Bachelorarbeit, 2013
46 Seiten, Note: 3,0
1. Vorwort
2.1. Stellung innerhalb des Psalmkanons
2.2. Gliederung und Inhalt des Psalms
2.3. Literarische Integrität, Gattung und Sitz im Leben
2.4. Verfasser, Datierung und Entstehungsort
3. Stilelemente im Psalm 23
4. Motive und Metaphern im Psalm 23
5. Das Hirtenmotiv
5.1. Ursprung des Hirtenmotivs
5.2. Ergänzende Elemente des Hirtenmotivs
5.3. Der „gute“ und der „schlechte“ Hirte im AT
6. Das Gastgeber-/Wallfahrtsmotiv
6.1. Ursprung des Gastgeber-/Wallfahrtsmotivs
7. Interdependenzen von Hirten- und Gastgeber-/Wallfahrtsmotiv
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, durch eine sozial-historische Analyse der zentralen Motive und Metaphern im Psalm 23 aufzuschlüsseln, welche tieferen Bedeutungen hinter den Bildern stehen und ob der Psalm lediglich ein Hirtenidyll beschreibt oder weitere Bedeutungsschichten verbirgt.
5. Das Hirtenmotiv
Gleich im ersten Vers des Psalms findet sich das zentrale Hirtenmotiv: „Der HERR ist mein Hirte“ (V. 1b). Diese zentrale Position in Verbindung mit den dazu gehörigen und noch auszuführenden Metaphern und der daraus abgeleiteten positiven Wertung „Mir wird nichts mangeln“ (V. 1c), zeigt die herausragende Bedeutung dieses Bildes für den Psalm.
Um das Hirtenmotiv deuten zu können, soll zunächst ermittelt werden, woher das ursprüngliche Hirtenbild stammt. Dazu soll gezeigt werden, welche sozialhistorischen Inhalte sich hinter dem Begriff des „Hirten“ verbergen und welche Funktion der Hirte in seiner Zeit zu erfüllen hatte. In diesem Zusammenhang sollen auch die Metaphern der Lagerung auf grünen Auen, die Führung zu stillen Wassern und (dein) Stecken und Stab entschlüsselt werden.
In einem zweiten Schritt soll dann dargelegt werden, wann und in welchem historischen Kontext das Hirtenbild als Metapher Verwendung fand. Ergänzende Elemente des Hirtenmotivs werden unter Punkt 5.2. erläutert.
1. Vorwort: Der Autor erläutert die Aktualität des Psalms 23 und die Motivation für seine Bachelorarbeit, welche eine sozial-historische Analyse der Motive und Metaphern des Psalms anstrebt.
2.1. Stellung innerhalb des Psalmkanons: Das Kapitel verortet den Psalm innerhalb des Psalters und untersucht dessen dialogische Beziehungen zu den Psalmen 22 und 24.
2.2. Gliederung und Inhalt des Psalms: Es wird eine Analyse der Sprechrichtungen vorgenommen und der Psalm in vier Teile gegliedert, wobei die Einrahmung durch den Gottesnamen JHWH hervorgehoben wird.
2.3. Literarische Integrität, Gattung und Sitz im Leben: Das Kapitel diskutiert die literarkritischen Fragen zur Einheitlichkeit des Textes, ordnet den Psalm als Vertrauenslied ein und betrachtet mögliche Kontexte für seinen Sitz im Leben.
2.4. Verfasser, Datierung und Entstehungsort: Es wird dargelegt, dass David nicht als historischer Autor in Frage kommt, und die Entstehung sowie Herkunft des Psalms im Kontext der Tradition Jerusalems erörtert.
3. Stilelemente im Psalm 23: Die Bedeutung des Parallelismus membrorum sowie des Prinzips der Stereometrie für die Konkretion und Plastizität der poetischen Sprache werden untersucht.
4. Motive und Metaphern im Psalm 23: Das Kapitel klärt die Begriffe Metapher und Motiv und erläutert deren besondere theologische Funktion im Kontext des Psalms.
5. Das Hirtenmotiv: Es erfolgt eine detaillierte sozial-historische Analyse des Hirtenmotivs als Beruf sowie seiner Bedeutung als Metapher in Ägypten und Mesopotamien.
5.1. Ursprung des Hirtenmotivs: Die grundlegenden Informationen zum Berufsbild des Hirten in Palästina sowie die Rolle von Stecken und Stab werden beleuchtet.
5.2. Ergänzende Elemente des Hirtenmotivs: Die Bedeutung von Metaphern wie der Erquickung der Seele und der Pfade der Gerechtigkeit wird hinsichtlich ihrer Übertragungsbedeutung analysiert.
5.3. Der „gute“ und der „schlechte“ Hirte im AT: Das Kapitel vergleicht das Gottesbild des Hirten mit der Verwendung des Motivs in der politischen Führung und der Ezechiel-Allegorie.
6. Das Gastgeber-/Wallfahrtsmotiv: Das Gastgeber- und Wallfahrtsmotiv wird anhand der Metaphern von Tisch, Ölung und Becher sozial-historisch untersucht.
6.1. Ursprung des Gastgeber-/Wallfahrtsmotivs: Die Bedeutung von Wallfahrten zum Jerusalemer Tempel und die soziale Praxis der Pilgerfahrten werden dargestellt.
7. Interdependenzen von Hirten- und Gastgeber-/Wallfahrtsmotiv: Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Motivwelten hinsichtlich ihrer räumlichen und beziehungstheoretischen Ebene werden verglichen.
8. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die sozial-historische Entschlüsselung die Bedeutung der individuellen Gott-Mensch-Beziehung im Psalm 23 bestätigt.
Psalm 23, JHWH, Hirtenmotiv, Gastgebermotiv, Wallfahrtsmotiv, Metapher, Parallelismus membrorum, Altes Testament, Sozialgeschichte, Gottesvertrauen, Tempel, Exegese, Motivik, Israel, Gerechtigkeit
Die Arbeit befasst sich mit einer sozial-historischen Analyse der zentralen Motive und Metaphern in Psalm 23, um deren tiefere Bedeutungsebenen zu entschlüsseln.
Die zentralen Themen sind das Hirtenmotiv und das Gastgeber- bzw. Wallfahrtsmotiv, eingebettet in eine Untersuchung von Sprache, Literaturgeschichte und dem antiken Lebenskontext.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, ob der Psalm ein einfaches Hirtenidyll darstellt oder ob sich darunter komplexere theologisch-soziale Schichten verbergen.
Es wird eine exegetische und sozial-historische Untersuchungsmethode angewandt, die sich auf fachwissenschaftliche Psalmkommentare und alttestamentliche Lexika stützt.
Der Hauptteil analysiert die Stilelemente, die verschiedenen Metaphern sowie die historischen Hintergründe des Hirtenberufs und der antiken Gastmahls- und Tempelkultur.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Psalm 23, Hirtenmotiv, Gastgebermotiv, Metapher, Exegese und Sozialgeschichte definiert.
Die Unterscheidung ist deshalb wichtig, da sie eine Steigerung in der Gottesbeziehung aufzeigt: Vom hierarchischen Hirte-Tier-Verhältnis hin zu einer vertrauensvollen Begegnung auf Augenhöhe als Gast bei Gott.
Sie wird als Tempel in Jerusalem interpretiert, der als zentraler Ort der Gegenwart Gottes und als Ziel der sehnsuchtsvollen Rückkehr des Gläubigen verstanden wird.
Weil der Psalm über die einfache Versorgung mit Lebensnotwendigkeiten (Hirtenmotiv) hinausgeht und den Gläubigen als geehrten Gast in Gottes Nähe stellt (Gastgebermotiv).
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