Diplomarbeit, 2004
89 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK
2.1 ANSPRUCH AUF BILDUNG UND ERWERBSTÄTIGKEIT FÜR FRAUEN
2.2 DIE PFLEGE ALS FRAUENBERUF
2.2.1 DIE ENTWICKLUNG DER KRANKENPFLEGE ZUM BERUF
2.2.2 DIE ENTWICKLUNG DER PFLEGEBERUFLICHEN BILDUNG
2.2.3 HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER KRANKENPFLEGEAUSBILDUNG VON ANFANG DES 20. JAHRHUNDERTS BIS IN DIE 60ER JAHRE
2.2.3.1 Kampf um eine staatliche Regelung: 1906-1938
2.2.3.2 Krankenpflegegesetz von 1938
2.2.3.3 Krankenpflegegesetz von 1957
2.2.3.4 Krankenpflegegesetz von 1965
3 BISHERIGER STAND DER AUSBILDUNG
3.1 AUSBILDUNG NACH DEM KRANKENPFLEGEGESETZ VON 1985
3.1.1 WICHTIGE REGELUNGEN
3.1.2 AUSBILDUNGSBERÜHRENDE REGELN
3.1.3 VERBESSERUNGEN DURCH DAS KRPFLG VON 1985
3.2 SONDERSTELLUNG DER PFLEGEAUSBILDUNG UND DEREN FOLGEN: KARRIERECHANCEN IN DER PFLEGE
3.3 DAS NEUE KRANKENPFLEGEGESETZ
3.3.1 ÄNDERUNGEN
4 REFORMMODELLE UND IHRE AUSWIRKUNGEN
4.1 BEGRÜNDUNG FÜR DIE REFORMIERUNG DER PFLEGEAUSBILDUNG
4.1.1 ZIELE DER AUSBILDUNGSREFORM
4.1.2 RECHTLICHE GRUNDLAGE
4.2 ZUR AUSWAHL DER MODELLE
4.3 ROBERT BOSCH STIFTUNG: PFLEGE NEU DENKEN
4.3.1 ENTWICKLUNG DES MODELLS
4.3.2 ZUKUNFTSVISION
4.3.2.1 Empfehlungen
4.3.2.2 Das neue Ausbildungsmodell
4.3.2.3 Kritik
4.4 MODELLVERSUCH „INTEGRATIVE PFLEGEAUSBILDUNG: DAS STUTTGARTER MODELL©“
4.4.1 ZIELE
4.4.2 AUSBILDUNGSPRINZIPIEN
4.4.3 DER MODELLAUSBILDUNGSGANG
4.4.4 AUSWIRKUNGEN
4.5 UTA OELKE UND MARION MENKE: GEMEINSAME PFLEGEAUSBILDUNG
4.5.1 ENTWICKLUNG DES MODELLS
4.5.2 AUFBAU DES MODELLS
4.5.2.1 Beteiligte Einrichtungen
4.5.2.2 Übergeordnete Bildungsziele
4.5.2.3 Stufenaufbau und Wechselmöglichkeit
4.5.2.4 Theoretische Ausbildung
4.5.2.5 Praktische Ausbildung
4.5.2.6 Examen
4.5.3 EVALUATION DES MODELLS
4.6 ZUSAMMENFASSUNG DER AUSWIRKUNGEN
4.6.1 AUSWIRKUNGEN AUF DIE QUALIFIKATION DER AUSZUBILDENDEN
4.6.2 AUSWIRKUNGEN AUF DIE KARRIERECHANCEN IN DER PFLEGE:
5 KONSEQUENZEN
5.1 SELBSTREFLEXION
5.2 NORMALISIERUNG
5.2.1 DUALES SYSTEM ODER BERUFSFACHSCHULE?
5.2.1.1 Duales System und Berufsbildungsgesetz
5.2.1.2 Landesschulrecht und Berufsfachschulen
5.3 PROFESSIONALISIERUNG
5.3.1 GRÜNDE FÜR PROFESSIONALISIERNG
5.3.2 KENNZEICHEN EINER PROFESSION
5.3.3 KRITIK AN PROFESSIONALISIERUNGSBEMÜHUNGEN
5.4 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht, ob verschiedene Reformmodelle in der Pflegeausbildung das Potenzial haben, Pflegeberufe aus der beruflichen Sackgasse zu führen und als Karrieresprungbrett zu dienen, oder ob weitergehende strukturelle Maßnahmen erforderlich sind.
Die Entwicklung der Krankenpflege zum Beruf
Bischoff beschreibt ausführlich, dass die Krankenpflege nicht immer der Frauenberuf war, als der sie heute gilt. Krankenpflege wurde sowohl von Männern als auch von Frauen ausgeübt, wobei davon ausgegangen werden kann, dass Männer und Frauen jeweils Angehörige des eigenen Geschlechts pflegten. Erst im 19. Jahrhundert nahm die Anzahl der in der Pflege tätigen Frauen in dem Maße zu, dass die Männer verdrängt wurden und sich die Krankenpflege zum Frauenberuf entwickelte (Bischoff 1992 17ff). Da speziell diese Entwicklung für die heutige Situation in der Pflege enorm wichtig und entscheidend ist, möchte ich an dieser Stelle ausführlich darauf eingehen und die frühere Geschichte der Krankenpflege außen vor lassen.
Die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Krankenpflege zum Beruf im 19. Jahrhundert waren u.a. (Bischoff-Wanner 2002, S.15ff):
• Der größere Bedarf an Pflegepersonal, verursacht durch die von der Industrialisierung bedingten sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen;
• „die Übertragung der bürgerlichen Frauenrolle auf die Krankenpflege;
• die Übernahme christlich-kirchlicher Wertorientierungen“ (Bischoff-Wanner 2002, S.15).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die prekäre Situation der Pflegeberufe, die häufig als berufliche Sackgasse ohne Karrieremöglichkeiten wahrgenommen werden, und skizziert die Fragestellung nach der Wirksamkeit von Reformmodellen.
2 GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK: Dieses Kapitel erläutert den historischen Kontext, insbesondere die Entwicklung der Pflege zum Frauenberuf und die Auswirkungen bürgerlicher Geschlechterrollen, welche den heutigen Status maßgeblich geprägt haben.
3 BISHERIGER STAND DER AUSBILDUNG: Hier wird die Ausbildung nach dem Krankenpflegegesetz von 1985 analysiert sowie die Sonderstellung und die damit verbundenen Hindernisse für die Karriereentwicklung von Pflegekräften dargestellt.
4 REFORMMODELLE UND IHRE AUSWIRKUNGEN: Dieses Kapitel präsentiert drei ausgewählte Reformmodelle, die eine integrative Pflegeausbildung anstreben, und beurteilt deren Auswirkungen auf die Qualifikation der Auszubildenden sowie die Karrierechancen.
5 KONSEQUENZEN: Der abschließende Teil thematisiert notwendige Schritte wie Selbstreflexion, Normalisierung der Ausbildungsstrukturen und Professionalisierung, um den Pflegeberuf zukunftsfähig zu gestalten.
Pflegeausbildung, Krankenpflege, Reformmodelle, Karrierechancen, Professionalisierung, Normalisierung, Frauenberuf, Pflegepädagogik, Pflegequalität, Modellversuch, Berufsverständnis, Pflegewissenschaft, Stuttgarter Modell, Gesundheitswesen, Bildungssystem
Die Arbeit analysiert die aktuelle Situation der Pflegeausbildung in Deutschland, insbesondere die Sonderstellung und die damit verbundenen mangelnden Karrierechancen, und untersucht den Beitrag verschiedener Reformmodelle zur Lösung dieser Problematik.
Die zentralen Themen umfassen die historische Genese der Pflege als Frauenberuf, den rechtlichen und strukturellen Status der Ausbildung, die Analyse spezifischer Reformmodelle sowie Konzepte zur Professionalisierung und Normalisierung der Pflegebildung.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die untersuchten Reformmodelle ausreichen, um den Pflegeberuf aus der "beruflichen Sackgasse" zu führen und als Karrieresprungbrett zu etablieren, oder ob grundlegendere Maßnahmen erforderlich sind.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer kritischen Auseinandersetzung mit vorliegenden Reformkonzepten und Modellversuchen, deren Ergebnisse auf ihre Eignung zur beruflichen Verbesserung geprüft werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick, eine Analyse der Ausbildung nach dem Krankenpflegegesetz von 1985, eine vertiefte Vorstellung und Evaluation dreier spezifischer Reformmodelle sowie die Ableitung von Konsequenzen für die berufliche Zukunft.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Pflegeausbildung, Reformmodelle, Professionalisierung, Normalisierung und Karrierechancen charakterisiert.
Sie nimmt eine Sonderstellung ein, da sie außerhalb der regulären Strukturen des deutschen Berufsbildungssystems (duales System/Berufsfachschulwesen) steht, was sich unter anderem in der Finanzierung über Pflegesätze und der fehlenden Durchlässigkeit zu anderen Bildungswegen widerspiegelt.
Die Autorin kritisiert insbesondere die Einführung von Qualifikationsstufen, da sie diese als Degradierung zu Hilfskräften betrachtet und befürchtet, dass dadurch keine echte Verbesserung der Karrierechancen für das breite Feld der Pflegekräfte erreicht wird.
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