Examensarbeit, 2013
31 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Arten der Leistungsbewertung
2.2 Schülerpartizipation am Bewertungsprozess
2.3 Kriteriengeleitete Fremdbewertung – der Bewertungsbogen
2.4 Jumpstyle – Ein Trend, der die Jugend bewegt
3 Angaben zur Lerngruppe
4 Planung
4.1 Konsequenzen für die praktische Umsetzung
4.1.1 Konzeption der Bewertungsbögen
4.1.2 Planung der Bewertungsphase
5 Durchführung und Reflexion
5.1 Analyse der Bewertungsphase
5.2 Auswertung der Bewertungsbögen
6 Auswertung der Fragebögen
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Bewertungsbögen als Instrument zur aktiven Schülerpartizipation im Schulsport. Dabei soll geklärt werden, ob Schüler in der Lage sind, Gruppenleistungen im Bereich Jumpstyle kriterienorientiert und realistisch einzuschätzen, um so die Transparenz des Bewertungsprozesses zu erhöhen und ihre Beurteilungskompetenz zu fördern.
4.1.1 Konzeption der Bewertungsbögen
Den spezifischen Gegebenheiten (s. 2.2 u. 3) angemessen, ist der Bewertungsbogen übersichtlich in Tabellenform und mit knappen Anweisungen und Indikatoren gestaltet (s. 8.4). Die zu bewertenden Kriterien (Anfangs- und Endpose, Formationen, Schritte/Moves, Synchronität, Taktgefühl) wurden gemeinsam am praktischen Beispiel (Video der deutschen Meisterschaft) in der ersten Doppelstunde erarbeitet und detailliert erläutert. So wurden die Schüler bereits in der Vorbereitungsphase an der Erarbeitung der Bewertungsgrundlage beteiligt und eine klare Transparenz bezüglich der Präsentationsanforderungen geschaffen (s. 2.2).
Dem Alter und der kognitiven Leistungsfähigkeit der Schüler angemessen ist die Kriterienanzahl auf fünf wesentliche Aspekte begrenzt, die in der Findungsphase auch von den Schülern selbst als entscheidend erachtet worden sind. Dabei ist jedoch darauf geachtet worden, dass der Hauptteil der Kriterien recht klar (zählbar) zu beobachten ist. So ist gewährleistet, dass sich jeder Schüler einer Gruppe bei der Beobachtung auf ein Kriterium konzentrieren kann und die Aufgabe für die Lerngruppe leistbar ist (s. 2.2 u. 3). Da zwei der sechs Gruppen nur aus vier Mitgliedern bestehen, muss in diesen Teams je ein Schüler zwei Kriterien bearbeiten. Hier bieten sich die Aspekte Anfangs- & Endpose und Formationen an, da sich diese zeitlich unabhängig voneinander beobachten lassen.
Die Einschätzung der beobachteten Kriterien ist jeweils an bestimmte Indikatoren gebunden, die ebenfalls zu Beginn der Unterrichtseinheit geklärt, jedoch von mir vorgegeben worden sind, um Klarheit und angemessene Abstufungen zu gewährleisten. Sie bestehen aus knappen vorvormulierten Aussagen, die den Ausprägungsgrad der Kriterien einschätzbar und damit leichter bewertbar machen (s. 2.2 u. 2.3). Die letztendliche Bewertung der einzelnen Kriterien wird in einer selbsterklärenden Skalierung durch Ankreuzen vorgenommen (s. 8.4). Dabei wird bewusst auf die Verwendung einer Notenskala verzichtet, um rechtlich einwandfrei zu agieren und dem Verfahren aus Schülersicht einen weniger ernsten Charakter zu verleihen (s. 2.2). Außerdem wird die Bewertungsmöglichkeit der Kriterien auf drei Ausprägungsgrade in Form von Smileys reduziert, da eine komplexere Skalierung die im Umgang mit Bewertungsbögen noch ungeübten Schüler überfordern würde.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert das Dilemma der Leistungsbewertung im Sportunterricht und stellt das Ziel vor, Schüler durch Bewertungsbögen aktiver und transparenter am Prozess zu beteiligen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die wissenschaftlichen Voraussetzungen der Leistungsbewertung, die Möglichkeiten der Schülerpartizipation und die didaktische Einordnung von Jumpstyle als Trendsport.
3 Angaben zur Lerngruppe: Hier wird die Klasse 7b charakterisiert, wobei deren soziale Struktur, Vorerfahrungen und die Erwartungen an den Unterricht im Kontext des Projekts beschrieben werden.
4 Planung: Das Kapitel leitet aus der Theorie und Lerngruppenanalyse konkrete Maßnahmen für die Konzeption der Bögen und die Durchführung der Bewertungsphase ab.
5 Durchführung und Reflexion: Hier erfolgt eine kritische Analyse des tatsächlichen Unterrichtsverlaufs, inklusive der Probleme bei der Bewertung und der Rolle der Schüler.
6 Auswertung der Fragebögen: Die Auswertung der anonymen Befragungen gibt Aufschluss über die empfundene Transparenz und das Wohlbefinden der Schüler während des Bewertungsprozesses.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Funktionalität der Methode und gibt Empfehlungen für zukünftige Unterrichtsvorhaben.
Schülerpartizipation, Leistungsbewertung, Sportunterricht, Jumpstyle, Bewertungsbogen, Fremdbewertung, Kompetenzentwicklung, Transparenz, Lerngruppe, Schulsport, Gruppenleistung, kriteriengeleitet, Feedback, Unterrichtsreflexion, Bewegungssehen.
Die Arbeit untersucht, wie Bewertungsbögen im Sportunterricht eingesetzt werden können, um Schüler aktiv und kriterienorientiert in den Bewertungsprozess einzubeziehen.
Die zentralen Themen sind die Schülerpartizipation, die kriteriengeleitete Leistungsbewertung im Sport, die Trendsportart Jumpstyle und die Förderung der Fremdbeurteilungskompetenz.
Ziel ist es, den Bewertungsprozess transparenter zu gestalten und zu untersuchen, ob Schüler in der Lage sind, sich gegenseitig realistisch und nachvollziehbar zu bewerten.
Es handelt sich um eine praxisorientierte Untersuchung, bei der die Methode des kriteriengeleiteten Bewertens in einer 7. Klasse erprobt und mittels Fragebögen sowie Lehrer-Schüler-Vergleichen evaluiert wurde.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen, die Planung der Unterrichtseinheit, die tatsächliche Durchführung, die Analyse der Ergebnisse und die Auswertung der Schülerbefragungen detailliert dargelegt.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Schülerpartizipation, Leistungsbewertung, Sportunterricht, Jumpstyle, Transparenz und Fremdbewertung.
Jumpstyle eignet sich besonders gut, da es den Schülern durch Internet und Medien bekannt ist und in Kleingruppen die Entwicklung gemeinsamer Choreografien fördert, was den sozialen Aspekt in den Vordergrund rückt.
Während zählbare Kriterien gut funktionierten, stellten subjektive Aspekte wie Taktgefühl und Synchronität die Schüler vor Herausforderungen, da diese ein geübtes Auge und mehr Erfahrung erfordern.
Die Befragungen zeigten eine deutlich positive Tendenz; die Schüler empfanden das Verfahren als verständlicher und äußerten einen stärkeren Wunsch nach zukünftiger Beteiligung.
Der Autor empfiehlt die Methode als funktional, weist jedoch darauf hin, dass sie von einem guten Klassenklima abhängt und der hohe Vorbereitungsaufwand für Lehrkräfte in der Praxis kritisch zu betrachten ist.
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