Bachelorarbeit, 2013
35 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Die Sakramente im Christentum
2.1. Definition
2.2. Die Sakramente in CA und Apol
2.3. Luthers Auffassung der Sakramente in Form von Wort und Zeichen
2.3.1. Die Taufe
2.3.2. Das Abendmahl
2.3.3. Die Buße
2.4. Röm.-Katholischer Einwand anhand der Confutatio
2.5. Warum werden die weiteren (kath.) Sakramente als keine solchen angesehen?
3. Das Abendmahl in CA10
3.1. Unterschiede zwischen dem deutschen und lateinischen Text
3.2. Reaktion der röm.-kath. Kirche
3.3. Was sind die Probleme?
4. Darbietung des Abendmahls
4.1. Die Messe als Opfer
4.2. Reaktion der katholischen Theologie durch die Confutatio auf die Rolle des Opfers in der Messe
4.3. Die Unterscheidung von verschiedenen Opfern
5. Streitpunkt: Geber und Empfänger
6. Ausblick auf das ökumenische Abendmahl
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Sakrament des Abendmahls aus einer interkonfessionellen Perspektive, wobei der Fokus auf den theologischen Entwicklungen und Differenzen seit der Veröffentlichung der Confessio Augustana (CA10) liegt. Ziel ist es, die historischen Kontroversen zwischen evangelischer und römisch-katholischer Auffassung – insbesondere bezüglich der Realpräsenz und des Opferverständnisses – zu entschlüsseln und das Potenzial für eine ökumenische Annäherung zu bewerten.
3.1. Unterschiede zwischen dem deutschen und lateinischen Text
Das Verständnis dieses Artikels ist sehr stark auf einige kleine Passagen bezogen. Der lateinische Text spricht von einem wahrhaft gegenwärtig, wohingegen der deutsche Text davon spricht, dass Jesus Christus unter der Gestalt des Brots und Weins im Abendmahl vorhanden sei.
Die Transsubstantiation, also die Wesenverwandlung von Brot in Leib und Wein in Blut, wird in CA10 nicht erwähnt, allerdings auch nicht direkt ausgeschlossen. Hier ergibt sich Interpretationsspielraum, welcher durch verschiedene Formulierungen in den zwei Texten deutlich wird.
Man kann davon sprechen, dass im deutschen Text die Formulierung der Gestalt von Brot und Wein sehr passend wäre, wenn ausgedrückt werden sollte, dass eine Wandlung stattfände. Die Lutheraner würden somit auch dem Ausdruck des Laterankonzils von 1215 sehr nahe kommen, in welchem auch von der Gestalt (lat. species) gesprochen wird.
Der dt. Text ist letztendlich viel schärfer formuliert, als der lat. Text, obwohl beide Texte aus der Feder von Philipp Melanchthon stammen.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Problematik des Abendmahls seit der Reformation und legt den Fokus auf die interkonfessionelle Perspektive unter Einbeziehung der CA.
2. Die Sakramente im Christentum: Dieses Kapitel definiert den Sakramentsbegriff, beleuchtet Luthers Sichtweise und erläutert die Reduktion auf zwei Sakramente im Vergleich zur römisch-katholischen Tradition.
3. Das Abendmahl in CA10: Hier werden die Nuancen und Unterschiede zwischen den lateinischen und deutschen Fassungen von CA10 sowie die Reaktionen der römisch-katholischen Seite analysiert.
4. Darbietung des Abendmahls: Der Abschnitt diskutiert die Rolle der Messe als Opfer und die daraus resultierende Kritik der katholischen Theologie sowie die reformatorische Gegenposition.
5. Streitpunkt: Geber und Empfänger: Dieses Kapitel behandelt die strittigen Rollen bei der Austeilung und Empfangnahme des Abendmahls sowie das Verständnis der sakramentalen Wirksamkeit.
6. Ausblick auf das ökumenische Abendmahl: Ein Blick auf die heutige Situation, der zeigt, dass trotz verbleibender Unterschiede eine ökumenische Annäherung stattfindet.
7. Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz der historischen Spaltung und bewertet die Chancen für ein zukünftiges, ökumenisches Abendmahl optimistisch.
Abendmahl, Sakrament, CA10, Reformation, Konfession, Realpräsenz, Transsubstantiation, Confutatio, Apologie, Opfer, Liturgie, Ökumene, Glaube, Luther, Melanchthon.
Die Arbeit befasst sich mit der theologischen und historischen Problematik des Abendmahls, die durch die Reformation und speziell durch den Artikel 10 der Confessio Augustana (CA10) zwischen den Konfessionen entstanden ist.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Sakramentsverständnis, der unterschiedlichen Auslegung der Realpräsenz Christi, der Opferthematik in der Messe und der Rolle des Geistlichen bei der Abendmahlsfeier.
Das primäre Ziel ist es, die interkonfessionellen Differenzen zu analysieren, die durch die reformatorischen Schriften und die römisch-katholischen Gegenargumente (Confutatio) entstanden sind, um das Potenzial für eine ökumenische Einigung zu prüfen.
Der Autor stützt sich primär auf eine historisch-theologische Analyse von Primärquellen (Bekenntnisschriften, CA, Apologie, Schriften Luthers) und zieht aktuelle ökumenische Sekundärliteratur zur Einordnung heran.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von CA10, die Darbietung des Abendmahls als Opfer, die Rollen von Geber und Empfänger sowie einen aktuellen Ausblick auf die Ökumene.
Wesentliche Begriffe sind Abendmahl, Realpräsenz, Sakramentsverständnis, Konfession, CA10, Opfertheologie und Ökumene.
Die unterschiedlichen Formulierungen beeinflussen den Interpretationsspielraum hinsichtlich der Realpräsenz Christi und der Wandlung der Elemente, was für das Verhältnis zu katholischen Lehren entscheidend ist.
Der Autor zeigt auf, dass die reformatorische Ablehnung des Messopfers als "Werk" im Gegensatz zum katholischen Verständnis, welches das Abendmahl als sakramentale Wiederholung des Kreuzesopfers sieht, ein zentraler dauerhafter Streitpunkt ist.
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