Examensarbeit, 2009
64 Seiten, Note: 1
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Problemstellung und Zielsetzung
2 Theoretische Grundlagen
2.1. Prozessorientierte Schreibdidaktik
2.2 Definition des Begriffes Schreibkompetenz
2.3 Kooperatives Schreiben
2.4 Die Methode „Textlupe“
3 Evaluationskonzept und Arbeitshypothesen
3.1 Hypothesen, Kriterien, Indikatoren
3.2 Instrumente für die Unterrichtsbewertung
4 Konzeption der Unterrichtseinheit
4.1 Planungsrelevante Faktoren
4.1.1 Schülerbezogene Planungsfaktoren
4.1.2 Lehrerbezogene Planungsfaktoren
4.1.3 Organisatorische Planungsfaktoren
4.2 Entscheidungen
4.2.1 Legitimation des Unterrichts
4.2.2 Didaktisch-methodische Absichten
5 Planung, Durchführung und Auswertung der einzelnen Stunden
5.1 Erste Doppelstunde (04.11.2008)
5.1.1 Durchführungskonzept
5.1.2 Begründung der Vorgehensweise
5.1.3 Lernziele
5.1.4 Durchführung und Reflexion der Stunde
5.2 Zweite Doppelstunde und zusätzliche Einzelstunde (06.11.2008)
5.2.1 Durchführungskonzept
5.2.2 Begründung der Vorgehensweise
5.2.3 Lernziele
5.2.4 Durchführung und Reflexion
5.3 Dritte Doppelstunde (11.11.2008)
5.3.1 Durchführungskonzept
5.3.2 Begründung der Vorgehensweise
5.3.3 Lernziele
5.3.4 Durchführung und Reflexion
6 Evaluation
6.1 Auswertung der ersten Hypothese
6.2 Auswertung der zweiten Hypothese
6.3 Auswertung der dritten Hypothese
7 Resümee
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Wirksamkeit der Methode "Textlupe" zur Förderung der Schreibkompetenz von Schülern in einer 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums zu untersuchen, um zu klären, wie diese Methode gestaltet sein muss, um optimale Ergebnisse bei der Textüberarbeitung zu erzielen.
Die Methode „Textlupe“
Es bieten sich für den Umgang mit den Textentwürfen der Schüler grundsätzlich mehrere methodische Verfahren der Überarbeitung an: Im Rahmen von „Schreibkonferenzen“ werden die Texte in Kleingruppen vorgelesen und besprochen. Die Methoden „über den Rand hinausschreiben“, „Zettellawinen“ oder „Leserbriefe“ und auch „Textlupe“ veranlassen die Schüler, schriftlich zu den zu überarbeitenden Texten Stellung zu nehmen. Eine dritte Vorgehensweise ist das Verhandeln des Textes in einer Art Rollenspiel im Rahmen einer „Pressekonferenz“ oder eines „Geschworenengerichts“.
Die „Textlupe“, die zur Methodik der schriftlichen Kommentierung gehört, ist ein Verfahren zum schrittweisen kooperativen Schreiben. Die Schüler arbeiten dabei in Kleingruppen und bekommen jeweils den Text eines Gruppenmitglieds, den sie mithilfe eines strukturierten Kommentarbogens überarbeiten sollen. Im Anschluss wird der fremde Text in der Gruppe herumgereicht, bis jedes Teammitglied seine Eindrücke, Beobachtungen und Vorschläge auf der Textlupe vermerkt hat.
Die Textlupe zeichnet sich dabei dadurch aus, dass sie die Regeln des Feedbacks einhält, indem die Schüler in der ersten Spalte dazu aufgefordert werden, den Text zunächst zu würdigen. Außerdem kann das Verfahren als intensiv und komplex beschrieben werden, da der Leser mit hoher Aufmerksamkeit und durch kontrolliertes Beurteilen eine differenzierte Rückmeldung zum Text gibt. Während dieses Prozesses wird er sogar konstruktiv tätig, indem er punktuell in die Rolle der Schreibers wechselt. Bedeutsam ist außerdem, dass durch das Rotieren der Textlupe nicht nur Text und Leser, sondern auch die Leser untereinander in schriftliche Kommunikation treten. Diese schriftlichen Kommentare stehen dem Schreiber im Anschluss an die Textlupe zur Verfügung und er setzt im Rahmen seines eigenen Überarbeitungsprozesses für ihn sinnvolle Anregungen um. Gegenüber mündlichen Rückmeldeverfahren hat die Textlupe den Vorteil, dass Überarbeitungsvorschläge auf dem Kommentarbogen festgehalten werden und dem Schreiber dauerhaft zur Verfügung stehen und so auf das individuelle Arbeitstempo der Schüler Rücksicht genommen werden kann.
1 Problemstellung und Zielsetzung: Hier werden die Relevanz der Schreibkompetenz und das Ziel der Arbeit, den Überarbeitungsprozess mittels der "Textlupe" zu untersuchen, dargelegt.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die prozessorientierte Schreibdidaktik, definiert den Begriff der Schreibkompetenz und stellt Methoden des kooperativen Schreibens sowie die Textlupe vor.
3 Evaluationskonzept und Arbeitshypothesen: Das Kapitel stellt die Hypothesen, Kriterien und Indikatoren der Studie sowie die zur Messung verwendeten Instrumente vor.
4 Konzeption der Unterrichtseinheit: Hier werden die planungsrelevanten Faktoren der Klasse und die didaktisch-methodischen Überlegungen für das Projekt beschrieben.
5 Planung, Durchführung und Auswertung der einzelnen Stunden: Dieses Kapitel dokumentiert detailliert den Ablauf, die Begründung und die Reflexion der drei Unterrichtsdoppelstunden.
6 Evaluation: Die Auswertung der aufgestellten Hypothesen anhand der erhobenen Daten wird hier analysiert und kritisch beurteilt.
7 Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Unterrichtsvorhaben.
Schreibdidaktik, Schreibkompetenz, Textlupe, Textüberarbeitung, kooperatives Schreiben, Prozessorientierung, Fabeln, Unterrichtsevaluation, Binnendifferenzierung, Metakognition, Feedbackprozesse, Schreibprozess, Wirtschaftsgymnasium, Gruppenarbeit, Lehrmethodik
Die Arbeit untersucht, wie die Methode „Textlupe“ zur Überarbeitung von Texten eingesetzt werden kann, um die Schreibkompetenz von Schülern am Wirtschaftsgymnasium gezielt zu fördern.
Zentral sind die prozessorientierte Schreibdidaktik, das kooperative Schreiben in Gruppen sowie die Differenzierung von Unterrichtsverfahren zur individuellen Leistungsförderung.
Das primäre Ziel ist es zu überprüfen, wie die Methode „Textlupe“ gestaltet sein muss, um den Schreibprozess der Schüler zu optimieren und ihnen die Bedeutung der Überarbeitung für die Textqualität zu vermitteln.
Die Arbeit basiert auf einer Unterrichtssequenz, deren Erfolg durch Fragebögen, Textanalysen (Vergleich von Entwürfen) und strukturierte Kommentarbögen evaluiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hintergründe, die Planung und Konzeption des Unterrichts, die detaillierte Darstellung und Reflexion der drei Doppelstunden sowie die abschließende Evaluation der Arbeitshypothesen.
Schreibkompetenz, Textlupe, prozessorientiertes Schreiben, kooperative Textarbeit, Binnendifferenzierung und Evaluation sind die bestimmenden Begriffe.
Die Differenzierung ermöglicht es, schwächeren Schülern durch klare Kriterien Halt zu geben, während leistungsstärkere Schüler durch komplexere Anforderungen individuell gefordert werden können.
Fabeln bieten klare, überschaubare Merkmale, die für Schüler leicht erkennbar sind und sich daher hervorragend für das strukturierte Überarbeiten innerhalb einer Unterrichtssequenz eignen.
Durch die "Textlupe" treten die Schüler untereinander in eine schriftliche Kommunikation, wodurch sie wechselseitig als Berater fungieren und beim Prüfen ihrer Texte entlastet werden.
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