Seminararbeit, 2012
47 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffliche und inhaltliche Abgrenzungen zu Unternehmensgründungen und Finanzierungsarten
2.1 Innovative und nicht-innovative Unternehmensgründung
2.1.1Risikounterschiede bei innovativen und nicht-innovativen Unternehmensgründungen
2.2. Finanzierungsphasen einer Unternehmensgründung
2.3 Eigen-, Fremdkapital- und Mezzanine Kapitalfinanzierung
2.4 Außen- und Innenfinanzierung
3. Finanzierungsmodelle für innovative Unternehmensgründungen
3.1 Crowdfunding
3.1.1 Definition des Begriff Crowdfunding
3.1.2 Crowdfunding Phasen
3.1.3 Der IKEA Effekt bei Crowdfunding Projekten
3.1.4 Risiken des Crowdfundings
3.1.5 Vorbemerkungen zur empirischen Erhebung
3.1.6 Ergebnisse der empirischen Erhebung
3.2. Business Angels
3.3 Venture Capital
3.3.1 Definition Venture Capital
3.3.2 Die vier Phasen des Investmententscheidungsprozesses
4. Finanzierungsmodelle für Mischmodelle und nicht-innovative Unternehmensgründungen
4.1 Öffentliche Fördermittel
4.2 Kredit bei einem Kreditinstitut
5. Fazit
Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, verschiedene Finanzierungsmodelle für Unternehmensgründungen in Deutschland zu analysieren und kritisch gegenüberzustellen, wobei insbesondere die Differenzierung zwischen innovativen und nicht-innovativen Gründungen im Fokus steht.
3.1.3 Der IKEA Effekt bei Crowdfunding Projekten
Ein Aspekt, den man beim Crowdfunding nicht außer Acht lassen darf, ist der sogenannte IKEA Effekt. Hierbei handelt es sich um den Effekt, dass ein Produkt welches vom Kunden selbst mitgestaltet wurde bzw. durch die Beteiligung des Kunden entstanden ist, für den Kunden als wertvoller empfunden wird, als ein Gut das ohne Zutun von ihm entstanden ist. Je mehr Arbeit, beziehungsweise Leistung vom Kunden aufgebracht wird, desto höher ist dieser Wert. Benannt ist dieser Effekt nach einem Versuchsaufbau, bei dem die Probanden ein von ihnen zusammengebauten IKEA-Produkts einen Wert, im Vergleich zu einem nicht von ihnen selbst zusammengesetzten Produkt, geben mussten(Norton, Mochon und Ariely, 2011).
Beim Crowdfunding ermöglicht der Investor durch seine Investition die Gründung eines Unternehmens, die Verwirklichung eines Films oder Ähnliches. Der Investor hat somit kurzzeitig die Kontrolle über den Erfolg oder Misserfolg eines Projektes: Was zu einer engeren Bindung zwischen dem Endprodukt und dem Investor führt (Norton, Mochon, Ariely 2011). Ein positiver Nebeneffekt des IKEA Effektes ist, das der Investor das Bedürfnis hat sein fertiges Produkt, im Fall des Crowdfundings das erfolgreiche Crowdfunding-Projekt, seinen Freunden und Bekannten zu zeigen oder ihnen darüber zu berichten (Norton, Mochon, Ariely 2011). Dies führt wiederum dazu, dass der Bekanntheitsgrad des Crowdfundingprojekts steigt und auch das persönliche Umfeld des Investors und dessen Investitionsbereitschaft als Indikator und Anreiz genommen wird, indirekt oder direkt für das Produkt zu werben.
Die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft kann für den Einzelnen schon eine ausreichende Motivation darstellen, um sich an einem Projekt zu beteiligen. Im Vergleich zu anderen Gemeinschaften steht hier nicht der Wettbewerb zwischen den Teilnehmern, sondern das gemeinsame Erreichen eines Ziels im Mittelpunkt. Dieses Zugehörigkeitsgefühl ist für den Investor ein wichtiger immaterieller Nutzen (Gerber, Hui, Kuo, 2011). Zudem bietet das Crowdfunding mit seiner Vielzahl an Plattformen und den damit verbundenen Projekten die Möglichkeit, seiner eigenen Lebensweise entsprechende Projekte zu unterstützen und damit seiner Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen (Harms, 2007).
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die wirtschaftliche Bedeutung von Unternehmensgründungen für Deutschland und skizziert die Herausforderungen der Kapitalbeschaffung als zentralen Problembereich.
2. Begriffliche und inhaltliche Abgrenzungen zu Unternehmensgründungen und Finanzierungsarten: Hier werden theoretische Grundlagen wie der Innovationsbegriff, Risikokategorien und die verschiedenen Finanzierungsphasen einer Gründung definiert und systematisiert.
3. Finanzierungsmodelle für innovative Unternehmensgründungen: Dieser Hauptteil analysiert spezifische Instrumente wie Crowdfunding inklusive einer eigenen empirischen Erhebung, Business Angels sowie Venture Capital und deren jeweilige Prozesse.
4. Finanzierungsmodelle für Mischmodelle und nicht-innovative Unternehmensgründungen: Das Kapitel behandelt alternative Finanzierungsquellen durch öffentliche Fördermittel sowie die Kreditvergabe durch klassische Kreditinstitute für nicht-innovative Geschäftsmodelle.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Eignung der verschiedenen Modelle für unterschiedliche Gründungstypen und zeigt den Bedarf an weiterer Pionierarbeit in diesem Forschungsfeld auf.
Unternehmensgründung, Finanzierungsmodelle, Innovation, Crowdfunding, Venture Capital, Business Angels, Bankkredit, öffentliche Fördermittel, Finanzierungsrisiko, Gründungsfinanzierung, Investorenmotivation, Markteintritt, Eigenkapital, Fremdkapital, Businessplan.
Die Arbeit untersucht die verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung für Unternehmensgründer in Deutschland, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Unterscheidung zwischen innovativen und nicht-innovativen Vorhaben liegt.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Einordnung von Gründungsrisiken, die Analyse spezifischer Finanzierungsmodelle wie Crowdfunding, Venture Capital und Business Angels sowie die Rolle klassischer Bankkredite und öffentlicher Förderungen.
Das Hauptziel ist die Darstellung und kritische Analyse unterschiedlicher Finanzierungsmodelle, um Gründern eine Orientierungshilfe zu bieten, welche Finanzierungsform für ihre jeweilige Geschäftsidee und Unternehmensphase am geeignetsten ist.
Die Arbeit basiert primär auf einer umfassenden Literaturanalyse und wird durch eine eigene empirische Online-Erhebung ergänzt, die sich speziell mit dem Verhalten und der Motivation von Crowdfunding-Investoren auseinandersetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung innovativer Finanzierungsformen (Crowdfunding, Business Angels, Venture Capital) sowie der Analyse von Fördermitteln und Bankdarlehen unter Berücksichtigung von Risiken und Entscheidungsprozessen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Unternehmensgründung, Finanzierungsmodelle, Crowdfunding, Venture Capital, Business Angels, Innovationsbegriff und Gründungsrisiko.
Der IKEA-Effekt beschreibt, dass Investoren Projekte, an denen sie selbst mitgewirkt oder die sie durch ihr Engagement mitgestaltet haben, als wertvoller empfinden, was zu einer engeren Bindung und gesteigerter Bereitschaft führt, für das Projekt zu werben.
Innovative Gründungen sind durch höhere Markt- und Technologierisiken sowie oft geringe Sicherheiten gekennzeichnet, was die Kreditwürdigkeitsprüfung durch Banken erschwert und häufig zu höheren Zinsen oder Ablehnungen führt.
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