Diplomarbeit, 2003
88 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung und Gang der Untersuchung
2 Grundlagen und Definitionen
2.1 Operationelle Risiken
2.1.1 Der allgemeine Risikobegriff
2.1.2 Definition operationeller Risiken
2.1.3 Risikosystematisierung auf Basis der Definition operationeller Risiken
2.1.4 Arten operationeller Risiken
2.2 Das Value-at-Risk-Konzept und der Operational Value-at-Risk
2.3 Risikoaggregation
2.3.1 Aufgabe und Zweck der Risikoaggregation
2.3.2 Einordnung der Risikoaggregation in den Risikomanagement-Prozess
2.3.3 Hindernisse bei der Aggregation von operationellen Risiken
2.3.3.1 Identifizierungs- und Entdeckungsprobleme im Vorfeld der Aggregation
2.3.3.2 Quantifizierungsprobleme der zu aggregierenden Risiken
3 Methoden zur Aggregation operationeller Risiken und deren Eignung
3.1 Problem der Auswahl eines geeigneten Verfahrens zur Aggregation
3.2 Allgemeine Methodenübersicht und Systematisierung
3.2.1 Arten von Vorgehensweisen und Datengrundlagen
3.2.2 Methodeneinordnung
3.3 Untersuchung und Vergleich der Eignung ausgewählter Verfahren zur Aggregation operationeller Risiken
3.3.1 Kriterien zur Beurteilung der Methoden
3.3.2 Untersuchung der Methoden
3.3.2.1 Einfache Indikator-Ansätze
3.3.2.1.1 Vorstellung der Ansätze
3.3.2.1.2 Beurteilung
3.3.2.2 Nutzwertanalyse auf Basis von Key Risk Indikatoren
3.3.2.2.1 Vorstellung des Ansatzes
3.3.2.2.2 Beurteilung
3.3.2.3 Baumanalyse auf Basis von Experteneinschätzungen
3.3.2.3.1 Vorstellung des Ansatzes
3.3.2.3.2 Beurteilung
3.3.2.4 Bestimmung des OVaR mit Hilfe der Monte-Carlo-Simulation
3.3.2.4.1 Allgemeine Vorbemerkungen zu Simulationsverfahren
3.3.2.4.2 Vorstellung des Ansatzes
3.3.2.4.3 Beurteilung
3.3.3 Abschließende Gegenüberstellung und Beurteilung der untersuchten Methoden unter Berücksichtigung der Ziele einer Risikoaggregation
4 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, die Hindernisse und methodischen Schwierigkeiten bei der Aggregation von operationellen Risiken zu identifizieren und zu erläutern, um auf dieser Basis ein geeignetes Verfahren für Unternehmen zu bestimmen.
Die Aggregationsproblematik im Risikomanagement am Beispiel operationeller Risiken
Das Betreiben eines Geschäftes oder einer Unternehmung ist untrennbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Unternehmerisches Risiko besteht darin, in dynamischen Märkten und in einer dynamischen Umwelt Entscheidungen auf Basis von unvollkommenen Informationen treffen zu müssen. Derartige Risiken (z.B. das Misserfolgsrisiko bei der Entwicklung und Einführung eines neuen Produktes) werden von einem Unternehmen in der Regel nach Abwägung von Risiken und Chancen bewusst eingegangen. Dabei ist aber auch zu berücksichtigen, dass ein Unternehmen im Sinne einer Bestandssicherung insgesamt nicht mehr Risiken eingehen darf, als es durch das ihm zur Verfügung stehende Kapital tragen kann.
Neben diesen mehr oder weniger bewusst eingegangen Risiken bestehen für ein Unternehmen aber auch zahlreiche andere, insbesondere operationelle Risiken. Operationelle Risiken betreffen ein Unternehmen schon unmittelbar nach seiner Gründung, bevor die normale Geschäftstätigkeit überhaupt aufgenommen wurde. Diesen operationellen Risiken kann man sich auch folglich (wenn man von der Liquidation des Unternehmens absieht) nicht vollständig durch ein bewusstes Dafür- oder Dagegen-Entscheiden entziehen. Vielmehr kann man ihnen nur entgegentreten, indem man sich ihre Existenz bewusst macht und versucht, Ursachen aufzudecken, diese soweit wie möglich zu reduzieren und die Auswirkungen der Risiken für das Unternehmen zu begrenzen. Das Management operationeller Risiken ist aufgrund ihrer hohen Komplexität jedoch ungleich schwerer als das anderer Risiken, und wurde in der Vergangenheit insbesondere von Banken stark vernachlässigt.
1 Einleitung und Gang der Untersuchung: Hinführung zum Thema Risikomanagement und Herausarbeitung der speziellen Problematik bei der Aggregation operationeller Risiken.
2 Grundlagen und Definitionen: Fundierung des Risikobegriffs, Definition operationeller Risiken sowie Einordnung der Risikoaggregation in den Risikomanagement-Prozess.
3 Methoden zur Aggregation operationeller Risiken und deren Eignung: Analyse und vergleichende Bewertung verschiedener methodischer Ansätze sowie Beurteilung ihrer Eignung anhand definierter Kriterien.
4 Zusammenfassung und Ausblick: Retrospektive auf die gewonnenen Erkenntnisse und Schlussbetrachtung zur Relevanz der Risikoaggregation.
Risikoaggregation, operationelle Risiken, Risikomanagement, Risikobewertung, Monte-Carlo-Simulation, Value-at-Risk, Nutzwertanalyse, Key Risk Indikatoren, Störablaufanalyse, Risikotransparenz, Basel II, KonTraG, Risikomodellierung, Unternehmenskrisen.
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen und Verfahren bei der Aggregation von Einzelrisiken zu einer Gesamtrisikoposition, mit speziellem Fokus auf operationelle Risiken in Unternehmen.
Die zentralen Felder sind die begriffliche Abgrenzung operationeller Risiken, die Hindernisse bei ihrer Identifikation und Quantifizierung sowie die kritische Prüfung verschiedener Aggregationsmethoden.
Das Ziel ist es, Schwierigkeiten bei der Risikoaggregation aufzudecken und ein geeignetes Verfahren zu identifizieren, das Unternehmen eine fundierte Risikobestimmung ermöglicht.
Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse zur Klassifizierung von Methoden und wendet definierte Beurteilungskriterien (wie Datenanforderungen, Sensitivität und Umsetzungsaufwand) auf ausgewählte Aggregationsverfahren an.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Hindernis-Analyse im Risikomanagement und eine detaillierte Untersuchung spezifischer Methoden wie Indikatoransätze, Nutzwertanalysen, Baumanalysen und die Monte-Carlo-Simulation.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Risikoaggregation, operationelle Risiken, Value-at-Risk und Monte-Carlo-Simulation charakterisiert.
Aufgrund der hohen Komplexität und der oft diffusen Ursachen von operationellen Risiken (z.B. menschliches Versagen) ist eine vollständige Erfassung im Vorfeld in der Praxis äußerst schwierig.
Im Gegensatz zu einfachen Indikatoransätzen ermöglicht die Monte-Carlo-Simulation durch stochastische Modellierung die Berücksichtigung von Verteilungen und Korrelationen, was sie für die Bestimmung des Value-at-Risk präziser macht, jedoch den Umsetzungsaufwand erhöht.
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