Bachelorarbeit, 2014
93 Seiten, Note: 2,3
I. Einleitung
II. Theoretischer Teil
1. Begriffsklärung Inklusion
1.1 Rechtliche Entwicklung
1.2 UN-Behindertenrechtskonvention
1.3 Index für Inklusion
2. Behinderung
2.1 Allgemeine Definition
2.2 Sinnesbehinderungen
2.3 Körperbehinderungen
2.4 Geistige Behinderungen
2.5 Seelische Behinderungen
3. Sonderpädagogische Einrichtungen
4. Barrieren auf dem Weg zur Inklusion
4.1 Defizite der Einrichtungen
4.2 Nachteile für die Kinder
III. Empirischer Teil
5. Methode
6. Interviewportraits
6.1 Interviewpartnerin A
6.2 Interviewpartnerin B
6.3 Interviewpartnerin C
7. Interviewinterpretation
7.1 Interviewpartnerin A
7.2 Interviewpartnerin B
7.3 Interviewpartnerin C
8. Diskussion
IV. Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Auswirkungen der Inklusion im Kindertagesstättenbereich, indem sie die theoretischen Anforderungen an inklusive Settings mit den praktischen Erfahrungen und Einschätzungen sonderpädagogischer Fachkräfte kontrastiert. Das zentrale Ziel ist es, zu ermitteln, ob eine generelle Auflösung sonderpädagogischer Einrichtungen zum aktuellen Zeitpunkt eine Bereicherung oder eine Gefährdung der pädagogischen Förderqualität für Kinder mit Beeinträchtigungen darstellt.
4. Barrieren auf dem Weg zur Inklusion
Viele Regeleinrichtungen, die im Zuge des Inklusionsgedankens zum ersten Mal behinderte Kinder aufnehmen, machen sich im Voraus kaum Gedanken über die Konsequenzen dieser Umstellung. Dabei bringt der Entschluss, eine Einrichtung auch für Kinder mit Behinderung zu öffnen, viele weitere Entscheidungen und Veränderungen mit sich.
Welche Schwierigkeiten dabei auf die LeiterInnen, das Team sowie den Träger zukommen können und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um dem Label „inklusiv“ gerecht zu werden, wird im Folgenden dargestellt. Außerdem werden Nachteile in Bezug auf die Förderung und die soziale Entwicklung der Kinder in einer inklusiven Kindertageseinrichtung erläutert.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle bildungspolitische Debatte um die Abschaffung von Sonderschulen und leitet daraus die Forschungsfrage für den Bereich der Kindertagesstätten ab.
II. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Inklusion, erläutert die rechtlichen Grundlagen und beschreibt verschiedene Formen von Behinderungen sowie die spezifischen Anforderungen sonderpädagogischer Einrichtungen.
III. Empirischer Teil: Die Arbeit nutzt leitfadengestützte Interviews mit Fachkräften aus sonderpädagogischen Einrichtungen, um deren subjektive Einschätzungen und Erfahrungen zum Inklusionsprozess zu erheben.
8. Diskussion: Die Diskussion führt die theoretischen Befunde mit den Ergebnissen der Experteninterviews zusammen und arbeitet Übereinstimmungen sowie Widersprüche heraus.
IV. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Inklusion zwar als Leitbild essenziell ist, der aktuelle Umsetzungsprozess jedoch strukturelle und fachliche Defizite aufweist, die gegen eine überstürzte Abschaffung von Sondereinrichtungen sprechen.
Inklusion, Integration, Sonderpädagogik, Behindertenrechtskonvention, Frühpädagogik, Behinderung, Kindertagesstätte, qualitative Forschung, Fachkräftemangel, inklusive Bildung, Förderung, Barrieren, interdisziplinäres Team, Förderplanung, Heterogenität.
Die Arbeit befasst sich kritisch mit der Umsetzung des Inklusionsgedankens in Kindertagesstätten und hinterfragt, ob die Forderung nach der Auflösung sonderpädagogischer Einrichtungen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen den Bedürfnissen von Kindern mit Behinderungen gerecht wird.
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Inklusion, Integration und Exklusion, die rechtlichen Grundlagen durch die UN-Behindertenrechtskonvention sowie die praktischen Hürden (räumlich, personell, finanziell) für inklusive Kindertagesstätten.
Ziel ist es, die Perspektive sonderpädagogischer Fachkräfte auf inklusive Prozesse zu erfassen und zu untersuchen, ob inklusive Settings in der derzeitigen Konzeption tatsächlich eine optimale Förderung für Kinder mit Beeinträchtigungen gewährleisten können.
Die Arbeit basiert auf der qualitativen Sozialforschung. Hierzu wurden leitfadengestützte Interviews mit Fachkräften aus sonderpädagogischen Einrichtungen geführt und mittels der dokumentarischen Methode nach Bohnsack ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen zu Behinderungsformen und den Anforderungen sonderpädagogischer Arbeit sowie einen empirischen Teil, der die Einschätzungen der interviewten Experten präsentiert und reflektiert.
Die Untersuchung wird durch Begriffe wie Inklusion, Sonderpädagogik, Frühpädagogik, Behindertenrechtskonvention und Förderqualität charakterisiert.
Die Fachkräfte kritisieren primär den Mangel an sonderpädagogischem Fachwissen in Regeleinrichtungen, unzureichende Personalschlüssel, fehlende räumliche Barrierefreiheit und eine finanzielle Unterausstattung, die eine individuelle Förderung erschwert.
Die Arbeit schlussfolgert, dass die generelle Abschaffung sonderpädagogischer Einrichtungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht zielführend ist, da sie derzeit die sicherere und individuellere Förderung für Kinder mit hohem Hilfebedarf gewährleisten.
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