Bachelorarbeit, 2014
46 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
1.1 Relevanz des Themas
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Einführung in die Rollentheorie
2.1 Definitionen
2.2 Theoretische Konzepte der Rollenwahrnehmung
2.3 Aspekte der sozialen Rollen
2.3.1 Role efficacy
2.3.2 Rollenkonflikt
2.3.3 Rollenakzeptanz und Rollenzufriedenheit
2.4 Rollenklarheit
2.4.1 Definition
2.4.2 Theorie
2.4.3 Forschungslage
3. Zufriedenheit
3.1 Definition
3.2 Theorien
3.3 Forschungslage
4. Rollenklarheit und Zufriedenheit-Studie
5. Problemstellungen und Hypothesen
6. Methode
6.1 Teilnehmer
6.2 Messinstrument
6.3 Durchführung
6.4 Auswertung
7. Ergebnisse
7.1 Deskriptive Ergebnisse
7.2 Hypothesenbezogenen Ergebnisse
8. Diskussion
9. Zusammenfassung
10. Englisches Abstract
11. Literatur
12. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Rollenklarheit auf die Zufriedenheit von Athleten im Mannschaftssport. Das primäre Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen diesen beiden Konstrukten empirisch zu prüfen und damit bestehende Forschungslücken zu schließen, wobei insbesondere die Relevanz der Rollenklarheit für die Leistungsfähigkeit und Teamkohäsion im Vordergrund steht.
2. 3. 2 Rollenkonflikt
Weinberg und Gould (2011) geben folgende Beschreibung für das Phänomen des Rollenkonflikts.
„Role conflict exists when, despite the presence of consensus on a desired goal or outcome, the role occupant (focal person) doesn´t have sufficient ability, motivation, time or understanding to achieve that goal. (S. 165).
Eys u.a. (2007) betrachten das Ganze aus einer etwas anderen Perspektive und behaupten, dass ein Konflikt aus den „inkongruenten Rollenerwartungen“ (S. 103), gerichtet an den Rollenempfänger, resultiert. Hierbei stützen sie sich an den Ansätzen von Kahn u.a. (1964), die den Rollenkonflikt mehrdimensional auffassen und in mehrere Formen unterteilen: Interrollen-Konflikt und Intrarollen-Konflikt.
Beim Interrollenkonflikt, ergo ein Konflikt zwischen den verschiedenen Rollen, tritt eine Kollision mehrerer Rollenerwartungen auf. Ein Beispiel dafür, wäre ein Sportler der in einer Mannschaft seine Leistung bringen muss, gleichzeitig aber auch ein Familienvater ist und aus diesem Grund beispielweise zu wenig Zeit mit seiner Familie verbringen kann.
Beim Intrarollenkonflikt besteht die Inkongruenz in einem einzelnen Rollenkontext. Diese kann sowohl aus unterschiedlichen Rollenerwartungen von mehreren Rollensendern, aber auch von widersprüchlichen Erwartungen seitens einer Person entstehen. Ein Beispiel dafür wäre ein Trainer, der von seinen Spielern verlangt „hart“ zu spielen, gleichzeitig aber keine Fouls zu verursachen (vgl. Kahn u.a., 1964; Eys u.a. 2007).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Forschungsfeld der sozialen Rollen im Sport ein, begründet die Relevanz der Untersuchung von Rollenklarheit für den Mannschaftssport und erläutert den Aufbau der Bachelorarbeit.
2. Einführung in die Rollentheorie: Dieses Kapitel liefert eine geschichtliche Einbettung der Rollentheorie und definiert die zentralen Begriffe wie soziale Rolle, Rollenklarheit und Rollenkonflikt im sportlichen Kontext.
3. Zufriedenheit: Hier wird der Begriff der Zufriedenheit wissenschaftlich eingeordnet, wobei der Fokus auf der kognitiven Verarbeitung und dem subjektiven Wohlbefinden liegt, ergänzt durch die Forschungslage im Bereich der Sportzufriedenheit.
4. Rollenklarheit und Zufriedenheit-Studie: Dieser Abschnitt beschreibt die theoretische Basis und das Design einer verwandten Studie, die den Zusammenhang zwischen Rollenverständnis und Zufriedenheit bei kanadischen Fußballspielern untersucht hat.
5. Problemstellungen und Hypothesen: Das Kapitel leitet die Forschungsfragen ab und stellt drei zentrale Hypothesen auf, die den Zusammenhang zwischen Rollenklarheit und verschiedenen Dimensionen der Athletenzufriedenheit adressieren.
6. Methode: Hier wird das methodische Vorgehen der empirischen Studie bei Basketballmannschaften der Landesliga erläutert, inklusive der Teilnehmerbeschreibung und des verwendeten Messinstruments.
7. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Statistiken und die Auswertung der Hypothesen mittels Korrelationsanalysen der erhobenen Daten.
8. Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet und kritisch diskutiert, wobei auch methodische Einschränkungen und Ansätze für zukünftige Forschung thematisiert werden.
9. Zusammenfassung: Eine abschließende Synthese der theoretischen Grundlagen und der empirischen Befunde der Arbeit.
10. Englisches Abstract: Eine englischsprachige Kurzfassung der gesamten wissenschaftlichen Arbeit.
11. Literatur: Das Verzeichnis sämtlicher in der Arbeit verwendeter wissenschaftlicher Quellen.
12. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie den Fragebogen und tabellarische SPSS-Auswertungen.
Rollenklarheit, Rollentheorie, Athletenzufriedenheit, Mannschaftssport, soziale Rollen, Rollenkonflikt, Role involvement, Sportpsychologie, Gruppendynamik, Rollenerwartungen, Leistungssport, Basketball, empirische Studie, Kohäsion, Rollenwahrnehmung.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Rollenklarheit eines Athleten innerhalb einer Mannschaft und dessen individueller Zufriedenheit mit verschiedenen Aspekten seiner sportlichen Tätigkeit.
Die zentralen Themenfelder sind die soziologische Rollentheorie, insbesondere das Konzept der Rollenklarheit, sowie die psychologische Erforschung der Zufriedenheit bei Leistungssportlern.
Die Forschungsfrage lautet, ob und inwiefern eine hohe Rollenklarheit bei Sportlern in einer Mannschaft mit einer höheren allgemeinen Zufriedenheit in Bezug auf das Team, die eigene Leistung und die Sportart korreliert.
Der Autor führt eine empirische Querschnittsstudie durch, bei der 60 Basketballspieler mittels standardisierter Fragebögen zur ihrer wahrgenommenen Rollenklarheit und ihrer Zufriedenheit befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Rollen- und Zufriedenheitsbegriffe, die Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Befragung von Basketballteams und die anschließende Analyse der erzielten Korrelationsergebnisse.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rollenklarheit, Rollenkonflikt, Athletenzufriedenheit, Gruppendynamik und sportliche Leistung geprägt.
Die Rollenklarheit wurde mithilfe der "Role Ambiguity Scale" in vier Dimensionen erfasst: Zuständigkeitsbereich, notwendiges Verhalten, Bewertung des eigenen Verhaltens und Konsequenzen bei Nicht-Erfüllung.
Die Studie konnte einen positiven Zusammenhang zwischen der Rollenklarheit und der Athletenzufriedenheit bestätigen, wobei die Korrelationen zwar schwächer ausfielen als in manchen Vorstudien, die Tendenz jedoch eindeutig ist.
Basketballmannschaften in der Landesliga dienten als konkrete Stichprobe, um die theoretischen Erkenntnisse aus der Literatur auf ein praxisnahes, empirisch untersuchbares Feld im deutschen Sport zu übertragen.
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