Masterarbeit, 2013
129 Seiten, Note: 2,7
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit und Vorgehensweise
1.2 Definition und begriffliche Abgrenzung
1.2.1 Altersvorsorge
1.2.2 Jungakademiker
1.2.3 Einstellung
2 Altersvorsorge
2.1 Klassifizierung von Altersvorsorge
2.1.1 Einordnung in den privaten Lebenszyklus
2.1.2 Einordnung in den volkswirtschaftlichen Kontext
2.2 Bestandteile der Altersvorsorgesysteme in Deutschland
2.2.1 Gesetzliche Alterssicherung
2.2.2 Betriebliche Altersversorgung
2.2.3 Privatwirtschaftliches Kapitaldeckungsverfahren
2.2.4 Ziele und Motive bei der privaten Altersvorsorge
2.3 Aktuelle Veränderungen gesellschaftlicher Rahmenbedingen und Einflussfaktoren der Altersvorsorge
2.3.1 Wertewandel der Kunden
2.3.2 Demographischer Wandel
2.3.3 Staatliche Förderung
2.3.4 Substitut Immobilie
3 Charakteristika von Jungakademikern
3.1 Kundensegment Jungakademiker
3.1.1 Studentenzahl
3.1.2 Prognose der Absolventenzahl
3.2 Arbeitsmarkt für Akademiker
3.2.1 Entwicklung des Arbeitsmarktes für Akademiker
3.2.2 Berufsaussichten
3.3 Einkommenssituation von Jungakademikern
3.3.1 Einstiegsgehälter
3.3.2 Gehaltsentwicklung
3.4 Bedarf an Altersvorsorge der akademischen Zielgruppe
3.4.1 Bedarfsanalyse während der Erwerbstätigkeit
3.4.2 Bedarfsanalyse nach Beendigung der Erwerbstätigkeit
4 Empirische Analyse
4.1 Stand der Forschung
4.2 Hypothesen
4.3 Forschungsdesign
4.3.1 Wahl der Methode
4.3.2 Vor und Nachteile der Online-Befragung
4.4 Konzeption des Fragebogens
4.5 Ergebnisse / Testung der Hypothesen
5 Zusammenfassung und Fazit
Ziel dieser Masterarbeit ist die wissenschaftliche Untersuchung der Einstellungen von Jungakademikern zur individuellen Planung ihrer Altersvorsorge. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie diese junge Zielgruppe die Notwendigkeit der privaten Vorsorge bewertet und welche Strategien sie zur Schließung der Versorgungslücke anwendet.
1 Einleitung
Für Versicherer und insbesondere für Vertriebe bietet die Zielgruppe Jungakademiker ein interessantes Kundensegment. Überdurchschnittliche Einstiegsgehälter und Gehaltsentwicklungen können perspektivisch zu ertragreichen Kundenbeziehungen mit hohem Kundenwert führen.
Das staatliche Rentensystem bot den Deutschen bislang ausreichend Sicherheit im Alter. Aufgebaut auf drei divergenten Schichten, der gesetzlichen Rente, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Rente, leistete es den Rentnern und Rentnerinnen eine ausreichende Versorgung im Alter. In den letzten Jahren kamen jedoch Zweifel an dem einst soliden System der gesetzlichen Rente aufgrund demographischer und steuerlichen Veränderungen auf. Beispielhaft hierfür ist das stetig sinkende Rentenniveau. Lag die durchschnittliche Netto-Standardrente 1985 mit 45 Versicherungsjahren bei 57,4%, so lag sie bereits 2012 nur noch bei 49,6%. Bis 2030 wird sogar ein Absinken des Sicherungsniveaus vor Steuer auf 43% prognostiziert. Steuerliche Veränderungen, wie die Einführung des Alterseinkünftegesetzes im Jahr 2005, Effekte des demografischen Wandels sowie ein einsetzender Wechsel in der Wertevorstellung der jüngeren Bevölkerungsschichten werden das Gesicht der Altersvorsorge in Zukunft stark verändern.
Diese heranwachsende Generation stellt für die Versicherungsunternehmen die zukünftige Kundenbasis dar. Vor allem junge Akademiker, die im Verlauf ihrer beruflichen Karriere oft als leitende Angestellte, Freiberufler oder Unternehmer überdurchschnittliche Einkommen erzielen, avancieren zu den umworbenen Neukunden. Welche Gedanken und Meinungen haben junge Akademiker in der aktuellen Zeit über Altersvorsorge? Wie gehen sie die individuelle Planung ihrer Alterssicherung an? Auf diese wichtigen Fragestellungen soll meine Arbeit Antworten finden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Zielgruppe Jungakademiker für die Versicherungswirtschaft ein und formuliert das Ziel der Arbeit, deren Einstellung zur Altersvorsorge zu untersuchen.
2 Altersvorsorge: Das Kapitel erläutert die Grundlagen der Alterssicherung, bestehend aus der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Säule, sowie aktuelle gesellschaftliche und steuerliche Rahmenbedingungen.
3 Charakteristika von Jungakademikern: Hier werden die demografischen und wirtschaftlichen Merkmale der Zielgruppe, wie Bildungsabschlüsse, Arbeitsmarktchancen und Einkommenssituation, detailliert analysiert.
4 Empirische Analyse: Dieser Teil präsentiert das Forschungsdesign einer Online-Befragung sowie die gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse aus der Testung der aufgestellten Hypothesen.
5 Zusammenfassung und Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Rolle der Eigenverantwortung für die Altersvorsorge zukünftiger Generationen.
Altersvorsorge, Jungakademiker, Rentensystem, private Altersvorsorge, betriebliche Altersvorsorge, demografischer Wandel, Altersarmut, Vorsorgeaufwendungen, empirische Analyse, Finanzdienstleistung, Lebenszyklushypothese, Einkommenssituation, Absolventen, Beratungsbedarf, Anlageentscheidung.
Die Arbeit untersucht die Einstellung und das Vorsorgeverhalten von Jungakademikern in Bezug auf ihre individuelle Altersvorsorge vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Rentensystems.
Zentrale Felder sind die Klassifizierung der Altersvorsorgesysteme, die Besonderheiten der Zielgruppe Jungakademiker sowie die empirische Analyse ihres Informations- und Abschlussverhaltens.
Das Hauptziel besteht darin zu klären, wie junge Akademiker die Notwendigkeit privater Vorsorge wahrnehmen und welche Einflussfaktoren ihre konkrete Planung zur Alterssicherung steuern.
Der Autor führt eine quantitative Primärerhebung durch, bei der 195 Jungakademiker mittels eines standardisierten Online-Fragebogens zu ihren Einstellungen und Verhaltensweisen befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Alterssicherungssysteme, eine Analyse der sozioökonomischen Lage von Akademikern und eine empirische Studie zur Vorsorgementalität.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Altersvorsorge, demografischer Wandel, Rentenniveau, Eigenverantwortung und Abschlussverhalten beschreiben.
Die Studie zeigt, dass Altersvorsorge für viele zwar ein präsentes Thema ist, aber aufgrund der Komplexität der Produkte und der späten beruflichen Etablierung oft erst zeitversetzt und nach individueller Beratung aktiv angegangen wird.
Die empirischen Ergebnisse verdeutlichen, dass neben klassischen Lebensversicherungen die eigene Immobilie als Baustein zur Altersvorsorge, insbesondere bei Jungakademikern mit Familiengründungswunsch, eine hohe Akzeptanz und Bedeutung genießt.
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