Bachelorarbeit, 2014
25 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die NAIRU
2.1.1 Die Phillips-Kurve
2.2 Das Konzept der NAIRU
2.3 Die Höhe der NAIRU
2.4 Einflussfaktoren
2.4.1 Makroökonomische Schocks
2.4.2 Institutionell-ordnungspolitische Faktoren
3. Auswirkungen der Agenda 2010 auf die deutsche NAIRU
3.1 Gründe für die Agenda 2010
3.3 Reformen der Agenda 2010
3.4 Ökonomische Auswirkungen
3.4.1 Arbeitsmarktlage im Vorfeld
3.4.2 Arbeitsmarktlage im Zuge der Agenda 2010
3.5 Signifikanter Einfluss auf die NAIRU?
4. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den Arbeitsmarktreformen der "Agenda 2010" und der Entwicklung der NAIRU (non-accelerating inflation rate of unemployment) in Deutschland, um zu bewerten, ob und inwiefern diese Reformen einen signifikanten Einfluss auf die strukturelle Arbeitslosigkeit hatten.
2.2 Das Konzept der NAIRU
Das Konzept der NAIRU „gehört mittlerweile zum allgemein akzeptierten Kern des in den USA dominierenden neu-keynesianischen makroökonomischen Mainstreams“. Das Akronym NAIRU steht für „non accelerating inflation rate of unemployment“, was übersetzt „die Arbeitslosigkeit, bei der sich die Inflation nicht beschleunigt“, bedeutet. Dieser Name ist jedoch etwas unglücklich gewählt, da die NAIRU eher als die Arbeitslosenquote, bei der die Inflationsrate konstant bleibt, verstanden werden sollte. Dahinter steht die Vorstellung, dass Engpässe am Arbeitsmarkt durch eine bestimmte Arbeitslosenquote signalisiert werden. Bei Unterschreitung der NAIRU steigen die Löhne und damit einhergehend steigt auch die Inflationsrate. Im umgekehrten Fall wird die Inflationsrate sinken. Somit gibt die NAIRU einen Hinweis darauf, ob vom Arbeitsmarkt ein inflationärer bzw. disinflationärer Druck ausgeht.
Man könnte sie auch als die Grenzlinie zwischen der Arbeitslosigkeit, die ihren Ursprung in Funktionsstörungen auf den Arbeits- und Gütermärkten hat, und einer auf Konjunkturschwankungen beruhenden Arbeitslosigkeit bezeichnen. Vorausgesetzt es liegen konstante Preissteigerungsraten vor, kann die Arbeitslosenquote, welche sich auf oder unter der NAIRU befindet, nur dadurch reduziert werden, dass man die Rahmenbedingungen ändert. Das sind institutionell-ordnungspolitische Rahmenbedingungen welche durch Maßnahmen, die auf Arbeits- und Gütermärkten angebotsseitig bestimmte Funktionsstörungen beseitigen, verbessert werden können.
Bei Werten über der NAIRU ist es möglich, die Arbeitslosigkeit durch eine Konjunkturbelebung zu senken, ohne dabei höhere Inflationsraten in Kauf zu nehmen.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Konzept der NAIRU ein und begründet die Wahl der Agenda 2010 als primäres Untersuchungsobjekt zur Analyse von Arbeitsmarktreformen in Deutschland.
2. Die NAIRU: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der NAIRU, ausgehend von der Phillips-Kurve über das moderne Konzept bis hin zu den Schwierigkeiten bei der empirischen Messung und den relevanten Einflussfaktoren.
3. Auswirkungen der Agenda 2010 auf die deutsche NAIRU: Hier werden die Gründe, Inhalte und ökonomischen Folgen der Agenda 2010 detailliert aufgearbeitet, um deren kausalen Zusammenhang mit der Entwicklung der NAIRU zu prüfen.
4. Fazit: Das Kapitel resümiert die Ergebnisse der Analyse und kommt zu dem Schluss, dass die Agenda 2010 einen signifikanten Einfluss auf den Rückgang der strukturellen Arbeitslosigkeit hatte, wenngleich eine exakte Quantifizierung schwierig bleibt.
NAIRU, Agenda 2010, Arbeitsmarkt, Phillips-Kurve, Arbeitslosenquote, Hartz-Reformen, Strukturreformen, Inflation, Lohnpolitik, Arbeitsmarktflexibilisierung, Beschäftigungspolitik, makroökonomische Schocks, Lohn-Preis-Spirale, Kündigungsschutz, Langzeitarbeitslosigkeit.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung der NAIRU und analysiert, welchen Einfluss die deutschen Arbeitsmarktreformen (Agenda 2010) auf dieses ökonomische Konzept hatten.
Zentrale Themen sind die Entstehung der NAIRU, die Mechanismen des Arbeitsmarktes sowie die spezifischen ordnungspolitischen Maßnahmen der Agenda 2010.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die Agenda 2010 einen messbaren Einfluss auf die Höhe der NAIRU in Deutschland ausgeübt hat.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse sowie der Auswertung von empirischen Daten und NAIRU-Schätzungen, etwa durch die OECD.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der NAIRU und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Agenda 2010, inklusive ihrer verschiedenen Stufen wie den Hartz-Reformen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie NAIRU, Agenda 2010, Strukturreformen, Arbeitsmarktflexibilisierung und Phillips-Kurve geprägt.
Die Arbeit stellt klar, dass die NAIRU als eine Art Gleichgewichtsgröße fungiert; liegt die Arbeitslosigkeit darunter, entsteht inflationärer Druck, liegt sie darüber, ist eine konjunkturelle Belebung ohne Inflationsrisiko möglich.
Die Hartz-Reformen werden als zentrales Instrument der Agenda 2010 identifiziert, das durch Deregulierung und Flexibilisierung maßgeblich dazu beitrug, strukturelle Arbeitslosigkeit zu verringern.
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