Diplomarbeit, 2003
170 Seiten, Note: 1,0
0. Zusammenfassung
1. Einleitung
2. Theorie
2.1. Historischer Hintergrund des Planspiels
2.2. Konstruktion eines Parallelplanspiels
2.2.1. Merkmale von Planspielen
2.2.2. Anforderungen an Parallelverfahren
2.2.3. Die Paralleltestmethode
2.3. Begrifflichkeiten
2.3.1. Planen
2.3.2. Problemlösen
2.4. Die Theorie von Funke & Glodowski (1990)
2.5. Ziel der Untersuchung
3. Methode
3.1. Die Verfahren
3.1.1. Der Tour-Planer (To)
3.1.2. Der Fetenplaner (Fe)
3.1.3. Der Vergleichsfragebogen (VFB)
3.1.4. Der Selbsteinschätzungsbogen (SEB)
3.2. Das Validierungsdreieck
3.3. Die Hypothesen
3.3.1. Parallelitätshypothesen
3.3.2. Reihenfolgehypothesen
3.3.3. Planungskompetenzhypothesen
3.4. Die Untersuchung
3.4.1. Die Stichprobe
3.4.2. Die Durchführung
3.4.3. Die Auswertung
4. Ergebnisse
4.1. Verteilungsanalysen
4.1.1. Verteilung des Gesamtscores im Fetenplaner
4.1.2. Verteilung des Gesamtscores im Tour-Planer
4.1.3. Verteilung der Gesamtscores im Selbsteinschätzungsbogen
4.2. Itemanalysen
4.2.1. Itemanalyse des Fetenplaners
4.2.2. Itemanalyse des Tour-Planers
4.2.3. Itemanalyse des Selbsteinschätzungsbogens
4.3. Überprüfung der Hypothesen
4.3.1. Überprüfung der Parallelitätshypothesen
4.3.2. Überprüfung der Reihenfolgehypothesen
4.3.3. Überprüfung der Planungskompetenzhypothesen
4.4. Häufigkeitsverteilungen des Vergleichsfragebogens
4.5. Faktorenanalyse des Selbsteinschätzungsbogens
5. Diskussion
5.1. Die Parallelität des Fetenplaners zum Tour-Planer
5.2. Reihenfolgeeffekte bei der Bearbeitung beider Planspiele
5.3. Die Kriteriumsvalidierung und der Selbsteinschätzungsbogen
5.4. Bewertung der beiden Planspiele Fetenplaner und Tour-Planer
6. Fazit und Ausblick
7. Literatur
Die vorliegende Arbeit zielt auf die theoriegeleitete Entwicklung und Validierung eines Parallelplanspiels zum bereits existierenden "Tour-Planer" ab, um dessen Planungskompetenz-Messung zu vervollständigen und Gütekriterien empirisch zu prüfen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob der neu konstruierte "Fetenplaner" die Anforderungen an ein Parallelverfahren erfüllt und ob die Leistung in den Planspielen mit der subjektiven Selbsteinschätzung der Probanden korreliert.
Die Paralleltestmethode
Mit Hilfe der Paralleltestmethode lässt sich die Reliabilität durch einen Vergleich von Ergebnissen bei der Bearbeitung verschiedener Szenarios schätzen. Dafür werden einer Stichprobe die beiden Paralleltestformen in Zufallsfolge zur Bearbeitung gegeben. Die Korrelation der Rohwerte entspricht einer Schätzung der Reliabilität. Für eine kurzfristige Testwiederholung benötigt man gemäß Lienert und Raatz (1998) eine Parallelform. Voraussetzung hierfür ist, dass die gestellten Anforderungen und die Operationalisierung der Bearbeitungsgüte vergleichbar bzw. parallel sind. Eine allgemein anerkannte und hierfür hinreichende Taxonomie komplexer dynamischer Systeme existiert leider nicht. „Reliabilitätsschätzungen im Rahmen des komplexen Problemlösens gestalten sich [...] schwierig“ (Beckmann, 1994, S. 46).
Paralleltest-Koeffizienten geben darüber Auskunft, ob ein Test bedingungskonstant ist. Der Retest-Koeffizient liegt aufgrund der identischen Aufgabe in der Regel höher als der Paralleltest-Koeffizient, der um so geringer wird, je weniger äquivalent die Aufgabe der beiden Testformen ist. Für die Interpretation eignet sich jedoch der Paralleltest-Koeffizient besser als der Retest-Koeffizient, da er den Stichprobencharakter der Aufgaben im Hinblick auf das zu untersuchende Persönlichkeitsmerkmal berücksichtigt (vgl. Lienert & Raatz, 1998). „Das Paralleltestverfahren liefert unter vergleichbaren Bedingungen im allgemeinen niedrigere Reliabilitätskoeffizienten [...] entspricht jedoch häufig den Bedürfnissen der Praxis am besten“ (Lienert & Raatz, 1998, S. 179).
0. Zusammenfassung: Gibt einen Überblick über die Entwicklung des Fetenplaners, die Untersuchungsergebnisse zur Parallelität, die festgestellten Reihenfolgeeffekte sowie das Scheitern der Kriteriumsvalidierung.
1. Einleitung: Erläutert die Bedeutung des Planens im Alltag und in der Arbeitswelt sowie die Notwendigkeit von Verfahren zur Messung von Planungskompetenz.
2. Theorie: Behandelt den historischen Kontext von Planspielen, die Abgrenzung der Begriffe Planen und Problemlösen sowie die planerischen Basisfähigkeiten nach Funke & Glodowski.
3. Methode: Beschreibt die eingesetzten Planspiele, das Validierungsdreieck, die aufgestellten Hypothesen sowie das Untersuchungsdesign.
4. Ergebnisse: Präsentiert die Verteilungs- und Itemanalysen sowie die statistische Überprüfung der aufgestellten Parallelitäts-, Reihenfolge- und Planungskompetenzhypothesen.
5. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse bezüglich der Parallelität, der Reihenfolgeeffekte und der Kriteriumsvalidierung sowie eine Bewertung der Planspiele.
6. Fazit und Ausblick: Fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und gibt Empfehlungen für zukünftige Untersuchungen.
7. Literatur: Listet die im Text zitierten wissenschaftlichen Quellen auf.
Planungskompetenz, Planspiel, Paralleltestmethode, Fetenplaner, Tour-Planer, Kriteriumsvalidierung, Problemlösen, Selbsteinschätzungsbogen, Testreliabilität, Testvalidität, Reihenfolgeeffekte, Planerstellung, Skalenanalyse, psychologische Diagnostik
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung und Validierung eines neuen Planspiels namens "Fetenplaner", das als Parallelversion zum existierenden "Tour-Planer" konzipiert wurde, um die Erfassung von Planungskompetenz zu verbessern.
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte des Planens und Problemlösens mit der praktischen Konstruktion und psychometrischen Validierung von Testinstrumenten.
Das primäre Ziel ist der Nachweis, dass der "Fetenplaner" ein valides und reliables Parallelverfahren zum "Tour-Planer" darstellt, welches ebenfalls in der Lage ist, Planungskompetenz zu messen.
Es werden methodische Ansätze der Paralleltestmethode eingesetzt, ergänzt durch die Erhebung mittels "lautem Denken" und einer Kriteriumsvalidierung mittels Selbsteinschätzungsbogen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die detaillierte Methodenbeschreibung der Testkonstruktion, die statistische Auswertung der gewonnenen Daten und eine kritische Diskussion der Ergebnisse.
Planungskompetenz, Planspielkonstruktion, Paralleltestmethode, Validität, Reliabilität und komplexe Problemlösefähigkeit.
Die erwarteten Korrelationen zwischen den Selbsteinschätzungen der Probanden und den Testergebnissen in den Planspielen blieben aus, was möglicherweise auf eine fehlerhafte Selbsteinschätzung oder eine zu geringe Schwierigkeit der Tests zurückzuführen ist.
Es konnte ein symmetrischer Lerngewinn von durchschnittlich drei Punkten festgestellt werden, wenn ein Planspiel als zweites bearbeitet wurde, was jedoch die Parallelität der beiden Tests nicht in Frage stellt.
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