Forschungsarbeit, 2013
47 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung & Forschungsfrage
2 Vorgehensweise & Methodik
3 Social TV – Eine Begriffsbestimmung
3.1 Zeitpunkt des Social TV: Parallelkommunikation
3.2 Soziale Dimension
3.3 Technologische Dimension
4 Die Entstehung von Social TV
4.1 Fernsehstuben
4.2 Massenproduktion, Videorekorder und Mediatheken
4.3 Die Medienkonvergenz von Fernsehen, Internet und Social Media
4.3.1 Begriffsbestimmung Medienkonvergenz
4.3.2 Pilotversuche zur Medienkonvergenz von Fernsehen und Internet
4.3.3 Die Medienkonvergenz von Fernsehen und Social Media
4.4 Zwischenfazit
5 Gesellschaftliche Metaprozesse und Ihre Auswirkungen auf das Mediennutzungsverhalten
5.1 Mediatisierung & Digitalisierung
5.2 Globalisierung
5.3 Individualisierung
6 Technische und strukturelle Voraussetzungen von Social TV
6.1 Der Rückkanal
6.2 Hardware: Connected TV und der Second Screen
6.2.1 Second Screen
6.2.2 One Screen: Connected TV
6.3 Social TV-Software | Kategorien, Usability & Funktionen
6.3.1 Soziale Netzwerke
6.3.2 Social TV Apps
6.3.2.1 Senderspezifische Social TV-Apps
6.3.2.2 Spezialfall: log in
6.3.2.3 Sendungsspezifische Web-Apps
6.3.2.4 Sender- und Sendungsübergreifende Apps
6.3.2.5 Mobile Social TV-Apps
6.3.3 Zwischenfazit
7 Eignung spezifischer Genres und Formate für Social TV
8 Fazit
Diese Arbeit untersucht das Phänomen „Social TV“ als kulturelles Artefakt vor dem Hintergrund des Medienwandels und der Konvergenz von Fernsehen und Internet. Ziel ist es, die technischen, strukturellen und gesellschaftlichen Bedingungen zu analysieren, die eine Renaissance des gemeinsamen Fernseherlebens („Lagerfeuereffekt 2.0“) ermöglichen, und zu bestimmen, welche Genres und Formate sich besonders für soziale Interaktionen während des Medienkonsums eignen.
3.1 Zeitpunkt des Social TV: Parallelkommunikation
Wie in der Definition erwähnt, erfolgt die Interaktion bei Social TV in Echtzeit parallel zu der gleichen Fernsehsendung der anderen Kommunikationspartner – also in der „Parallelkommunikation“ und thematisch über oder im Zusammenhang mit dieser Fernsehsendung. Abzugrenzen ist die Parallelkommunikation von der Vorabkommunikation, die sich auf den Zeitraum vor der Sendung bezieht sowie der Anschlusskommunikation, die sich auf den Zeitraum nach der Sendung bezieht und in die Inhalte einer Sendung im Anschluss an die Sendung kommunikatorisch verhandelt werden. Zwar gibt es durchaus auch Kommunikation vor und nach der Fernsehsendung. Für ein Gemeinschaftserlebnis, dem „Lagerfeuereffekt“, der für die vorliegende Forschungsarbeit besonders relevant ist, ist es jedoch notwendig, dass live, in Echtzeit ‚mitgefiebert‘ werden kann. Daher ist als Zeitpunkt der Interaktion für Social TV die Parallelkommunikation festzulegen.
1 Einleitung & Forschungsfrage: Diese Einleitung führt in den aktuellen Medienumbruch ein und skizziert Social TV als ein aus Medienkonvergenz und verändertem Nutzungsverhalten entstandenes Phänomen.
2 Vorgehensweise & Methodik: Hier wird der heuristische Ansatz der Forschungsarbeit erläutert, der die Verbindung von gesellschaftlichen Metaprozessen und technischen Innovationen untersucht.
3 Social TV – Eine Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel erarbeitet eine präzise Definition von Social TV und betont die Bedeutung der Echtzeit-Interaktion (Parallelkommunikation) sowie der sozialen und technologischen Dimension.
4 Die Entstehung von Social TV: Dieser historische Abriss zeigt die Entwicklung vom gemeinschaftlichen Fernsehen in den frühen Fernsehstuben bis hin zur modernen Medienkonvergenz von Internet und TV auf.
5 Gesellschaftliche Metaprozesse und Ihre Auswirkungen auf das Mediennutzungsverhalten: Das Kapitel analysiert die Rollen von Mediatisierung, Digitalisierung, Globalisierung und Individualisierung für das moderne Mediennutzungsverhalten.
6 Technische und strukturelle Voraussetzungen von Social TV: Hier werden der Rückkanal als zentrales Element sowie die Rolle von Hardware (Second Screen) und Software (Social TV-Apps) detailliert untersucht.
7 Eignung spezifischer Genres und Formate für Social TV: Dieses Kapitel prüft, welche TV-Formate sich aufgrund emotionaler Ansprache und zeitlicher Aktualität besonders für die Einbindung in Social TV-Communities eignen.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die These, dass Fernsehen durch Social TV eine Renaissance des gemeinschaftlichen Erlebens erfährt.
Social TV, Medienkonvergenz, Lagerfeuereffekt, Parallelkommunikation, Second Screen, Connected TV, Mediennutzungsverhalten, Mediatisierung, Digitalisierung, Gemeinschaftserlebnis, Social TV-Apps, Soziale Netzwerke, Fernsehformate.
Die Arbeit analysiert das Phänomen „Social TV“, bei dem das Fernsehen durch soziale Interaktionen via Internet und mobile Endgeräte wieder zu einem gemeinschaftlichen Erlebnis wird.
Die zentralen Themen umfassen die Medienkonvergenz, die Rolle gesellschaftlicher Metaprozesse wie Digitalisierung, technische Voraussetzungen wie der „Second Screen“ sowie die Analyse geeigneter TV-Formate.
Das Ziel ist es, den „Lagerfeuereffekt 2.0“ wissenschaftlich zu beleuchten und zu verstehen, wie und warum das gemeinschaftliche Fernseherlebnis durch neue Technologien wiederbelebt und transformiert wird.
Die Arbeit basiert auf einer heuristischen Perspektive, die gesellschaftliche Metaprozesse mit technischen Innovationen verbindet und durch eine Literatur- und Begriffsanalyse fundiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung von Social TV, die historische Entstehung, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die technischen Voraussetzungen (Hardware/Software) und eine Analyse der Eignung verschiedener Genres für Social TV-Formate.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Social TV, Medienkonvergenz, Lagerfeuereffekt, Second Screen, Parallelkommunikation und digitale Mediennutzung.
Es beschreibt die Renaissance des gemeinschaftlichen Fernsehens im digitalen Zeitalter, bei dem räumlich getrennte Nutzer sich in Echtzeit über Sendungen austauschen und so ein Gemeinschaftsgefühl erzeugen.
Der Second Screen (z. B. Smartphone oder Tablet) ermöglicht die parallele, aktive Teilnahme an der Fernsehsendung, indem er den notwendigen Rückkanal für Interaktionen, Kommentare und Abstimmungen bereitstellt.
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