Masterarbeit, 2014
71 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Principal-Agent-Theorie
2.1 Grundlagen
2.2 Moral Hazard
2.3 Adverse Selektion
2.4 Hidden Information
3 Dynamische Modelle der Principal-Agent-Theorie
3.1 Notwendigkeit
3.2 Modelle mit Moral Hazard
3.3 Modelle mit Moral Hazard und Adverser Selektion
3.3.1 Ansatz nach Cvitanic, Wan und Yang
3.3.1.1 Annahmen
3.3.1.2 Das Modell
3.3.1.3 Beurteilung
3.3.2 Ansatz nach Cvitanic und Zhang
3.3.2.1 Annahmen
3.3.2.2 Das Modell
3.3.2.3 Beurteilung
3.4 Modelle mit Moral Hazard und Hidden Information
3.4.1 Ansatz nach Garrett und Pavan
3.4.1.1 Annahmen
3.4.1.2 Das Modell
3.4.1.3 Beurteilung
3.4.2 Ansatz nach He, Wei und Yu
3.4.2.1 Annahmen
3.4.2.2 Das Modell
3.4.2.3 Beurteilung
3.5 Modelle mit Moral Hazard, Adverser Selektion und Hidden Information
3.5.1 Ansatz nach Gershkov und Perry
3.5.1.1 Annahmen
3.5.1.2 Das Modell
3.5.1.3 Beurteilung
3.5.2 Ansatz nach Halac, Kartik und Liu
3.5.2.1 Annahmen
3.5.2.2 Das Modell
3.5.2.3 Beurteilung
3.6 Vergleich der Modelle
4 Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen imperfekter Informationen in dynamischen Principal-Agent-Modellen. Das primäre Ziel besteht darin, die theoretischen Konsequenzen einer kombinierten Betrachtung von Moral Hazard, Adverser Selektion und Hidden Information über mehrere Zeitperioden hinweg zu analysieren und die Bedeutung einer dynamischen Perspektive gegenüber statischen Einperioden-Modellen aufzuzeigen.
3.3.1.2 Das Modell
Der Fortführungsnutzen ist der zukünftig erwartete Nutzen des Agenten. Diese Variable tritt mit zweifacher Bedeutung auf: Es gibt den Fortführungsnutzen des guten Agenten und den Fortführungsnutzen des schlechten Agenten. Somit begleiten zwei wichtige Zustandsvariablen dieses Modell.
Zunächst wird ein Benchmark Fall betrachtet, weshalb Adverse Selektion vorerst ausgeblendet ist. Der Typ θi des Agenten ist dem Prinzipal somit bekannt. Der Fortführungswert des Agenten beträgt: Wit = δEt {∫ e^(-δ (m - t)) [θi uA(sim) - c(aim)] dm}, i = g,b.
Dabei ist δ der Zins, mit dem der Agent und der Prinzipal ihren Nutzen beziehungsweise ihren Gewinn diskontieren. Die Variable m stellt einen weiteren Zeitpunkt dar, mit m ≥ t. Relevant in diesem Modell sind die mögliche Menge V und die zuverlässige Menge Q, wobei sich ausschließlich in diesen Bereichen Lösungen des optimalen Vertrages befinden. Die Menge V enthält die Auszahlungspaare (Wg,Wb) des guten und des schlechten Agenten.
1 Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Problematik imperfekter Informationen in der Vertragstheorie und begründet die Notwendigkeit, Moral Hazard und Adverse Selektion in einem dynamischen, mehrperiodigen Kontext zu betrachten.
2 Principal-Agent-Theorie: Dieses Kapitel vermittelt die theoretischen Grundlagen und definiert die zentralen Anreizprobleme Moral Hazard, Adverse Selektion sowie Hidden Information innerhalb von Vertragsbeziehungen.
3 Dynamische Modelle der Principal-Agent-Theorie: Das Kernkapitel der Arbeit analysiert und vergleicht sechs spezifische dynamische Modelle, die unterschiedliche Kombinationen der Anreizprobleme behandeln, und diskutiert deren mathematische Ansätze sowie Ergebnisse.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, hebt die Wichtigkeit der dynamischen Betrachtung für realitätsnahe Vertragsszenarien hervor und reflektiert die Stärken und Schwächen der untersuchten Modellansätze.
Principal-Agent-Theorie, Moral Hazard, Adverse Selektion, Hidden Information, Dynamische Modelle, Vertragstheorie, Fortführungsnutzen, Anreizkompatibilität, Informationsrente, Screening, Shutdown-Verträge, Zeitstetigkeit, Risikoaversion, Ergebnismaximierung, Agent.
Die Arbeit analysiert die theoretischen Auswirkungen imperfekter Informationen (insbesondere Moral Hazard, Adverse Selektion und Hidden Information) in dynamischen Principal-Agent-Modellen über mehrere Zeitperioden.
Die zentralen Felder sind die Vertragstheorie, die Gestaltung optimaler Anreize bei Informationsasymmetrie und die Überführung statischer Einperioden-Modelle in eine dynamische Betrachtungsweise.
Die Forschungsfrage lautet, wie sich optimale Verträge verändern, wenn Moral Hazard und Adverse Selektion gleichzeitig betrachtet werden und welche spezifischen Implikationen die dynamische Zeitperspektive für die Vertragsgestaltung hat.
Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und den systematischen Vergleich von sechs ausgewählten, zeitstetigen bzw. zeitdiskreten mathematischen Modellen der Principal-Agent-Theorie.
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einleitung sechs Modelle detailliert vorgestellt, hinsichtlich ihrer Annahmen und Ergebnisse bewertet und anschließend in einer vergleichenden Synopse gegenübergestellt.
Die wichtigsten Begriffe sind Principal-Agent-Theorie, Moral Hazard, Adverse Selektion, Dynamische Modelle, Informationsrente und Anreizkompatibilität.
Bei Shutdown-Verträgen wird ein Agententyp (meist der schlechtere) aus dem Vertrag ausgeschlossen, während bei Screening-Verträgen dem Agenten ein Menü von Optionen angeboten wird, um ihn zur Selbstselektion seines Typs zu bewegen.
Die Unterscheidung ist für die Modellierung entscheidend, da es bei Hidden Characteristics um verborgene, ex-ante gegebene Eigenschaften geht, während Hidden Information auf nach Vertragsabschluss entstandene Informationsvorteile des Agenten abzielt.
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