Diplomarbeit, 2004
79 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Mittelständische Unternehmen in Deutschland
2.1 Begrifflichkeiten und Kennzahlen
2.2 Managementstrukturen
2.3 Kapitalausstattung
2.4 Produktseite
2.5 Absatzmärkte, Partner und Abhängigkeiten
3. Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung
3.1 Empfehlungen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht
3.1.1 Eigenkapitalhinterlegung nach Basel I
3.1.2 Eigenkapitalhinterlegung nach Basel II
3.2 Rating
3.2.1 Definition
3.2.2 Ratingarten
3.2.2.1 externes Rating
3.2.2.2 internes Rating
3.2.3 Bestandteile des Ratings
3.2.3.1 Hard facts
3.2.3.2 Soft facts
4. Anforderungen und Reaktionen der mittelständischen Unternehmen
4.1 Stellenwert des Ratings
4.1.1 Kreditinstitute
4.1.2 Unternehmen
4.2 Verbesserung des Ratings
4.2.1 Hard facts
4.2.1.1 Kapital und Vermögen
4.2.1.2 Liquidität
4.2.1.3 Rentabilität
4.2.1.4 Etablierung Controlling
4.2.2 Soft facts
4.2.2.1 Managementqualifikation und –strukturen
4.2.2.2 Personalführung und –politik
4.2.2.3 Nachwuchsregelung und Unternehmensnachfolge
4.2.2.4 Controlling und Risikomanagement
4.2.2.5 Strategische Positionierung, Markt und Wettbewerb
4.2.2.5.1 Markt und Branchenentwicklung
4.2.2.5.2 Kundenstamm und Vertriebsstrategie
4.2.2.5.3 Produkt- und Sortimentspolitik
4.2.3 Unternehmensfinanzierung
4.2.3.1 Planung des Kapitalbedarfs
4.2.3.2 Finanzplanung
4.2.3.3 Finanzierungsarten
4.2.3.3.1 Innenfinanzierung
4.2.3.3.2 Außenfinanzierung
4.2.3.3.3 alternative Finanzierungen
4.3 Darstellung des Unternehmens
4.3.1 deutsche Bilanzierungsform
4.3.2 internationale Bilanzierungsform
4.4 Hilfestellungen der Politik
4.4.1 KfW Mittelstandsbank
4.4.2 Fördermöglichkeiten
5. Fazit und Ausblick
Die Diplomarbeit untersucht den Umgang mittelständischer Unternehmen (KMU) mit den neuen Anforderungen der Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II). Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine gezielte Marktorientierung und strategische Unternehmensplanung ihr Rating verbessern und somit langfristig ihre Finanzierungsfähigkeit unter den sich wandelnden Bedingungen sicherstellen können.
3.2.3.1 Hard facts
Zu den hard facts zählen Kennzahlen zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Informationen dazu erhält das Kreditinstitut aus der Gewinn- und Verlustrechnung (Analyse der Aufwendungen und Erträge aus dem eigentlichen Unternehmenszweck) sowie aus der Bilanz (Vermögen und Kapital zu einem bestimmten Stichtag) des Unternehmens. Die Bilanz enthält Aussagen zum Eigenkapital, der Struktur und Werthaltigkeit des Vermögens, der Finanzstruktur, der Liquidität, dem Verschuldungsgrad, der Kapitaldienstfähigkeit und Investitionskraft. Eine große Bedeutung fällt dabei der Eigenkapitalquote zu, die in den meisten Unternehmen zu gering ist. Bei Betrachtungen zur Ertragslage ist vor allem die Rentabilität ausschlaggebend. In der Relation von Anlage-, Umlauf- und Gesamtvermögen spiegelt sich wiederum die Vermögenslage des Unternehmens wider. Zur Beurteilung der Finanzlage wird vor allem der erweiterte Cashflow heran gezogen.(42)
Auch Aussagen zur Finanzstruktur sind relevant. Eine größere Rolle als bisher spielen ausgewählte Sicherheiten. So können diese die von Basel II geforderte Eigenkapitalhinterlegung verringern.(43)
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangslage und der Relevanz der Baseler Eigenkapitalvereinbarung für mittelständische Unternehmen in Deutschland.
2. Mittelständische Unternehmen in Deutschland: Analyse der strukturellen Merkmale, Managementstrukturen, Finanzierungs- und Marktsituation kleiner und mittlerer Unternehmen.
3. Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung: Erläuterung der Hintergründe, der drei Säulen des Akkords und der Bedeutung von externem sowie internem Rating.
4. Anforderungen und Reaktionen der mittelständischen Unternehmen: Detaillierte Darstellung der Erwartungen der Kreditinstitute sowie konkreter Handlungsfelder zur Ratingverbesserung (Hard/Soft Facts, Finanzierung, Bilanzierung).
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit einer aktiven Ratingstrategie zur Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit.
Basel II, Mittelstand, Rating, Eigenkapitalquote, KMU, Kreditrisiko, Unternehmensplanung, Finanzierungsfähigkeit, Liquiditätsmanagement, Bonitätsprüfung, Hard Facts, Soft Facts, Unternehmensnachfolge, Controlling, Bankenaufsicht.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Basel II auf mittelständische Unternehmen in Deutschland und entwickelt Ansätze zur proaktiven Ratingverbesserung.
Im Zentrum stehen die Anforderungen der neuen Eigenkapitalvereinbarung, die Analyse betriebswirtschaftlicher Kennzahlen und die Bedeutung strategischer Unternehmensplanung für die Kreditwürdigkeit.
Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie KMU durch gezielte Managementmaßnahmen und Transparenz ihre Bonität positiv beeinflussen können, um ihre Finanzierungsfähigkeit zu sichern.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung relevanter Fachliteratur, aktueller Studien zum Mittelstand und einer systematischen Analyse der Ratingkriterien.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Unternehmenssituation, die Erläuterung der Rating-Mechanismen sowie konkrete Handlungsanweisungen zur Optimierung von Hard und Soft Facts, Finanzierungsstrukturen und Bilanzierungsformen.
Die wesentlichen Begriffe sind Basel II, Mittelstand, Rating, Eigenkapitalquote, Kreditrisiko und Finanzierungsfähigkeit.
Ein leistungsfähiges Controlling liefert nicht nur die für die Bonitätsprüfung entscheidenden Kennzahlen, sondern wird auch selbst als qualitatives Merkmal im Ratingprozess positiv bewertet.
Da eine ungeklärte Nachfolge ein erhebliches Risiko für den Fortbestand des Unternehmens darstellt, ist sie ein kritischer qualitativer Faktor (Soft Fact) bei der internen Ratingeinstufung durch die Banken.
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