Masterarbeit, 2013
76 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Einführung in die aufsichtsrechtlichen Grundlagen
2.1 Geschäftsmodelle von Versicherungen, Banken und daraus resultierende Risiken
2.1.1 Funktion und Geschäftsmodell von Versicherungen
2.1.2 Funktion und Geschäftsmodell von Banken
2.1.3 Risiken, die sich aus den Geschäftsmodellen von Banken und Versicherungen ergeben
2.2 Zielsetzung, Entwicklung und Aufbau von Solvency II
2.2.1 Zielsetzung und Anwendungsbereich von Solvency II
2.2.2 Implementierung von Solvency II durch das Lamfalussy Verfahren
2.2.3 Der Aufbau von Solvency II als Drei-Säulen-Ansatz
2.3 Systematisierung der Baseler Akkorde mit besonderem Blick auf die Neuerungen durch Basel III
2.3.1 Die Entstehung der Baseler Akkorde und die Umsetzung innerhalb der Europäischen Union
2.3.2 Ziel eines stabileren Bankensektors – die Basel III Reform als Lehre aus der Finanzmarktkrise
2.3.3 Zusätzliche Anforderungen durch Einführung neuer Liquiditätskennzahlen mit Basel III
3 Beschreibung der Eigenkapitalanforderungen durch Solvency II und Basel III
3.1 Solvency II: Solvenzkapitalanforderungen und Bestandteile der Eigenmittel
3.1.1 Die Solvenzkapitalanforderungen und daraus resultierende Mindest-Risikokapitalanforderungen
3.1.2 Darstellung des Markrisikomoduls in der Zusammensetzung seiner Untermodule
3.1.3 Die Berechnung der Kapitalanforderungen für operationelle Risiken nach den Vorschriften von Solvency II
3.1.4 Bestandteile der Eigenmittel nach Solvency II
3.2 Basel III: Betrachtung der Mindestkapitalanforderungen und der Eigenkapitalkomponenten
3.2.1 Mindestkapitalanforderungen nach Basel III
3.2.2 Berechnung der Kapitalanforderungen der Marktrisiken
3.2.3 Berechnung der Kapitalanforderungen für das operationelle Risiko
3.2.4 Komponenten des Eigenkapitals und zu erfüllende Eigenkapitalquoten nach Basel III
4 Vergleich und Auswirkungen der Mindesteigenkapitalanforderungen nach Solvency II und Basel III
4.1 Vergleich der Mindesteigenkapitalanforderungen nach Solvency II und Basel III
4.1.1 Vergleich der Kapitalanforderungen im Bezug auf Anleihen, Aktien und Immobilien
4.1.2 Vergleich der Kapitalanforderungen für das operationelle Risiko und das Währungsrisiko
4.1.3 Vergleich der Anforderungen an die Komponenten der Eigenmittel
4.1.4 Vergleich der Mindesteigenkapitalanforderungen
4.2 Kritik an den Standardansätzen von Solvency II und Basel III und mögliche Auswirkungen
4.2.1 Solvency II: Kritik und mögliche Auswirkungen
4.2.2 Basel III: Kritik und mögliche Auswirkungen
4.2.3 Mögliche Auswirkungen auf die Geschäftspraxis von Banken und Versicherungen
4.2.4 Grenzen der Regulierung und Lösungsansätze
5 Fazit
Diese Masterarbeit zielt darauf ab, einen systematischen Vergleich der Eigenkapitalvorschriften für Versicherungsunternehmen (Solvency II) und Banken (Basel III) zu ziehen, insbesondere im Hinblick auf deren Standardansätze der ersten Säule. Dabei soll analysiert werden, wie beide Aufsichtsregime mit identischen Risiken umgehen und welche Auswirkungen die jeweiligen Anforderungen auf die Geschäftspraxis und die zukünftige Zusammenarbeit dieser beiden Finanzsektoren haben.
3.1.1 Die Solvenzkapitalanforderungen und daraus resultierende Mindest-Risikokapitalanforderungen
Die aus der Geschäftstätigkeit eines Versicherungsunternehmens entstehenden Risiken (s. Kap. 2.1.3) sollen ganzheitlich erfasst werden. Es werden alle wesentlichen Risiken der Aktiv- wie auch der Passivseite zu Marktwerten bewertet und zu einem integrierten Modell zusammengeführt, Ausgangspunkt ist die Solvenzbilanz.98 Die quantitativen Anforderungen zur Absicherung des Versicherungsunternehmens ergeben sich durch den Quotienten von Eigenmitteln und Solvenzkapitalanforderungen, der größer oder gleich 100% sein muss.99
Die Solvenzkapitalanforderungen (Solvency Capital Requierement, SCR) werden auf Basis eines Zeithorizonts von zwölf Monaten, sowohl für laufende, als auch für erwartete Geschäftstätigkeit berechnet. Aus laufenden Geschäften werden nur unerwartete Verluste gedeckt. Sie entspricht dem Value-at-Risk (VaR) der Basiseigenmittel zu einem Konfidenzniveau von 99,5% über den Zeitraum eines Jahres auf dieser ist der Standardansatz kalibriert.
Sollten die Solvenzkapitalanforderungen unterschritten werden oder die Unterschreitung innerhalb der nächsten drei Monate drohen, ist die Aufsicht zu unterrichten.100 Innerhalb der nächsten zwei Monate muss das Versicherungsunternehmen einen realistischen Sanierungsplan zur Wiederherstellung gesunder Finanzverhältnisse zur Genehmigung vorlegen.101 Innerhalb von sechs Monaten nach Feststellung der Unterdeckung sollte das Unternehmen die Solvenzkapitalanforderungen wieder erfüllen.102
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit einer verbesserten Finanzmarktregulierung nach der Krise 2007 und definiert das Ziel der Arbeit, die Standardansätze von Solvency II und Basel III zu vergleichen.
2 Einführung in die aufsichtsrechtlichen Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert die unterschiedlichen Geschäftsmodelle von Banken und Versicherungen, die daraus resultierenden Risiken und den Aufbau der regulatorischen Rahmenwerke.
3 Beschreibung der Eigenkapitalanforderungen durch Solvency II und Basel III: Hier werden die spezifischen Berechnungsmethoden der Eigenkapitalanforderungen und die Anforderungen an die Eigenkapitalkomponenten detailliert dargestellt.
4 Vergleich und Auswirkungen der Mindesteigenkapitalanforderungen nach Solvency II und Basel III: Dieser Hauptteil vergleicht die Ansätze bei verschiedenen Anlageklassen, analysiert die Auswirkungen auf das Anlageverhalten und übt Kritik an der regulatorischen Ausgestaltung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert mögliche zukünftige Entwicklungen hinsichtlich der Harmonisierung und der Auswirkungen auf die Finanzmärkte.
Solvency II, Basel III, Eigenkapitalanforderungen, Risikomanagement, Standardansatz, Marktrisiko, Kreditrisiko, Operationelles Risiko, Versicherungsaufsicht, Bankenaufsicht, Eigenmittel, Liquiditätskennzahlen, Finanzmarktkrise, Regulatorische Arbitrage, Kapitalanlagerisiko.
Die Arbeit untersucht die regulatorischen Eigenkapitalvorschriften für Banken (Basel III) und Versicherungen (Solvency II) und vergleicht, wie diese unterschiedlichen Aufsichtsregime mit den spezifischen Risiken ihrer jeweiligen Geschäftsmodelle umgehen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die quantitative Unterlegung von Risiken, die Eigenkapitalkomponenten, das Risikomanagement in beiden Sektoren sowie die Auswirkungen der neuen Regeln auf die Anlagestrategien und die Zusammenarbeit zwischen Banken und Versicherungen.
Das primäre Ziel ist es, einen Überblick und einen direkten Vergleich der geplanten Standards, insbesondere der Standardansätze der ersten Säule, zu geben, um deren Auswirkungen auf die Geschäftspraxis zu analysieren.
Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse der regulatorischen Rahmenwerke (Solvency II Richtlinie vs. Basel III Akkorde) sowie eine Literaturanalyse und Fallbeispiele anhand eines stilisierten Marktportfolios, um die unterschiedlichen Kapitalbelastungen zu verdeutlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Berechnungsmethoden für Solvenzkapital bei Versicherern und Mindestkapital bei Banken sowie in den anschließenden Vergleich der Anforderungen für Anleihen, Aktien, Immobilien und operationelle Risiken.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Solvency II, Basel III, regulatorische Eigenmittel, Marktrisiko, Kreditrisiko, Kapitalanlagerisiko und die interdisziplinäre Betrachtung von Finanzmarktstabilität geprägt.
Während Immobilien bei Banken je nach Einordnung in das Handels- oder Anlagebuch behandelt werden, unterliegen sie bei Versicherungen (Solvency II) einem pauschalen Stressfaktor von 25% auf den Marktwert, was in der Praxis oft zu unterschiedlichen Kapitalanforderungen führt.
Die Arbeit diskutiert, dass aufgrund der unterschiedlichen regulatorischen Behandlung von identischen Risiken Anreize für Finanzinstitute entstehen könnten, ihr Portfolio oder ihre Geschäftskonstruktionen so zu wählen, dass sie von einer vorteilhafteren Eigenkapitalbehandlung profitieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

