Diplomarbeit, 2003
140 Seiten, Note: Sehr Gut
1. Vorwort
2. Einführung zur Regierungs- und Verwaltungsreform
2.1 Warum bedarf es einer Regierungs- und Verwaltungsreform
2.2 Der Staat als notwendige Institution
2.3 Auswegmöglichkeiten aus der Krise
3. Einführung in die Thematik
3.1 Instrumente des NPM
3.2 Das Kontraktmanagement als wichtiger Baustein im Verwaltungsreformprozess
3.2.1 Begriff des Kontraktmanagements
3.2.2 Grundelemente des Kontraktmanagements
3.2.3 Ziele und Wirkungsweise des Kontraktmanagements
4. Kontraktmanagement als Steuerungsalternative für Politik und Verwaltung
4.1 Die Defizite der Inputsteuerung im Bürokratiemodell
4.2 Kontraktmanagement als politisches Steuerungsmittel
4.3 Leistungsauftrag und Globalbudget im Kontraktmanagement
4.3.1 Was ist ein Leistungsauftrag?
4.3.2 Was ist ein Globalbudget?
4.4 Kontraktmanagement als alternatives Steuerungsmodell
4.4.1 Das Grundprinzip
4.4.2 Implikationen für das neue Verwaltungsmanagement
4.4.3 Kontraktarten
4.4.4 Inhalte von Kontrakten
4.4.5 Organisationsstruktur
4.5 Der Budgetkreislauf im Kontraktmanagement (Steuerungsprozess)
4.5.1 Budgetentwurf
4.5.2 Beratung und Verabschiedung
4.5.3 Vollzug
4.5.4 Kontrolle und Entlastung (Zielerreichungskontrolle)
4.6 Die Bedingungen für ein erfolgreiches Umsetzen des Kontraktmanagements
4.6.1 Rechtliche Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Steuerung über Zielvereinbarungen und Globalbudget
4.6.2 Organisatorische Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Steuerung über Zielvereinbarungen und Globalbudget
4.7 Probleme bei der Einführung von Kontraktmanagement
4.7.1 Was Kontraktmanagement nicht leisten kann
4.7.2 Typische Schwierigkeiten bei der Einführung des Kontraktmanagement
4.7.3 Einführungsstrategie
4.7.4 Chancen und Risiken bei der Einführung von Kontraktmanagement
5. Staatenvergleich
5.1 Vorwort zum Vergleich
5.2 Österreich
5.2.1 Staatsaufbau
5.2.2 Überblick über die bisherigen Reformbestrebungen
5.2.3 Reformen in den Gebietskörperschaften
5.2.4 Evaluation der Reformtätigkeit
5.3 Deutschland
5.3.1 Staatsaufbau
5.3.2 Überblick über die bisherigen Reformbestrebungen
5.3.3 Reformen in den Gebietskörperschaften
5.3.4 Evaluation der Reformtätigkeit
5.4 Schweiz
5.4.1 Staatsaufbau
5.4.2 Überblick über die bisherigen Reformenbestrebungen
5.4.3 Reformen in den Gebietskörperschaften
5.4.4 Evaluation der Reformtätigkeit
5.5 Erfolge des Kontraktmanagement
5.5.1 Finanzielle Erfolge
5.5.2 Personelle Erfolge/Organisationserfolge
6. Abschließender tabellarischer Vergleich
6.1 Rahmenbedingungen und Kriterien für den Vergleich
6.2 Bundesstaatliche Ebene
6.3 Länderebene
6.4 Gemeindeebene
6.5 Auswertung der Ergebnisse
7. Zusammenfassung und persönlicher Eindruck vom Thema
Die Diplomarbeit untersucht das Konzept des Kontraktmanagements im Rahmen von Verwaltungsreformen und analysiert dessen länderübergreifende Ausprägungen (insbesondere "Führen mit Leistungsauftrag und Globalbudget") in Österreich, Deutschland und der Schweiz, um die Wirksamkeit dieses Steuerungsmodells zu bewerten.
3.2.1 Begriff des Kontraktmanagements
Da es beim Kontraktmanagement zu verbindlichen Zielabsprachen kommt, kann es als Pendant zum privatwirtschaftlichen MbO17, weiterführend als MbR18 betrachtet werden. Um es kurz auszudrücken: Es kommt auf die Ergebnisse an, nicht wie diese zustande kommen.
Kontraktmanagement ist, im Zusammenhang mit NPM, ein aus der holländischen Stadt Tilburg stammender Begriff und kann als neue Steuerungsphilosophie verstanden werden, die darauf abzielt Effizienz19, Effektivität20 und Qualität21 der staatlichen Verwaltungstätigkeit zu erhöhen22.
Hierzu wird ein ganzes Bündel an Instrumenten und Methoden verwendet, die zu einer neuen Kultur sowie einer besseren Aufbau- und Ablaufstruktur führen sollen.
In der Stadt Tilburg, die in Sachen NPM eine Vorreiterrolle in Europa einnimmt, wird Kontraktmanagement wie folgt definiert:
„Kontraktmanagement ist ein Steuerungs-, Planungs- und Controllinginstrument, bei dem zwischen der Leitung einer Organisationseinheit und dem Management einer niedrigeren hierarchischen Ebene verbindliche Absprachen über die zu erbringenden Leistungen, die dafür zu Verfügung stehenden Mittel und Art der Berichterstattung sowie Ergebnis und eventuelle Abweichungen so konkret wie möglich in einem jährlichen Dienstplan auf der Basis eines Konzernhaushaltes festgelegt werden. Nach Zustimmung des zuständigen Kollegiums ist der Dienstdirektor verantwortlich für die Umsetzung der Vereinbarungen und die Ausführung der Leistungen“ 23
1. Vorwort: Vorstellung des Themas Verwaltungsreform, Fokus auf Kontraktmanagement sowie kurzer Überblick über den Aufbau der Diplomarbeit.
2. Einführung zur Regierungs- und Verwaltungsreform: Erörterung der Notwendigkeit von Reformen aufgrund von Finanzkrisen, gesellschaftlichem Wandel und ineffizienten Strukturen der traditionellen Verwaltung.
3. Einführung in die Thematik: Vorstellung des New Public Management (NPM) und Einordnung des Kontraktmanagements als zentralen Baustein zur Steigerung von Effizienz und Qualität.
4. Kontraktmanagement als Steuerungsalternative für Politik und Verwaltung: Detaillierte Diskussion des Steuerungsmodells, seiner Instrumente wie Globalbudgetierung und Leistungsaufträge sowie der notwendigen Rahmenbedingungen und potenzieller Risiken.
5. Staatenvergleich: Analyse der Implementierungsstände des Kontraktmanagements in Österreich, Deutschland und der Schweiz auf verschiedenen gebietskörperschaftlichen Ebenen.
6. Abschließender tabellarischer Vergleich: Systematischer Vergleich der Reformaktivitäten und Ergebnisse in den drei Ländern unter Verwendung einheitlicher Kriterien.
7. Zusammenfassung und persönlicher Eindruck vom Thema: Resümee der Ergebnisse, kritische Würdigung der verschiedenen Reformansätze und persönlicher Ausblick des Autors.
Kontraktmanagement, Verwaltungsreform, New Public Management, Globalbudget, Leistungsauftrag, Steuerung, öffentliche Verwaltung, Effizienz, Effektivität, Zielvereinbarung, Dezentralisierung, Haushaltswesen, Controlling, Produktkatalog, Deutschland, Österreich, Schweiz.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Modernisierung der öffentlichen Verwaltung durch das Kontraktmanagement-Modell, insbesondere in den Ländern Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Die zentralen Themen sind der Übergang von einer traditionellen Input-Steuerung hin zu einer outputorientierten Verwaltung, die Einführung von New Public Management-Elementen und die Implementierung von Kontrakten und Globalbudgets.
Ziel ist es, den Stand und die Umsetzung von Kontraktmanagement-Modellen in der Verwaltung der drei Länder zu untersuchen, Erfolgsfaktoren zu identifizieren und die Effektivität dieses neuen Steuerungsansatzes zu bewerten.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie einen vergleichenden Ansatz (Staatenvergleich), um die verschiedenen Ausprägungen und den Implementierungsgrad der Reforminstrumente in den drei Ländern einander gegenüberzustellen.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Kontraktmanagements, seine Instrumente (wie Produktkataloge und Budgetierung) sowie die spezifischen Rahmenbedingungen, Probleme und Chancen bei der Einführung in der Praxis.
Wichtige Begriffe sind Kontraktmanagement, New Public Management, Leistungsauftrag, Globalbudgetierung, Verwaltungsreform und die spezifischen Ansätze in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Schweiz bei der Implementierung von Kontraktmanagement-Modellen auf Bundes- und Kantonsebene deutlich weiter fortgeschritten ist, während Deutschland vor allem auf kommunaler Ebene durch zahlreiche Pilotprojekte aktiv ist, jedoch eine umfassende nationale Reformstrategie vermissen lässt.
Der Autor betont, dass der Kulturwandel im Personalmanagement ein kritischer Erfolgsfaktor ist; ohne die Einbindung und Überzeugung der Mitarbeiter besteht die Gefahr von Reformvorbehalten, die das Gelingen des gesamten Modernisierungsprozesses gefährden können.
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