Bachelorarbeit, 2014
70 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
2 Der Rückkehrprozess aus Sicht der Forschungsliteratur
2.1 Einordnung in den Gesamtzusammenhang: Grundlagen des Expatriate-Managements
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.2 Bedeutung der Entsendung und Reintegration
2.1.3 Entsendungsformen
2.2 Ablauf des Rückkehrprozesses
2.2.1 Einordnung der Rückkehr als Prozess
2.2.2 Theoretische Modelle der Reintegration zur Durchdringung der Rückkehrproblematik
2.2.3 Zu bewältigende Probleme innerhalb der Reintegration
2.2.3.1 Berufliche Reintegrationsprobleme
2.2.3.2 Organisationale Reintegrationsprobleme
2.2.3.3 Soziale Reintegrationsprobleme
2.2.3.4 Soziokulturelle Reintegrationsprobleme
2.3 Möglichkeiten zur erfolgreichen Gestaltung der Reintegration
2.3.1 Ansätze zur Umgehung der Reintegrationsproblematik
2.3.2 Ansätze zur Lösung der Reintegrationsproblematik
2.4 Zwischenfazit der Literaturergebnisse
3 Empirische Untersuchung: Der Rückkehrprozess aus Sicht von Repatriates
3.1 Methodik
3.2 Vorstellung der Befragten und deren individuelle Rückkehrerfahrung
3.3 Zwischenfazit der empirischen Untersuchungsergebnisse
4 Gegenüberstellung der Ergebnisse aus Literatur und Praxis
Die Arbeit untersucht den Rückkehrprozess von Expatriates in deutschen Großunternehmen, um zu verstehen, ob und mit welchen beruflichen, persönlichen und soziokulturellen Reintegrationsproblemen Rückkehrer konfrontiert werden und wie Unternehmen diesen Prozess strategisch begleiten können.
2.2.3.1 Berufliche Reintegrationsprobleme
Ein oft genannter Grund ins Ausland zu gehen ist die Hoffnung auf einen Karrieresprung (vgl. Adler 1997: 245). Dennoch versprechen Unternehmen keine explizite Position für die Zeit nach dem Auslandsaufenthalt und garantieren damit auch keinen Karrieresprung. In der GMAC Umfrage von 2004 gaben 68% der befragten Unternehmen an, überhaupt kein Rückkehrpositionsversprechen abzugeben (vgl. Dowling et al. 2008: 188).
Daher besteht vor der Rückreise die Angst, keine der Auslandsposition angemessene Stelle zu finden (vgl. Fritz 1984: 121). Schließlich sind viele Repatriates unzufrieden mit der Position, die ihnen nach dem Auslandseinsatz zugeteilt wird. Diese Schwierigkeiten nehmen zu, je höher der Rückkehrer in der Hierarchie steht. Letztlich finden sich viele Repatriates in einer Warteschleifenposition wieder oder in einer Position mit deutlich weniger Autorität als im Ausland (vgl. Suutari/Brewster 2003: 1133).
Als Ursache für diese kurzfristige Personalplanung lässt sich an der dynamischeren geworden Umwelt der Unternehmen festmachen. Die Stellenplanung für Entsandte beginnt demnach erst kurz vor der Rückkehr. Durch organisatorische Veränderungen wie Downsizing, Outsourcing oder Fusionen, die viele Unternehmen durchleben, stehen immer weniger attraktive Rückkehrpositionen zur Verfügung (vgl. Kühlmann 2004: 95). Zudem sind die Kompetenzen des Entsandten, die er im Ausland erworben hat, schwer einzuschätzen, falls kein regelmäßiger Kontakt mit der Zentrale bestand.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet die strategische Relevanz der Entsendung und kritisiert die oft vernachlässigte, jedoch risikoreiche Phase der Reintegration in deutschen Unternehmen.
2 Der Rückkehrprozess aus Sicht der Forschungsliteratur: Dieses Kapitel definiert Grundlagen des Expatriate-Managements, erläutert Reintegrationsmodelle und analysiert spezifische berufliche, soziale sowie soziokulturelle Problemfelder bei der Rückkehr.
3 Empirische Untersuchung: Der Rückkehrprozess aus Sicht von Repatriates: Hier werden vier qualitative Interviews mit zurückgekehrten Führungskräften analysiert, um deren individuelle Erfahrungen und die Unterstützung durch ihre Unternehmen darzustellen.
4 Gegenüberstellung der Ergebnisse aus Literatur und Praxis: Das abschließende Kapitel gleicht die theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Daten ab und stellt fest, dass in der Praxis oft kein strategischer Prozess für die Reintegration existiert.
Expatriates, Reintegration, Repatriierung, Wiedereingliederung, Rückkehrschock, Personalmanagement, Auslandseinsatz, Unternehmenskultur, Karrieremanagement, Wissenstransfer, Erfahrungssicherung, Expatriate-Management, Mentorenprogramm, Rückkehrgarantie
Die Arbeit befasst sich mit dem Reintegrationsprozess von Expatriates, die nach einem längerfristigen Auslandseinsatz in ihre deutschen Mutterunternehmen zurückkehren.
Zentrale Themen sind die Herausforderungen bei der beruflichen und privaten Wiedereingliederung, die Bedeutung von Erwartungsmanagement sowie die Rolle strategischer Unternehmensbegleitung.
Ziel ist es zu erfassen, mit welchen Problemen Rückkehrer konfrontiert werden und inwiefern theoretische Lösungsansätze tatsächlich Anwendung in der Praxis deutscher Großunternehmen finden.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie eine empirische Untersuchung in Form von vier Leitfaden- und narrativen Interviews mit Repatriates.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Durchdringung der Rückkehrproblematik (u.a. Phasenmodelle) und eine empirische Erhebung, die individuelle Rückkehrerfahrungen und die Rolle von Personalentwicklungsmaßnahmen untersucht.
Die wichtigsten Begriffe sind Reintegration, Repatriierung, Expatriate-Management, Rückkehrschock und Wissenstransfer.
Die Unterstützung wird oft als rein administrativ und logistisch (z.B. Umzug) beschrieben, während eine strategische Karriereplanung oder systematischer Wissenstransfer in den meisten Fällen fehlen.
Die Interviews zeigen, dass ein erfolgreicher Rückkehrprozess häufig stark von der Eigeninitiative des Expatriates abhängt, etwa bei der frühzeitigen Suche nach einer Anschlussstelle.
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