Diplomarbeit, 1994
196 Seiten, Note: 1,0
0. Problemstellung
1. Einleitung
1.1. Überblick über die Umweltproblematik
1.2. Verantwortung der Unternehmen für den Umweltschutz
1.2.1. Gründe für die mangelnde Beachtung von Umweltschutzaspekten in Unternehmen
1.2.2. Chancen für Unternehmen durch die Beachtung von Umweltschutzaspekten
2. Grundzüge einer ökologisch orientierten Unternehmenspolitik
2.1. Begriffsbestimmung
2.2. Realisierungsmöglichkeiten
2.2.1. Überblick über Elemente eines Umweltmanagementsystems (nach der EG-Öko-Audit-Verordnung)
2.2.2. Wesentliche Beurteilungsmaßstäbe für die Umweltaktivitäten eines Unternehmens (nach der EG-Öko-Audit-Verordnung)
2.2.3. Problem der Erfassung ökologisch relevanter Informationen
2.2.4. Defizite des herkömmlichen Rechnungswesens und Anforderungen an ein Umweltinformationssystem
3. Ökobilanzierung als Bestandteil eines Öko-Controlling im Rahmen einer ökologisch orientierten Unternehmenspolitik
3.1. Begriffsbestimmung 'Ökobilanz'
3.2. Volkswirtschaftlich orientierte Ökobilanzierung
3.3. Betriebswirtschaftlich orientierte Ökobilanzierung
3.4. 'Ökobilanz' und 'Öko-Controlling' im IÖW-Konzept einer betrieblichen Ökobilanzierung
3.5. Aufbau der betrieblichen Ökobilanz nach dem IÖW-Konzept
3.6. Ausführliche Darstellung des IÖW-Konzeptes
3.6.1. Informationsbeschaffung für die Datenerhebung
3.6.1.1. Stamm- und Bewegungsdaten
3.6.1.2. Unternehmensinterne Informationsquellen
3.6.1.3. Externe Informationsquellen
3.6.1.4. Methoden und Probleme der Informationsbeschaffung
3.6.2. Betriebsbilanz
3.6.2.1. Inhalt und Systematik der Betriebsbilanz
3.6.2.2. Erstellung der Betriebsbilanz
3.6.3. Prozeßbilanz(en)
3.6.3.1. Inhalt der Prozeßbilanz(en)
3.6.3.2. Erstellung der Prozeßbilanz(en)
3.6.3.2.1. Strukturierung der betrieblichen Prozesse
3.6.3.2.2. Erfassung der Daten
3.6.4. Produktbilanz(en)
3.6.4.1. Inhalt der Produktbilanz(en)
3.6.4.2. Erstellung der Produktbilanz(en)
3.6.4.2.1. Abgrenzung der Phasen des ökologischen Produktlebenszyklus
3.6.4.2.2. Komplexität der ökologischen Zusammenhänge in den vor- und nachgelagerten Phasen
3.6.4.2.3. Erfassung der Daten
3.6.4.2.4. Umfang einer Produktbilanz und erste Aussagen
3.6.5. Substanzbetrachtung
3.6.5.1. Inhalt der Substanzbetrachtung
3.6.5.2. Erstellung der Teilbilanzen der Substanzbetrachtung
3.6.6. Bewertung der Daten auf ökologische Relevanz
3.6.6.1. Anforderungen an ein ökologisches Bewertungssystem
3.6.6.2. Methode der ABC/XYZ-Bewertung
3.6.6.3. Bewertungskriterien
3.6.6.4. Informationsbeschaffung für die Bewertung
3.6.6.5. Bewertung in den einzelnen Bilanztypen
3.6.6.5.1. Bewertung in der Betriebsbilanz und der Prozeßbilanz
3.6.6.5.2. Bewertung in der Produktbilanz und in der Substanzbetrachtung
3.6.7. Eingrenzung der ökologischen Problemfelder und Ableitung eines Prioritätenkataloges zur Schwachstellenbeseitigung
3.6.8. Beurteilung des ökologischen Erfolges und Umweltkennzahlensystem
4. Beispiele für die Durchführung der Ökobilanzierung im Rahmen einer ökologisch orientierten Unternehmenspolitik in der Praxis
4.1. Beispiel: Die KUNERT AG
4.1.1. Umweltschutz-Engagement
4.1.2. Umweltmanagement
4.1.3. Ökobilanzierung
4.1.3.1. Stand der Umsetzung des IÖW-Konzeptes
4.1.3.2. Wesentliche Erfahrungen mit der Ökobilanzierung
4.1.3.3. Ausgewählte Ergebnisse der Ökobilanzierung von 1989 bis 1992
4.1.3.3.1. Erläuterungen zur Konzern-Betriebsbilanz
4.1.3.3.2. Erläuterungen zur Produktbilanz
4.1.4. Fazit
4.2. Beispiel: Die Fa. Neumarkter Lammsbräu
4.2.1. Umweltschutz-Engagement
4.2.2. Umweltmanagement
4.2.3. Ökobilanzierung
4.2.3.1. Stand der Umsetzung des IÖW-Konzeptes
4.2.3.2. Wesentliche Erfahrungen mit der Ökobilanzierung
4.2.3.3. Ausgewählte Ergebnisse der Ökobilanzierung von 1990/91 und 1993
4.2.3.3.1. Erläuterungen zu Veränderungen in der ABC/XYZ-Bewertung
4.2.3.3.2. Erläuterungen zum Prioritätenkatalog
4.2.3.3.3. Erläuterungen zur Betriebsbilanz
4.2.3.3.4. Erläuterungen zur Prozeßbilanz Gesamt
4.2.3.3.5. Erläuterungen zur Produktlinienbilanz
4.2.3.3.6. Erläuterungen zur Substanzbetrachtung Gesamt
4.2.4. Fazit
5. Betrachtung der Möglichkeiten und Grenzen der betrieblichen Ökobilanzierung nach dem IÖW-Konzept
5.1. Grundsätzliche Möglichkeiten und Grenzen der Ökobilanzierung
5.2. Möglichkeiten und Grenzen der Ökobilanzierung in der praktischen Anwendung
5.2.1. Realisierbarkeit der Ökobilanzierung in verschiedenen Unternehmen
5.2.2. Einfluß der Ökobilanzierung auf die ökologische und ökonomische Situation eines Unternehmens
5.2.3. Standardisierung der Ökobilanzierung
5.2.3.1. Unternehmensinterne Standardisierung
5.2.3.2. Allgemeine Standardisierung
5.2.4. Beitrag der Ökobilanzierung im Rahmen einer ökologisch orientierten Unternehmenspolitik zur Lösung globaler Umweltprobleme
6. Schlußbetrachtung
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der betrieblichen Ökobilanzierung nach dem IÖW-Konzept als Instrument eines modernen Öko-Controllings, um die Möglichkeiten und Grenzen einer systematischen Bilanzierung ökologischer Auswirkungen unternehmerischer Aktivitäten aufzuzeigen.
Die schwierige bzw. unmögliche Quantifizierbarkeit.
Versuche, ökologische Gegebenheiten in den Preismechanismus des Marktes einzubeziehen und damit über die üblichen Kontrollsysteme eines Unternehmens (wie z. B. die Rechnungslegung) in Geldeinheiten zu bewerten, gelingen nur unzureichend bzw. überhaupt nicht. Marktpreise können bspw. aufgrund ihrer kurzfristigen Ausrichtung zwar die relative, nicht aber die absolute Knappheit von Rohstoffen, d. h. die langfristige Erschöpfbarkeit, widerspiegeln. Andere Werte werden vom Markt weder erfaßt noch können sie monetarisiert werden, wie z. B. der Wert einer Vogelart, die Schönheit einer unberührten Landschaft, das langfristige Verbraucherverhalten, die Entwicklung staatlicher Rahmenbedingungen, die Auswirkungen ökologischer Unternehmensaktivitäten aus die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter.
Solche Umweltinformationen sind daher 'weiche Infomationen', für die erst eine Übersetzung in die Sprache des Managements gefunden werden muß.
Im Unternehmen liegen bereits ein Teil ökologisch relevanter Informationen vor (z. B. zum Energie- und Materialverbrauch), jedoch sind diese zumeist einzelproblemorientiert aufbereitet und i. d. R. "... weder systematisiert noch gesondert ausgewiesen."
Für die Zwecke eines effektiven Umweltmanagements müßten aber alle relevanten Umweltinformationen systematisch, zentral erfaßt werden. Dies ist jedoch aufgrund der genannten Besonderheiten von Umweltinformationen mit Hilfe der herkömmlichen betrieblichen Informationssysteme, insbesondere dem Rechnungswesen, nicht einfach möglich.
0. Problemstellung: Einführung in die globale Umweltkrise und die Notwendigkeit unternehmerischen Handelns zur ökologischen Optimierung.
1. Einleitung: Überblick über globale Umweltprobleme, die wirtschaftlichen Ursachen sowie die Verantwortung und Chancen von Unternehmen.
2. Grundzüge einer ökologisch orientierten Unternehmenspolitik: Definition der ökologischen Unternehmenspolitik und Anforderungen an Umweltmanagementsysteme nach der EG-Öko-Audit-Verordnung.
3. Ökobilanzierung als Bestandteil eines Öko-Controlling im Rahmen einer ökologisch orientierten Unternehmenspolitik: Detaillierte Darstellung des IÖW-Konzeptes, inklusive Datenerhebung (Sachbilanz) und Bewertung (Wirkbilanz).
4. Beispiele für die Durchführung der Ökobilanzierung im Rahmen einer ökologisch orientierten Unternehmenspolitik in der Praxis: Fallstudien zur praktischen Umsetzung bei der KUNERT AG und der Neumarkter Lammsbräu.
5. Betrachtung der Möglichkeiten und Grenzen der betrieblichen Ökobilanzierung nach dem IÖW-Konzept: Analyse der theoretischen und praktischen Limitierungen sowie Notwendigkeit der Standardisierung.
6. Schlußbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Rolle von Unternehmen, Staat und Konsumenten bei der Lösung von Umweltproblemen.
Ökobilanzierung, Öko-Controlling, Umweltmanagement, IÖW-Konzept, Unternehmenspolitik, Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Wirkbilanz, Sachbilanz, ABC/XYZ-Bewertung, betriebliches Rechnungswesen, Umweltkennzahlen, ökologische Schwachstellen, KUNERT AG, Neumarkter Lammsbräu.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen ihre Umweltwirkungen systematisch erfassen und bewerten können, um eine ökologisch orientierte Unternehmenspolitik zu realisieren.
Im Mittelpunkt stehen die betriebliche Ökobilanzierung, das Öko-Controlling, die methodische Vorgehensweise bei der Erfassung ökologisch relevanter Daten und deren Bewertung durch ökologische Kriterien.
Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der Erstellung einer betrieblichen Ökobilanz nach dem IÖW-Konzept aufzuzeigen und deren Nutzen für operative sowie strategische Unternehmensentscheidungen zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich primär auf die "Praxisforschung" und die Analyse von Umweltinformationssystemen, wobei die Konzepte des IÖW Berlin (Institut für ökologische Wirtschaftsforschung) detailliert dargestellt und an Fallbeispielen geprüft werden.
Der Hauptteil erläutert den systematischen Aufbau einer Ökobilanz (Sachbilanz und Wirkbilanz), die Methoden zur Informationsbeschaffung und Bewertung (wie die ABC/XYZ-Analyse) sowie die Implementierung bei der KUNERT AG und der Neumarkter Lammsbräu.
Die zentralen Begriffe sind Ökobilanzierung, Öko-Controlling, Umweltmanagement, IÖW-Konzept sowie die ökologische Schwachstellenanalyse.
Die Bewertung erfolgt über die Wirkbilanz, bei der In- und Outputs eines Unternehmens anhand eines Kriterienkatalogs nach ihrer ökologischen Relevanz eingestuft werden, wobei eine an die ABC/XYZ-Analyse angelehnte Methode genutzt wird.
Die Fallbeispiele der KUNERT AG und der Neumarkter Lammsbräu zeigen auf, dass die Ökobilanzierung praktikabel ist, aber hohe Anforderungen an die Datenverfügbarkeit stellt und einen stetigen Lernprozess sowie Kooperation mit Lieferanten erfordert.
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