Studienarbeit, 2014
46 Seiten
1 Einleitung
2 Eine Revolution
2.1 Die Autorenserie
2.2 Das Bild in Breaking Bad
3 Hinwendung zur Oberfläche
3.1 Postmoderne kulturtheoretisch
3.2 Pop Art
3.3 Postmoderner Film
4 Postmodernität am Beispiel von Breaking Bad
4.1 Intertextualität
4.2 Ästhetisierung und Spektakularität
4.3 Antikonventionalität und destruktive Erzählverfahren
4.4 Selbstreferenzialität
4.5 Mit Unschuld, ohne Ironie
5 Die Konstruktion eines postmodernen filmischen Realismus
5.1 Realismus im Film - Neorealismus & Breaking Bad
5.2 Realismus des Films
5.3 Simulation & Hyperrealismus
5.4 Postmoderner filmischer Realismus
6 Fazit
Diese Arbeit untersucht die US-Fernsehserie Breaking Bad als ein Paradebeispiel für einen neuen postmodernen filmischen Realismus. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, inwiefern die Serie trotz ihrer postmodernen Ästhetik und Konstruiertheit einen hohen Realitätseindruck erzeugen kann und welche Rolle dabei die medienästhetische Gestaltung spielt.
4.1 Intertextualität
Intertextualität, wie sie bereits durch die Aussage Vince Gilligans - die Entwicklung von Walter White sei die von Mr.Chips (Charles Chipping aus Goodbye Mr. Chips von Sam Wood, 1939) zu Scarface (vgl. Lang/Dreher 2013, S.9) - angedeutet wird, gilt als das Kernstück postmodernen Erzählens. Dabei wird mit konventionellen Elementen früherer Film- und Kulturproduktionen gearbeitet, es ist „ein Kino der Zitate“ (Ebd., S.12). Auch wenn es bereits in der frühen Filmgeschichte Rückgriffe auf bestimmte Traditionen, Muster und Bilder gab, lassen sich bei dem postmodernen Film einige besondere Inhalte und Intensionen beobachten, warum dies geschieht. Es geht um die Frage, was, wie und vor allem wie viel zitiert wird. Die Originalität entwickelt sich dabei aus einer Neu-Kombination und Variation der zitierten Elemente, Jürgen Felix spricht von „Transformation, Dekonstruktion und Permutation.“ Diese Genese des Neuen aus Altem, ist vor allem durch die Quantität der Kulturproduktionen ermöglicht, auf die zeitgenössische Filmemacher, somit auch Vince Gilligan, zurückgreifen können.
1 Einleitung: Einführung in die Ambivalenz der Postmoderne und Vorstellung der These, dass Breaking Bad einen postmodernen filmischen Realismus verkörpert.
2 Eine Revolution: Historische Einordnung von Breaking Bad in die Entwicklung des hochwertigen Fernsehens (Quality-TV) und Bedeutung der Autorenserie.
3 Hinwendung zur Oberfläche: Theoretische Fundierung des postmodernen Diskurses durch Exkurse zu Kulturtheorie, Pop Art und postmodernem Film.
4 Postmodernität am Beispiel von Breaking Bad: Konkrete Anwendung der identifizierten postmodernen Merkmale (Intertextualität, Spektakularität etc.) auf die filmischen Mittel der Serie.
5 Die Konstruktion eines postmodernen filmischen Realismus: Synthese von Realismus-Konzepten (Neorealismus) und postmodernen Strategien zu einem neuen hyperrealistischen Stil.
6 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse und Einordnung der Serie als Beispiel für technische Perfektion und neue narrative Möglichkeiten.
Postmoderne, Breaking Bad, Autorenserie, Filmtheorie, Intertextualität, Realismus, Neorealismus, Ästhetisierung, Spektakularität, Selbstreferenzialität, Hyperrealismus, Pop Art, Inszenierung, Narration, Medienästhetik.
Die Arbeit analysiert die US-Fernsehserie Breaking Bad unter dem theoretischen Blickwinkel der Postmoderne und untersucht, wie die Serie filmästhetische Mittel nutzt, um einen spezifischen Realitätseindruck zu erzeugen.
Die zentralen Felder sind die Theorie des postmodernen Films, der Vergleich mit dem italienischen Neorealismus und die medienästhetische Analyse von Breaking Bad hinsichtlich Stil und Erzählweise.
Die Arbeit fragt danach, ob und wie die Serie Breaking Bad durch die Kombination postmoderner Elemente und realistischer Erzählweisen einen "postmodernen filmischen Realismus" konstruiert.
Es wird eine medienästhetische und gesellschaftstheoretische Perspektive eingenommen, wobei Interviews, Essays, Filmstills und Fachliteratur zur Filmanalyse herangezogen werden.
Im Hauptteil werden vier zentrale Merkmale postmodernen Films nach Jens Eder (Intertextualität, Spektakularität, Selbstreferenzialität und Antikonventionalität) detailliert auf die Serie angewendet.
Besonders prägend sind die Begriffe "Postmoderne", "Intertextualität", "Clipästhetik" sowie der Vergleich mit dem "Neorealismus".
Laut Vince Gilligan fungiert der Western als konkreter Bezugspunkt, was sich besonders in der Inszenierung der Wüstenlandschaft von Albuquerque als gesetzlosem Raum und der Darstellung von Konfrontationen in der Totalen zeigt.
Die Serie verwendet klassische Genre-Versatzstücke oft ernsthaft und funktional zur Erzählvorantreibung, anstatt sie durch Ironie oder Satire distanziert zu belächeln.
Die Clipästhetik, beeinflusst durch Werbung und Musikvideos, dient dazu, Affekte und Stimmungen zu erzeugen und komplexere oder repetitive Abläufe (wie den Drogen-Herstellungsprozess) visuell dynamisch darzustellen.
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