Masterarbeit, 2014
122 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1 Einleitung
2 Forschungsstand Social TV
2.1 Begriffsbestimmung Social TV
2.1.1 Zeitpunkt der Kommunikation
2.1.2 Soziale Dimension
2.1.3 Technologische Dimension
2.1.3.1 Die Rückanalfähigkeit
2.1.3.2 Hardware
2.1.3.2.1 Second Screen
2.1.3.2.2 One Screen: Connected TV
2.1.3.3 Social TV-Software
2.2. Gesellschaftliche Metaprozesse und Mediennutzungsverhalten
2.3 Begriffsbestimmung Gemeinschaftgefühl
2.3.1 Gemeinschaft
2.3.2 Herstellung eines Gemeinschaftgefühls
2.3.3 Das Konzept des populären Medienevents
2.4 Eignung spezifischer Genres und Formate für Social TV
3 Theoretische Grundlagen der Emotionen
3.1 Begriffsbestimmung Emotionen
3.2 Unterhaltungs- & Spannungserleben
4 Forschungsfrage
5 Methode
5.1 Auswahl der Sendung
5.2 Auswahl des Sozialen Netzwerks (Kommunikationsplattform)
5.3 Sample
5.4 Format „The Voice of Germany“
5.5. Kategoriensystem
5.5.1 Bewertungen
5.5.2 Vergnügen & Mitfiebern (Spannungs- und Unterhaltungserleben)
5.5.2.1 Sympathie
5.5.2.2 Antipathie
5.5.2.3 Allgemeines Vergnügen
5.5.3 Dialektik des Miteinander-Machens (Interaktion)
5.5.3.1 Interaktion zwischen Rezipienten
5.5.3.2 Interaktion zwischen Produzenten und Rezipienten
5.5.4 Rest
5.6 Limitierung der Inhaltsanalyse, Reliabilität und Validität (Gütekriterien)
6 Ergebnisse
6.1 Bewertungen
6.2 Vergnügen & Mitfiebern (Unterhaltung- und Spannungserleben)
6.3 Dialektik des Miteinander-Machens (Interaktion)
6.4 Rest
6.5 Zusammenfassung und Überprüfung der Forschungsfragen
7 Fazit
Die Arbeit untersucht, ob und wie das „Gemeinschaftsgefühl“ beim Fernsehen, bekannt als „Lagerfeuereffekt“, in den digitalen „virtuellen Räumen“ von Social-TV-Communities manifest wird. Das primäre Ziel ist es, durch eine explorative quantitative Inhaltsanalyse von Twitter-Kommentaren zu einer Castingshow zu prüfen, ob sich die für das Gemeinschaftserleben zentralen Dimensionen auch in der Online-Kommunikation nachweisen lassen.
2.1 Begriffsbestimmung Social TV
Zur Begriffsbestimmung von Social TV wird im Folgenden auf den aktuellen Forschungsstand zum Begriff eingegangen, dieser kritisch überprüft und schließlich eine eigene Definition entwickelt. Insbesondere die Bestimmung des Zeitpunktes der Kommunikation ist für die spätere zeitliche Eingrenzung und Auswahl des Sample für die Inhaltsanalyse bedeutsam. Anschließend werden nach der Bestimmung der relevanten Kommunikationsphase auch die soziale und technologische Dimension des Begriffs näher beleuchtet. Die Klärung des Begriffs von Social TV sowie die mit ihm in Verbindung stehenden Begriffe sind die Grundlage für ein einheitliches Verständnis selbiger und bilden die Basis für deren nachfolgende Verwendung.
Social TV ist ein bisher noch nicht wissenschaftlich gesicherter und daher schillernder Begriff. Den diversen in der bisherigen Fachliteratur kursierenden Definitionen sind jedoch drei Dimensionen gemeinsam: Einer auf den Zeitpunkt der Kommunikation gerichteten Dimension sowie zwei Dimensionen, die sich bereits aus der Verschmelzung der beiden Termini ‚Social‘ und ‚TV‘ ergeben; einer sozialen und einer technologischen Dimension. Der Zeitpunkt der Kommunikation sowie die Eingrenzung der für die Kommunikation verwendeten Plattformen der Sozialen Medien erweisen sich als zentrale Unterscheidungsmerkmale für ein weites oder enges Begriffsverständnis. Nachfolgend werden zwei Definitionen stellvertretend für die unterschiedlichen Auffassungen von Social TV exemplarisch dargestellt. Durch die kritische Auseinandersetzung mit diesen wird sodann eine eigene Definition formuliert und detailliert vorgestellt.
Eine aktuelle Definition vom Institut für Journalismus und Kommunikationsforschung in Hannover (im Folgenden: IJK), die im Zusammenhang mit seinem Forschungsprojekt „Social TV“ eine Reihe von Studien hervorgebracht hat, geht von dieser Definition aus:
„Social TV [ist] die gleichzeitige Unterhaltung mit anderen Zuschauern auf Online-Plattformen wie Facebook, Twitter oder über Apps während eines speziellen Fernsehprogramms.“
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Medienbranche durch Digitalisierung und Konvergenz und führt in die Thematik der veränderten Mediennutzung im Kontext von Social TV ein.
2 Forschungsstand Social TV: Dieses Kapitel arbeitet den aktuellen Forschungsstand zu Social TV auf, definiert den Begriff präzise und beleuchtet dessen technologische, soziale sowie gesellschaftliche Dimensionen.
3 Theoretische Grundlagen der Emotionen: Hier werden emotionstheoretische Ansätze untersucht, insbesondere in Bezug auf Unterhaltungserleben, Mitfiebern und parasoziale Interaktion, um die psychologische Basis für das Gemeinschaftsgefühl zu legen.
4 Forschungsfrage: In diesem Abschnitt wird die zentrale Forschungsfrage formuliert, die hinterfragt, ob sich das Gemeinschaftserleben im virtuellen Raum der Social-TV-Community manifestiert.
5 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der explorativen quantitativen Inhaltsanalyse, einschließlich der Fallauswahl (The Voice of Germany), der Plattformwahl (Twitter) und der Kriterien für die Kategorienbildung.
6 Ergebnisse: Die Ergebnisse der Inhaltsanalyse werden hier präsentiert, die Kategorien (Bewertungen, Mitfiebern, Dialektik der Interaktion) quantitativ ausgewertet und die Forschungsfragen überprüft.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Masterthesis zusammen und reflektiert, dass der „Lagerfeuereffekt“ im Rahmen der Mediatisierung eine digitale Renaissance in Form von Social TV erlebt.
Social TV, Lagerfeuereffekt, Mediatisierung, digitale Kommunikation, Gemeinschaftsgefühl, Inhaltsanalyse, Twitter, The Voice of Germany, Interaktion, parasoziale Interaktion, Emotionen, mediale Ereignisse, Mediennutzung, Unterhaltungserleben, Second Screen.
Die Arbeit untersucht das Phänomen Social TV als kulturelles Artefakt und analysiert, wie sich das traditionelle Gemeinschaftsgefühl beim Fernsehen („Lagerfeuereffekt“) in digitale, virtuelle Gemeinschaften in Sozialen Netzwerken verlagert.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Social TV, die technologischen und sozialen Dimensionen des Medienwandels, die Rolle von Emotionen bei der Medienrezeption sowie die Methodik der computergestützten Inhaltsanalyse.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob und wie sich die Dimensionen des Gemeinschaftserlebens in den Statusmeldungen von Social-TV-Communities manifestieren, um zu prüfen, ob diese Communities virtuelle „Lagerfeuer“ darstellen.
Es wird eine explorative, quantitative Inhaltsanalyse von Twitter-Daten zu einer populären Castingshow durchgeführt, wobei ein Kategoriensystem auf Basis der theoretischen Vorüberlegungen entwickelt und angewendet wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu Social TV und Emotionen, die detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und die empirische Analyse der gesammelten Twitter-Daten zur Sendung „The Voice of Germany“.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Social TV, Lagerfeuereffekt, Mediatisierung, digitale Kommunikation, Gemeinschaftsgefühl, Inhaltsanalyse, Twitter und parasoziale Interaktion charakterisieren.
Die Sendung dient als Fallbeispiel, da sie aufgrund ihrer hohen Popularität, der interaktiven Elemente und der emotionalen Bindung der Zuschauer prädestiniert ist, um die Mechanismen von Social TV und das Gemeinschaftsgefühl der Nutzer zu analysieren.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Dimensionen des Gemeinschaftsgefühls in der Online-Kommunikation manifest werden und dass der „Lagerfeuereffekt“ im Kontext des technologischen Wandels und der Social-TV-Nutzung als virtuelles Erlebnis erfolgreich fortlebt.
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