Bachelorarbeit, 2012
91 Seiten, Note: 1,3
1. Städtetourismus
1.1 Beschreibung des Begriffs „Städtetourismus“
1.2 Städtereisen als wachsendes Marktsegment in Deutschland
1.3 Wirtschaftsfaktor Städtetourismus
1.3.1 Die wirtschaftliche Bedeutung der relevanten Segmente im Städtetourismus
1.3.2 Die Hauptprofiteure vom Bruttoumsatz des Städtetourismus
2. Der Standort Köln
2.1 Kölns Wirtschaft
2.2 Die touristischen Geschäftsfelder der Stadt Köln
2.3 Wirtschaftsfaktor Tourismus in Köln
2.4 Die touristische Nachfrage
2.5 Das touristische Angebot
2.6 Der Hotelmarkt in der Stadt Köln
3. Die Kulturförderabgabe
3.1 Die städtische Haushaltslage
3.2 Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz
3.3 Die Idee einer Kulturförderabgabe
3.4 Der Charakter der Kulturförderabgabe
3.4.1 Die rechtliche Einordnung
3.4.2 Der Abgabenschuldner und Gegenstand der Abgabe
3.4.3 Der Abgabensatz
3.4.4 Die Art der Erhebung
3.4.5 Der Steuerbefreiungstatbestand
3.4.6 Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Bettensteuer
3.4.7 Der Erstattungsvorgang
3.5 Die Einnahmen aus der Kulturförderabgabe
3.5.1 Beurteilung der verwendeten Einnahmen
3.5.2 Bürokratischer Aufwand der Kulturförderabgabe
3.6 Die Alternative der Kurtaxe oder eines Fremdenverkehrsbeitrags
4. Die Entwicklung Kölns als Reiseziel in Folge der Kulturförderabgabe
4.1 Die Entwicklung der touristischen Nachfrage
4.1.1 Die Entwicklung der touristischen Nachfrage in Deutschland
4.1.2 Die Entwicklung der touristischen Nachfrage in Köln im Vergleich
4.2 Die Entwicklung des touristischen Angebots
4.2.1 Die Entwicklung des touristischen Angebots in Deutschland
4.2.2 Die Entwicklung des touristischen Angebots in Köln im Vergleich
4.3 Die Entwicklung der Hotelpreise
5. Eine Gegenüberstellung der Einnahmerückgänge aus dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz und dem Einnahmepotenzial der Kulturförderabgabe
5.1 Auswirkungen des ermäßigten Umsatzsteuersatzes auf die Kommunen
5.2 Berechnungsbeispiel des entstehenden Einnahmeausfalls
5.3 Ein Berechnungsbeispiel der generierten Einnahmen durch die Kulturförderabgabe
6. Alternativen der kommunalen Tourismusförderung
6.1 Ansatz bei den Reisenden
6.2 Ansatz bei den Profiteuren
6.3 Tourismusfonds in Nürnberg
6.4 Bettensteuer in Hamburg
7. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Einführung und Auswirkungen der Kulturförderabgabe (KFA) in der Stadt Köln vor dem Hintergrund der allgemeinen städtischen Haushaltslage und bundespolitischer Rahmenbedingungen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, ob der Tourismus in Köln durch die Abgabe profitiert oder ob Leistungsträger unter Nachfragerückgängen leiden, und evaluiert alternative Finanzierungsmöglichkeiten zur kommunalen Tourismusförderung.
Die städtische Haushaltslage
Ein Gast wählt einen bestimmten geografischen Raum als Reiseziel aus. Dieser Raum enthält sämtliche für den Aufenthalt notwendigen Einrichtungen für Beherbergung, Verpflegung und Unterhaltung/Beschäftigung. Diese Einrichtungen werden unter dem Begriff „touristische Infrastruktur“ zusammengefasst. Die vorhandene Infrastruktur spielt also bei der Reiseentscheidung eine elementare Rolle. Ein großzügiges Freizeit- und Kulturangebot kann Reisende motivieren größere Städte zu besuchen. Die dafür notwendige Infrastruktur wird von den Kommunen zur Verfügung gestellt. Gerade bei den kulturellen Einrichtungen handelt es sich um freiwillige Aufgaben der Kommunen. Die notwendigen Kulturfördermittel, werden bei finanziellen Engpässen als erstes gestrichen.
Jede Kommune ist per Gesetz dazu verpflichtet einen ausgeglichenen Haushalt vorzuweisen. Im Etatentwurf für das Jahr 2010 fehlte der Stadt Köln eine Summe von 223 Millionen Euro. Zwar gelang es mit Hilfe bilanztechnischer Wahlmethoden den Fehlbetrag auf 58 Millionen zu reduzieren, dieser musste allerdings aus der allgemeinen Rücklage der Stadt, dem allerletzten Notgroschen aufgebracht werden.
Dieses finanzielle Desaster war keinesfalls einer außergewöhnlichen Situation geschuldet, sondern vielmehr jahrelanger Misswirtschaft. Die Stadt stand vor einem riesigen Finanzproblem. Bis zum Jahr 2014 fehlte im städtischen Haushalt die unglaubliche Summe von 1,5 Milliarden Euro. Dies entspricht einer pro Kopf Verschuldung von 4.492,44 Euro. Ein deutliches Zeichen für die Schieflage des städtischen Haushalts, wenn man beachtet dass die normale pro Kopf Verschuldung in NRW bei 3.202,35 Euro je Einwohner liegt. Eine besondere Rolle im städtischen Haushalt kommt dem hohen Volumen an Investitionskrediten zu. Dadurch ist in Zukunft ein Großteil der Mittel an Tilgungen und Zinszahlungen gebunden. Die Summe der Investitionskredite war im Jahr 2010 auf fast 2 ½ Milliarden Euro gestiegen.
1. Städtetourismus: Einführung in das Marktsegment des Städtetourismus sowie dessen wirtschaftliche Relevanz als Querschnittsbranche.
2. Der Standort Köln: Detaillierte Betrachtung der wirtschaftlichen und touristischen Situation Kölns sowie der Angebotsstruktur.
3. Die Kulturförderabgabe: Analyse der Entstehung, rechtlichen Einordnung und administrativen Abwicklung der KFA in Köln.
4. Die Entwicklung Kölns als Reiseziel in Folge der Kulturförderabgabe: Empirische Untersuchung der Auswirkungen der Abgabe auf Nachfrage, Angebot und Hotelpreise im Vergleich zu anderen deutschen Städten.
5. Eine Gegenüberstellung der Einnahmerückgänge aus dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz und dem Einnahmepotenzial der Kulturförderabgabe: Finanzmathematische Analyse der fiskalischen Auswirkungen der Umsatzsteuersatzänderungen und des KFA-Ertrags.
6. Alternativen der kommunalen Tourismusförderung: Diskussion alternativer Finanzierungsmodelle wie Fremdenverkehrsbeiträge oder Tourismusfonds unter Einbeziehung anderer Städte.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der KFA als Finanzierungsinstrument und Empfehlungen für eine nachhaltige Tourismusförderung.
Kulturförderabgabe, City Tax, Städtetourismus, Köln, Tourismusfinanzierung, Beherbergungsgewerbe, Haushaltslage, Umsatzsteuer, Bettensteuer, Tourismusmarketing, Destinationsmanagement, Wirtschaftsstandort, Übernachtungszahlen, kommunale Abgaben.
Die Arbeit untersucht die Einführung der sogenannten Kulturförderabgabe in Köln, deren Sinnhaftigkeit sowie die realen Auswirkungen auf den Tourismusstandort.
Die Schwerpunkte liegen auf der städtischen Haushaltsfinanzierung, der ökonomischen Rolle des Tourismus und der Wirksamkeit lokaler Abgabensysteme.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob die KFA ein geeignetes Instrument zur Kompensation von Haushaltsdefiziten darstellt, ohne dabei den touristischen Erfolg der Stadt zu gefährden.
Es wird eine betriebswirtschaftliche und rechtliche Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung statistischer Daten sowie aktueller Gesetzgebungen und Urteile basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der touristischen Grundlagen, die rechtliche Einordnung der KFA sowie eine umfassende Datenanalyse zur touristischen Entwicklung in Köln nach Einführung der Abgabe.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Kulturförderabgabe, City Tax, kommunale Finanzen und touristische Nachfrage bestimmt.
Die Analyse zeigt, dass die KFA primär die Profitabilität der Betriebe belastet, da eine direkte Weitergabe an den Gast aufgrund des Wettbewerbsdrucks nur eingeschränkt möglich ist.
Das Urteil stellt einen kritischen Wendepunkt dar, da es die Erhebung der Abgabe auf geschäftlich veranlasste Übernachtungen einschränkt und damit die Einnahmebasis der Kommune substanziell verändert.
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