Bachelorarbeit, 2013
37 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Phänomenografie und Entwicklungspädagogik – Der Ansatz der (naturwissenschaftlichen) Bildung in Schweden
2.1 Das Bild vom Kind
2.2 Die Perspektive des Kindes
2.3 Die Rolle der pädagogischen Fachkraft
2.4 Die Themenarbeit
2.4.1 Methoden
2.4.2 Die Rolle der pädagogischen Dokumentation
2.4.3 Materialien und Instrumente
3 Der Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“
3.1 Das Bild vom Kind
3.2 Die Perspektive des Kindes
3.3 Die Rolle der pädagogischen Fachkraft
3.4 Projekte und projektorientierte Aktivitäten
3.4.1 Die Methode Forschungskreis
3.4.2 Die Rolle der pädagogischen Dokumentation
3.4.3 Materialien und Instrumente
4 Auswertung
5 Fazit
Die Arbeit untersucht und vergleicht die Ansätze der schwedischen Entwicklungspädagogik und der deutschen Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ im Kontext der naturwissenschaftlichen Bildung im frühkindlichen Bereich, um Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der pädagogischen Praxis aufzuzeigen.
Die Rolle der pädagogischen Fachkraft
Von übergeordneter Wichtigkeit in der Schwedischen Entwicklungspädagogik ist die Anforderung an die pädagogische Fachkraft, die Perspektive der Kinder einnehmen zu können. Die Perspektive der Kinder zeigt sich in den Fragen, den Bemerkungen und im Verhalten der Kinder. Die pädagogische Fachkraft ermutigt die Kinder, ihre Fragen offen zu stellen, ihrer Verwunderung Ausdruck zu verleihen und Erklärungen für Phänomene zu finden (vgl. Pramling Samuelsson & Pramling 2009, S. 206). Sie nimmt die Fragen und Ideen ernst, hört zu, beobachtet, analysiert, stellt unterschiedliche Perspektiven und Denkansätze der Kinder heraus, schafft jedem einzelnen von ihnen eine Plattform und plant darauf aufbauend die weitere Vorgehensweise (vgl. Thulin 2010, S. 39). „Sie stellt viele Fragen, wie die Kinder etwas meinen, warum sie dies oder das tun, wie sie auf etwas gekommen sind usw.“ (Pramling Samuelsson & Asplund Carlsson 2007, S. 140).
Die Beschreibung und Herausstellung der unterschiedlichen Denkweisen der Kinder ist ein Hauptaspekt der Phänomenografie und ihrer Entwicklungspädagogik. Es ist die Aufgabe der pädagogischen Fachkraft, die unterschiedlichen Denkansätze sichtbar zu machen „und für das Kind Voraussetzungen zu schaffen, diese Variation der Gedankengänge zu erkennen“ (ebd., S. 43). Sie macht die Kinder auf die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten in deren individueller Lösungsfindung, beim Zeichnen oder anderen Ausdrucksarten aufmerksam und betont damit besonders die Vielfalt der Ausdrucks- oder Verstehensmöglichkeiten (vgl. ebd., S. 140).
Die pädagogische Fachkraft prägt jede Aktivität durch Kommunikation und Interaktion mit den Kindern (vgl. Pramling Samuelsson & Asplund Carlsson 2008, S. 638), jedoch ohne dabei das Wissen direkt zu vermitteln. Sie sollte lediglich die Aufmerksamkeit und das Interesse der Kinder auf relevante Aspekte des Lerngegenstandes lenken.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung naturwissenschaftlicher Bildung in der heutigen Gesellschaft und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie die Vergleichskriterien zwischen den beiden Ansätzen dar.
2 Phänomenografie und Entwicklungspädagogik – Der Ansatz der (naturwissenschaftlichen) Bildung in Schweden: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der schwedischen Entwicklungspädagogik, das kindzentrierte Menschenbild, die Rolle der Fachkraft sowie die zentrale Bedeutung von Dialogen und Dokumentation.
3 Der Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“: Das Kapitel beschreibt die deutsche Bildungsinitiative, ihre Zielsetzung, das Verständnis vom Kind als aktiven Gestalter und die standardisierte Methode des „Forschungskreises“.
4 Auswertung: In diesem Kapitel werden die beiden Ansätze gegenübergestellt und hinsichtlich ihrer Gemeinsamkeiten und Differenzen bei der Umsetzung naturwissenschaftlicher Bildung kritisch analysiert.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Herausforderungen, eine Brücke zwischen den unterschiedlichen qualitativen und quantitativen Ansätzen der beiden Bildungskonzepte zu schlagen.
Naturwissenschaftliche Bildung, Frühe Kindheit, Schwedische Entwicklungspädagogik, Haus der kleinen Forscher, Phänomenografie, Kindperspektive, Pädagogische Fachkraft, Themenarbeit, Forschungskreis, Pädagogische Dokumentation, Ko-konstruktive Lernprozesse, Scientific Literacy, Bildungsgerechtigkeit, Naturmaterialien.
Die Bachelorarbeit vergleicht zwei unterschiedliche pädagogische Ansätze zur naturwissenschaftlichen Bildung im Elementarbereich: die schwedische Entwicklungspädagogik und das Konzept der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“.
Die Arbeit fokussiert sich auf das Bild vom Kind, die Rolle der pädagogischen Fachkraft, die methodische Gestaltung von Lernprozessen sowie die Bedeutung von Dokumentation und Lernmaterialien in beiden Konzepten.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der praktischen Umsetzung sowie der theoretischen Herangehensweise beider Ansätze herauszuarbeiten und kritisch zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich auf eine vergleichende Analyse der Literatur und der vorliegenden Konzepte der jeweiligen Ansätze sowie auf fachwissenschaftliche Expertisen zum Thema frühkindliche Bildung.
Im Hauptteil werden zunächst die schwedische Entwicklungspädagogik und im Anschluss der Ansatz der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ detailliert anhand spezifischer Kriterien wie Kinderbild, Rolle der Fachkraft, Methoden und Materialien dargestellt.
Wichtige Begriffe sind Naturwissenschaftliche Bildung, Frühe Kindheit, Phänomenografie, Forschungskreis, Pädagogische Dokumentation und Ko-konstruktion.
Während die Dokumentation in der schwedischen Entwicklungspädagogik eher offen gehalten ist und das unmittelbare Geschehen in der Einrichtung abbildet, verfolgt das „Haus der kleinen Forscher“ eine spezifischere Dokumentation des Forschungsverlaufs innerhalb der Schritte des Forschungskreises.
Die Arbeit kritisiert, dass viele der vorgegebenen Materialien des „Hauses der kleinen Forscher“ zu akademisiert oder künstlich wirken könnten, was den Bezug zur direkten, natürlichen Lebenswelt der Kinder schwächen kann.
Das Fazit betont, dass ein „fairer“ Vergleich aufgrund grundlegender Unterschiede in der Zielsetzung und Diskurskultur schwierig ist, und schlägt eine Brücke zwischen den qualitativen Ansätzen beider Konzepte vor.
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