eine Einführung in die Optionsbewertung und die detaillierte Auswertung der empirischen Untersuchung der verschiedenen Covered-Call-Varianten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Covered Call Writing, Volatilität, asymmetrische Renditeverteilung und Performance-Messung geprägt.
Das Rollen beschreibt den Prozess, bei dem eine bestehende Optionsposition vor Fälligkeit glattgestellt und durch den Verkauf einer neuen Option mit späterer Fälligkeit ersetzt wird, um das Stillhalter-Exposure beizubehalten.
Es dient als mathematisches Fundament für die Optionsbewertung und ermöglicht die Ableitung der impliziten Volatilität, die für das Verständnis der Optionsprämien entscheidend ist.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Covered Call Writing eine lohnenswerte Strategie darstellt, wobei die konkrete Ausgestaltung der Basispreise und Laufzeiten eine entscheidende Rolle für den Erfolg spielt.
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