Masterarbeit, 2014
149 Seiten, Note: 1,0
1. Zusammenfassung
2. Summary
3. Einleitung
3.1. Zielsetzung
3.2. Methodisches Vorgehen
3.3. Thematische Abgrenzung
3.3.1. Räumliche Abgrenzung
3.3.2. Abgrenzung hinsichtlich der Nutzung
3.4. Definitionen
3.4.1. Erneuerbare Energie
3.4.2. Biomasse
3.4.3. Biokraftstoffe und die drei Generationen
3.4.4. Nachhaltigkeit
3.4.5. Landnutzungsänderungen (LUC)
4. Status Quo in Deutschland
4.1. EU-Biokraftstoffrichtlinie
4.2. Energiesteuergesetz
4.3. Biokraftstoffquotengesetz
4.4. Zertifizierung von Biokraftstoffen
5. Gründe für die Förderung von Biokraftstoffen
5.1. Endlichkeit der fossilen Energieträger
5.2. Preisentwicklung von fossilen Kraftstoffen
5.3. Umweltschutz
6. Vergleichender Überblick über die 1. und 3. Generation
6.1. Nach wirtschaftlichen Kriterien
6.2. Nach klimarelevanten Kriterien
6.3. Nach technischen Kriterien
7. Herstellungsprozess der 2. Generation
7.1. Biomass-to-liquid (BtL)
7.2. Bioethanol aus Zellulose
7.3. Biomethan
8. Forschungsstand der 2. Generation
8.1. Ökonomische Kriterien
8.1.1. Produktionskosten
8.1.2. Skalierbarkeit
8.1.3. Wettbewerbsfähigkeit
8.1.4. Energieeffizienz
8.1.5. Arbeitsmarkteffekte
8.2. Ökologische Kriterien
8.2.1. Umweltauswirkungen der Produktionskette
8.2.1.1. Biomass-to-Liqiud
8.2.1.2. Biomethan
8.2.1.3. Bioethanol aus Zellulose
8.2.2. Gesamtpotenzial der Umweltauswirkungen
8.2.3. THG-Vermeidungskosten
8.2.4. Abgase der Biokraftstoffnutzung
8.2.5. Ressourcenschutz
8.2.6. Landnutzungsänderungen
9. Bewertung der Biokraftstoffe durch Experten
9.1. Erhebungsdesign
9.2. Kriterien
9.3. Auswertung
9.4. Graphische Darstellung
9.4.1. Ökologische Kriterien
9.4.2. Ökonomische Kriterien
9.5. Ergebnisinterpretation
10. Nutzwertanalyse
10.1. Definition
10.2. Vorgehen bei der Nutzwertanalyse
10.3. Angewandte Nutzwertanalyse
10.4. Ergebnis der Nutzwertanalyse
10.5. Sensitivitätsanalyse
10.6. Ergebnisinterpretation
11. Schlussfolgerung und Ausblick
12. Anhang
12.1. Expertenfragebogen zur Online-Befragung
12.2. Ergebnisse Fragebogen
12.3. Cluster der offenen Fragen
12.4. SPSS Variablenansicht (Screenshot)
12.5. Streudiagramm für den Ressourcenschutz am Beispiel von Biomethan
12.6. Histogramm mit Häufigkeitsverteilung für das Kriterium Ressourcenschutz
12.7. Angewandte Nutzwertanalyse (Extremfall: ökonomische Gewichtung)
12.8. Angewandte Nutzwertanalyse (Extremfall: ökologische Gewichtung)
13. Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht das ökonomische und ökologische Potenzial von Biokraftstoffen der 2. Generation, um deren Zukunftsfähigkeit in Deutschland zu bewerten und politische Handlungsempfehlungen abzuleiten. Dabei stehen der Vergleich zur 1. Generation sowie die Einbeziehung der 3. Generation (Mikroalgen) im Vordergrund.
8.1.1. Produktionskosten
Die Kosten für die Nutzung von Bioenergie sind verglichen mit den Kosten der fossilen Energieträger wesentlich teurer. Bei der Berücksichtigung von externen Kosten, schneidet die Bioenergie besser ab. Externe Kosten sind die Kosten, die nicht über den Markt erfasst werden und Auswirkungen auf unbeteiligte Dritte haben. Da diese Externalitäten nicht über den Markt gehandelt werden, existiert auch kein Marktpreis, wodurch die Kosten von dem Verursacher nicht getragen werden können. Eine Möglichkeit, um die Preise darzustellen und somit die Kosten zu kompensieren, ist das Prinzip der Internalisierung. Dabei muss für die externen Effekte ein Preis festgesetzt oder Pigou-Steuern gezahlt werden (Brysch, S., 2008).
Da Biomass-to-Liquid (BtL) noch nicht am Markt erhältlich ist und somit noch keine Skaleneffekte generiert werden können, ist es schwer die genauen Kosten zu monetarisieren. Weiterhin ist die steuerliche Förderung durch den Staat ab 2015 noch unklar. Insgesamt geht hervor, dass primär die Bereitstellungskosten und das Mengenpotenzial einen erheblichen Einfluss auf die Produktionskostenstruktur haben. In der Literatur ist eine große Diskrepanz zwischen den Produktionskosten ersichtlich. Die Spannweite liegt etwa zwischen 0,5 €/l bis 1,50 €/l (Puls, T., 2006).
Bei dem Kraftstoff BtL wurde festgestellt, dass das Verfahren von Flugstromvergaser in Kombination mit der Fischer-Tropsch-Synthese am günstigsten ausfällt. Durch dieses Verfahren können bei der BtL-Herstellung die Kosten auf etwa 88 Cent/l reduziert werden. Mit Hilfe von größeren Anlagen und weiteren Optimierungspotenzialen können die Kosten auf etwa 80 Cent/l gesenkt werden. Zum Vergleich kann bei der 1. Generation von Biokraftstoffen keine weitere Kostensenkung erreicht werden, da der größte Kostenblock von der Rohstoffbasis abhängt (Brand-Schock, R., 2010). Des Weiteren lässt sich erkennen, dass insbesondere die komplexe Konversionstechnologie sich kostensteigernd auswirkt.
1. Zusammenfassung: Ein kurzer Überblick über die Relevanz von Biokraftstoffen der 2. Generation, die Methodik der Expertenbefragung sowie die zentralen Untersuchungsergebnisse.
2. Summary: Die englischsprachige Kurzfassung der zentralen Thesen und Ergebnisse der Arbeit.
3. Einleitung: Hinführung zum Thema Biokraftstoffe, Definition der drei Generationen und Darlegung der Notwendigkeit alternativer Energiequellen.
4. Status Quo in Deutschland: Darstellung der aktuellen politischen Rahmenbedingungen, gesetzlichen Regelungen wie der Biokraftstoffquote und Zertifizierungssystemen.
5. Gründe für die Förderung von Biokraftstoffen: Analyse der Treiber für Biokraftstoffe, insbesondere die Endlichkeit fossiler Ressourcen und die Notwendigkeit des Klimaschutzes.
6. Vergleichender Überblick über die 1. und 3. Generation: Gegenüberstellung der technologischen und wirtschaftlichen Merkmale von Biokraftstoffen der 1. und 3. Generation.
7. Herstellungsprozess der 2. Generation: Detaillierte technische Beschreibung der Produktionspfade für BtL, Bioethanol aus Zellulose und Biomethan.
8. Forschungsstand der 2. Generation: Umfassende Untersuchung der ökonomischen und ökologischen Kriterien basierend auf dem aktuellen Stand der Forschung und Expertenmeinungen.
9. Bewertung der Biokraftstoffe durch Experten: Beschreibung des Erhebungsdesigns und der Auswertungsmethodik der Expertenbefragung.
10. Nutzwertanalyse: Erläuterung und Anwendung der Nutzwertanalyse zur Gewichtung und Rangfolgebestimmung der Biokraftstoffe inklusive Sensitivitätsanalyse.
11. Schlussfolgerung und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Identifikation zukünftiger Forschungsbedarfe.
Biokraftstoffe, 2. Generation, Biomasse, BtL, Biomethan, Bioethanol, Nutzwertanalyse, Expertenbefragung, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Energiewende, Produktionskosten, Landnutzungsänderung, iLUC, Zertifizierung.
Die Master-Thesis beschäftigt sich mit der Analyse der ökonomischen und ökologischen Potenziale von Biokraftstoffen der 2. Generation im Vergleich zur 1. und 3. Generation in Deutschland.
Zentrale Themen sind die Produktionsverfahren der 2. Generation, die politische Unterstützung durch Gesetze und Zertifizierungen sowie eine vergleichende Bewertung hinsichtlich Nachhaltigkeit und Marktfähigkeit.
Das Ziel ist es, auf Basis einer Literaturanalyse und einer Expertenbefragung zu ermitteln, welcher Biokraftstoff der 2. Generation das größte Potenzial für eine stärkere politische Förderung bietet.
Neben einer literaturbasierten Analyse wird eine Expertenbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse in eine Nutzwertanalyse einfließen, um die Biokraftstoffe ordinal zu staffeln.
Der Hauptteil behandelt den Stand der Forschung zu ökonomischen (Kosten, Skalierbarkeit) und ökologischen Kriterien (THG-Reduktion, Ressourcenschutz) und deren Anwendung in einer Nutzwertanalyse.
Wichtige Begriffe sind Biokraftstoffe der 2. Generation, BtL, Biomethan, Nachhaltigkeit, Nutzwertanalyse, Expertenbefragung und Landnutzungsänderungen.
Biomethan schneidet sowohl unter ökonomischen als auch unter ökologischen Gesichtspunkten in der Expertenbewertung konsistent am besten ab und kann zudem in die bestehende Erdgasinfrastruktur eingespeist werden.
Mikroalgen werden in die Untersuchung integriert, um den zukünftigen Trend der Biokraftstoffentwicklung darzustellen, obwohl sie derzeit noch hohe Produktionskosten aufweisen.
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