Bachelorarbeit, 2014
90 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Einführung in die Psychologie des Entscheidens
2.1 Der Begriff der Entscheidung
2.2 Zur Bedeutung von Heuristiken
2.3 Historische und systematische Einordnung
2.4 Entscheidungstheorien in der modernen Psychologie
3 Rahmenmodelle für den Prozess des Entscheidens
3.1 Die selektionale Phase: Bewertung und Entscheidung
3.2 Die präselektionale Phase: Informationssuche als Teilprozess des Entscheidens
3.3 Die postselektionale Phase: Effekte von Entscheidungen, Lernen und wiederholten Entscheidungen
3.4 Die Rolle von Gefühlen bei Entscheidungen
3.5 Entscheidungsverhalten bei Unsicherheit
4 Entscheidungen im Rahmen des Aviation-Decision-Making
4.1 Der Einfluss von Komplexität auf die Entscheidungsfindung
4.2 Das Entscheidungsverhalten von Piloten
4.3 Externe und interne Einflussfaktoren
4.4 Ausbildung und Training
5 Problemlösen im Rahmen des Aviation-Decision-Making
5.1 Der Gegenstand des Problemlösens
5.2 Zur Funktion von Zielen
5.3 Zur Unterscheidung von Problemen und Problemlösern
5.4 Phasen des Problemlösens am Beispiel von US-Airways-Flug 1549
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den menschlichen Entscheidungsprozess aus psychologischer Perspektive und überträgt die gewonnenen theoretischen Erkenntnisse auf das "Aviation-Decision-Making" im Cockpit, um zu verstehen, wie Piloten in komplexen Situationen Entscheidungen treffen.
1.1 Problemstellung
„Sobald man davon ausgeht, dass die Menschen eben nicht komplett rational handeln, wird man auch nicht mehr annehmen, dass die Leute die besten Entscheidungen treffen. Menschen treffen Entscheidungen mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der sie reden – sie tun es wissentlich oder unwissentlich in einem fort“ (Kahneman, D., 2012: S. 545)15.
Das 21. Jahrhundert zeichnet sich durch seine Komplexität, die Schnelllebigkeit moderner Informationssysteme und die daraus resultierende Handlungsvielfalt aus. Noch nie konnte der Mensch so viel entscheiden wie in der heutigen Zeit. Wissenschaftler nehmen an, dass diese schier endlose Vielfalt mittelfristig zu einer Überforderung der Gesellschaft führt. Welche Heuristiken und Emotionen spielen bei der Wahl der richtigen oder falschen Entscheidung eine Rolle? In welchen Situationen sollte man sich auf sein Bauchgefühl verlassen und unter welchen Umständen sollte man besser auf fundierte Informationen zurückgreifen? Welche Rolle spielen Entscheidungen in komplexen Situationen, die mit einem hohen Risiko und Ungewissheit einhergehen? Da Menschen oftmals weder rational noch irrational handeln, müssen andere Faktoren dazu führen, dass wir uns weiterentwickeln und nicht starr an einem Punkt verweilen. Entscheidungen werden häufig aus „dem Bauch heraus“ getroffen – man verlässt sich auf sein Gefühl, seine Intuition. Gibt es Momente, in denen eine fundierte Grundlage für Entscheidungen nicht gegeben ist? Die Fähigkeit zur freien und souveränen Entscheidungsbildung hängt oftmals mit dem persönlichen Involvement des Menschen und seinen persönlichen Präferenzen und intellektuellen Fähigkeiten zusammen. Entscheidungen werden tagtäglich hundertfach getroffen und das menschliche Dasein scheint zeitweise einem endlosen Herumirren in einem Wald voller Möglichkeiten zu entsprechen.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Entscheidungsfindung, Zielsetzung der Arbeit und Vorstellung des methodischen Aufbaus.
2 Einführung in die Psychologie des Entscheidens: Erläuterung des Begriffs der Entscheidung, Bedeutung von Heuristiken sowie historische und theoretische Grundlagen der modernen Entscheidungspsychologie.
3 Rahmenmodelle für den Prozess des Entscheidens: Detaillierte Analyse der selektionalen, präselektionalen und postselektionalen Entscheidungsphasen unter Berücksichtigung von Gefühlen und Unsicherheit.
4 Entscheidungen im Rahmen des Aviation-Decision-Making: Anwendung der theoretischen Modelle auf die Luftfahrt, insbesondere den Einfluss von Komplexität und spezifisches Entscheidungsverhalten von Piloten.
5 Problemlösen im Rahmen des Aviation-Decision-Making: Untersuchung des Problemlösens als Teilprozess der Entscheidungsfindung, illustriert am Fallbeispiel des US-Airways-Flugs 1549.
6 Fazit: Zusammenfassende Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse und abschließende Bewertung der Forschungsfrage.
Entscheidungsforschung, Psychologie, Aviation-Decision-Making, Heuristiken, Kognitive Psychologie, Problemlösen, Unsicherheit, Komplexität, Pilotenverhalten, Emotionen, Rationalität, Human Factors, Fehlentscheidungen, Prozedurale Modelle, Risiko.
Die Arbeit untersucht psychologische Mechanismen der menschlichen Entscheidungsfindung und analysiert, wie diese in der Luftfahrt unter dem Begriff "Aviation-Decision-Making" Anwendung finden.
Die Schwerpunkte liegen auf der kognitiven Psychologie des Entscheidens, der Rolle von Heuristiken und Emotionen sowie dem spezifischen Handeln von Piloten unter extremen Bedingungen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, wie Menschen Entscheidungen treffen, welche emotionalen und kognitiven Faktoren dabei eine Rolle spielen und wie Piloten durch Training und Erfahrung komplexe Situationen bewältigen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Übertragung psychologischer Entscheidungstheorien auf praktische Szenarien und Fallbeispiele aus der Luftfahrt.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Analyse der Entscheidungsphasen, die Rolle von Unsicherheit und Stress, sowie die Untersuchung des Problemlösens anhand des "Wunders vom Hudson".
Zentrale Begriffe sind Entscheidungsforschung, Heuristiken, Aviation-Decision-Making, Problemlösen und beschränkte Rationalität.
Der Flug dient als zentrales Praxisbeispiel, um die verschiedenen Phasen des Problemlösens und die Anwendung von Entscheidungsmodellen in einer akuten Gefahrensituation zu veranschaulichen.
Wohldefinierte Probleme zeichnen sich durch klare Ausgangs- und Zielzustände aus, während schlecht definierte Probleme durch unklare Ziele und Lücken im Handlungsplan gekennzeichnet sind.
Gefühle können als Nebenprodukt auftreten, als Prozessdeterminanten wirken oder als Entscheidungskriterium fungieren, wobei sie oft die Aufmerksamkeit auf dringliche Probleme lenken.
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