Masterarbeit, 2014
131 Seiten
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Themeneingrenzung
1.2 Aufbau und methodisches Vorgehen
2 Ausgewählte rechtliche und gesundheitspolitische Rahmenbedingungen des Arzneimittelmarkts
3 Market Access pharmazeutischer Unternehmen
3.1 Grundlagen zum klassischen Market Access
3.1.1 Pricing
3.1.2 Reimbursement
3.1.3 Marktpenetration
3.2 Market Access seit der Einführung des AMNOGs
3.2.1 Frühe Nutzenbewertung und Pricing
3.2.2 Contracting
3.2.3 Ziele und Zielerreichung im Market Access
3.2.4 Market Access-Prozess anhand des Produktlebenszyklus von Arzneimitteln
3.2.5 Exkurs: Schnittstelle von Market Access und Marketing
4 Grundzüge des Stakeholdermanagements
4.1 Stakeholder-Ansatz als Basis
4.2 Ziele und Elemente des Stakeholdermanagements
4.3 Stakeholder-Analyse als Kernelement
4.3.1 Stakeholder Behavior Analysis
4.3.2 Stakeholder Behavior Explanation
4.3.3 Coalition Analysis
4.4 Management-Strategien
5 Stakeholdermanagement im Market Access
5.1 Identifikation der Stakeholder
5.2 Stakeholder-Analyse
5.2.1 Gesundheitspolitik
5.2.2 Regulierungsinstitutionen
5.2.3 Kostenträger
5.2.4 Leistungserbringer
5.2.5 Wissenschaft
5.2.6 Medien
5.2.7 Leistungsempfänger
5.3 Ableitung von Stakeholdermanagement-Strategien
6 Diskussion
7 Fazit
Die Masterarbeit zielt darauf ab, ein fundiertes Verständnis für das Stakeholdermanagement nach R. Edward Freeman zu erlangen und dieses auf die spezifischen Herausforderungen des Market Access pharmazeutischer Unternehmen in Deutschland zu übertragen, um praxisnahe Strategien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit in einem hochregulierten Marktumfeld zu entwickeln.
1.2 Aufbau und methodisches Vorgehen
Da der deutsche Arzneimittelmarkt und damit das Handeln der pharmazeutischen Unternehmen stark reglementiert ist, wird in Kapitel 2 ein Überblick der wichtigsten Regulierungsinstrumente gegeben. Die Betrachtung von bestimmten Regulierungsmechanismen zeigt die vielschichtige und komplexe Einflussnahme auf den Arzneimittelmarkt und gleichzeitig auf die darin agierenden pharmazeutischen Unternehmen. Das Fundament der Analyse bildet die theoretische Auseinandersetzung hinsichtlich der beiden zu verknüpfenden Themen: Stakeholdermanagement und Market Access. In Kapitel 3 werden deshalb die Grundzüge von Market Access dargelegt. Die Bedeutung der Akteure auf dem Arzneimittelmarkt verstärkt sich in der Literaturaufarbeitung von Market Access, wobei auf einen nur geringen wissenschaftlichen Fundus zurückgegriffen werden kann. Hier wird anhand der limitierten Veröffentlichungen ein Verständnis für die Komplexität von Market Access entwickelt, insbesondere vor dem Hintergrund der Neuerungen durch das AMNOG und dem weiteren Verlauf der Arbeit zugrunde gelegt. Kapitel 4 widmet sich dem Stakeholdermanagement. Stakeholder werden in den Wirtschaftswissenschaften bereits seit den 1960ern international diskutiert. Insofern existiert hier ein fundiertes Begriffsverständnis. Da R. Edward Freeman als Begründer der Stakeholder-Theorie gilt, dient seine Auffassung zum Management von Stakeholdern als Analyseinstrument.
In Kapitel 5 werden die theoretischen Erkenntnisse aus der Literatur bezüglich des Stakeholdermanagements auf den Market Access pharmazeutischer Unternehmen übertragen. Es erfolgt daher nach der Identifikation der Stakeholder im Market Access ihre ausführliche Profilanalyse. Das beinhaltet die Bestimmung der Ansprüche, der Verhaltenscharakteristika, der Einflussmöglichkeiten und der Kooperations- und Bedrohungspotentiale im Market Access. Bei dieser Betrachtung werden die Market Access-Aktivitäten zwangsläufig deutlicher herausgestellt. Somit wird Market Access in Kapitel 3 grundlegend beschrieben. Die Ausgestaltung einzelner Schritte im Market Access-Prozess wird jedoch im Verlauf der Analyse immer wieder aufgegriffen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmenden Marktbarrieren für pharmazeutische Unternehmen durch regulatorische Verschärfungen wie das AMNOG und etabliert das Stakeholdermanagement als kritischen Erfolgsfaktor für den Marktzugang.
2 Ausgewählte rechtliche und gesundheitspolitische Rahmenbedingungen des Arzneimittelmarkts: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die komplexen Regulierungsinstrumente (z. B. Festbeträge, Preismoratorien, Rabattverträge), die den Handlungsspielraum von Pharmaunternehmen in Deutschland maßgeblich begrenzen.
3 Market Access pharmazeutischer Unternehmen: Hier werden die Grundlagen des Market Access vor und nach dem AMNOG dargelegt, wobei insbesondere die Bedeutung von Pricing, Reimbursement und Marktpenetration sowie die prozessuale Einbettung im Produktlebenszyklus erläutert werden.
4 Grundzüge des Stakeholdermanagements: Dieses Kapitel vermittelt die theoretischen Grundlagen des Stakeholder-Ansatzes nach R. Edward Freeman und definiert Analyseinstrumente wie die Stakeholder-Analyse und Management-Strategien als essenzielle Bestandteile moderner Unternehmensführung.
5 Stakeholdermanagement im Market Access: Im Hauptteil werden die theoretischen Ansätze auf die spezifischen Stakeholder des deutschen Pharmamarktes übertragen, detailliert profiliert und in Bezug auf ihre Macht sowie Kooperations- und Bedrohungspotenziale analysiert.
6 Diskussion: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse kritisch und weist auf die Grenzen einer verallgemeinerten Betrachtung hin, betont dabei die Notwendigkeit einer indikations- und produktspezifischen Anwendung.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer interdisziplinären Market Access-Strategie zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit eines aktiven, transparenten Stakeholdermanagements unter Berücksichtigung der komplexen regulatorischen Anforderungen.
Market Access, Stakeholdermanagement, Arzneimittelmarkt, AMNOG, Stakeholder-Analyse, Pharmaindustrie, Preisfindung, Erstattungsfähigkeit, Gesundheitspolitik, Nutzenbewertung, Kooperationspotenzial, Bedrohungspotenzial, Strategieentwicklung, Produktlebenszyklus, Gesundheitsökonomie.
Die Arbeit untersucht die Anwendung des Stakeholdermanagements nach R. Edward Freeman auf den Market Access pharmazeutischer Unternehmen in Deutschland, um den Erfolg neuer Arzneimittel unter verschärften regulatorischen Bedingungen zu sichern.
Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Rahmenbedingungen des deutschen Arzneimittelmarktes, den theoretischen Konzepten des Stakeholdermanagements, der Analyse relevanter Akteure (Stakeholder) sowie der strategischen Verknüpfung von Market Access und Marketing.
Das primäre Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für das Stakeholdermanagement im Kontext des Market Access zu schaffen und pharmazeutischen Unternehmen eine praxisbezogene, wissenschaftliche Unterstützung zu bieten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit trotz zunehmender Regulierung zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und -aufarbeitung, die durch eine systematische Profilanalyse und strategische Einordnung der Stakeholder gemäß Freemans Modellen (u. a. Stakeholder Behavior Analysis und Coalition Analysis) ergänzt wird.
Im Hauptteil (Kapitel 5) werden die verschiedenen Stakeholder im Market Access (z. B. G-BA, GKV, Ärzte, Apotheker, Patienten) identifiziert und mittels einer Profilanalyse hinsichtlich ihrer Macht, ihrer Ansprüche sowie ihrer Kooperations- und Bedrohungspotenziale detailliert bewertet.
Zentrale Begriffe sind Market Access, Stakeholdermanagement, Arzneimittelmarkt, AMNOG, Nutzenbewertung, Preisfindung und Erstattungsfähigkeit.
Die Arbeit beschreibt einen sogenannten "Entscheider-Shift", bei dem sich der Fokus der Stakeholder-Struktur von den einzelnen verordnenden Ärzten und Apothekern hin zu institutionellen Akteuren wie dem G-BA, dem IQWiG und dem GKV-Spitzenverband verlagert hat.
Der GKV-Spitzenverband wird als wichtigster Stakeholder identifiziert, der durch seine monopolistischen Verhandlungen über Erstattungsbeträge und seine zentrale Rolle im G-BA maßgeblich das Pricing und den Marktzugang neuer Arzneimittel beeinflusst.
Die Schwierigkeit resultiert aus dem "Entscheider-Shift", der zunehmenden Heterogenität der Akteure, der hohen Regulierungsdichte und der Notwendigkeit, komplexe Nutzenargumentationen sowohl für institutionelle Entscheider als auch für die breite Öffentlichkeit (z. B. Patientenorganisationen) konsistent und transparent zu kommunizieren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

