Bachelorarbeit, 2014
81 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Klärung zentraler Begriffe
2.1 Demografischer Wandel
2.2 Ältere Arbeitnehmer
2.3 Berufliche Weiterbildung
2.4 Kompetenz und Kompetenzentwicklung
3 Die Folgen des demografischen Wandels und das Weiterbildungsverhalten älterer Arbeitnehmer
3.1 Konsequenzen des demografischen Wandels für die Arbeitswelt
3.1.1 Allgemeine Auswirkungen auf das Erwerbspersonenpotenzial
3.1.2 Auswirkungen auf ältere Arbeitnehmer
3.2 Weiterbildungsverhalten älterer Arbeitnehmer
3.2.1 Zur Weiterbildungsbeteiligung
3.2.2 Barrieren zur Teilnahme an Weiterbildung
3.2.3 Motive zur Weiterbildungsteilnahme
4 Lernfähigkeit und Kompetenzen im Alter
4.1 Das Defizitmodell des Alterns
4.2 Kognitiver Leistungswandel und Potenziale älterer Arbeitnehmer: Der Ansatz der Kompetenzentwicklung
4.3 Lernkompetenz, -bereitschaft und -widerstände älterer Lernender
5 Das Problemorientierte Lernen (POL)
5.1 Begriffsklärung
5.2 Lerntheoretische Einordnung
5.3 Zum Vorgang des Problemlösens: „Der Siebensprung“
5.4 Dimensionen Problemorientierten Lernens
5.5 Ziele und Funktionen Problemorientierten Lernens
6 Alterssensibles Lernen mit POL am Beispiel eines Seminares für Erzieher
6.1 Die Zielgruppe und ihr Kompetenzprofil
6.2 Die Weiterbildungsmaßnahme und ihre Zielstellung
6.3 Alterssensibles Lernen mittels POL - ein Lernkonzept für ältere Erzieher
6.3.1 Beachtung der Individualität der Lernenden
6.3.2 Anknüpfen an bestehendes Erfahrungswissen
6.3.3 Erkennbare Sinnhaftigkeit des Lernens
6.3.4 Wahrnehmung der Lernenden als Experten
6.3.5 Förderung der Lernkompetenz durch Selbststeuerung
6.3.6 Vermeidung von Zeitdruck
6.4 Möglichkeiten der Kompetenzentwicklung für ältere Erzieher durch POL
6.5 Bewertung alterssensiblen Problemorientierten Lernens für ältere Erzieher
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie formalisierte Weiterbildungsmaßnahmen für ältere Beschäftigte, insbesondere Erzieher, alterssensibel gestaltet werden können. Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Lernkonzepts, das auf den Prinzipien des Problemorientierten Lernens (POL) basiert, um die Beschäftigungsfähigkeit dieser Zielgruppe nachhaltig zu sichern.
3.1.1 Allgemeine Auswirkungen auf das Erwerbspersonenpotenzial
Der demografische Wandel zieht - aufgrund der o. g. Kennzeichen - seit 2003 einen sich zunehmend verstärkenden Bevölkerungsrückgang nach sich (vgl. Statistisches Bundesamt, 2009, S. 12 f.). Von 2008 bis 2060 wird in Deutschland ein Rückgang um schätzungsweise 17 Millionen Menschen erwartet (vgl. Statistisches Bundesamt, 2009, ebd.). Die abnehmende Zahl der Geburten und die gestiegene Lebenserwartung der Menschen führt zudem zu Veränderungen im Altersaufbau der Bevölkerung (vgl. Statistisches Bundesamt, 2009, S. 14 ff.). Abbildung 1 zeigt eine grafische Darstellung der Altersstruktur der Bevölkerung in Deutschland von 2008 im Vergleich zur Bevölkerungsvorausberechnung des Jahres 2060.
Die große Anzahl der vierzig- bis fünfzigjährigen Menschen von 2008 weist auf geburtenstarke Jahrgänge Anfang und Mitte der 1960er Jahre hin. Aufgrund der Alterung dieser Jahrgänge transformiert sich die tannenbaumähnliche Altersstruktur von 2008 im Verlauf der nächsten Jahrzehnte in die Form eines Pilzes im Jahre 2060. Hieraus ergibt sich, dass die Anzahl der jüngeren Menschen zwischen 30 und 50 Jahren kontinuierlich sinkt, während der Anteil der älteren Menschen zwischen 50 und 65 Jahren zeitgleich steigt (vgl. Zimmermann, 2009, S. 7). Für den Arbeitsmarkt bedeutet dies einen Rückgang und eine Alterung der Erwerbsbevölkerung. Betrachtet man zudem die Spanne der Menschen im Erwerbsalter (20 bis 65 Jährige), so zeigt sich, dass von den knapp 50 Millionen Menschen des Jahres 2008 nur noch 36 Millionen Menschen im Jahre 2060 im Erwerbsalter sein werden (vgl. Statistisches Bundesamt, 2009, S. 17). Dies bedeutet einen Verlust von 27%.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz lebenslangen Lernens vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und definiert die Forschungsfrage bezüglich der alterssensiblen Gestaltung von Weiterbildung für Erzieher.
2 Klärung zentraler Begriffe: Dieses Kapitel definiert die grundlegenden Termini der Arbeit, darunter Demografie, den Begriff des älteren Arbeitnehmers sowie die verschiedenen Formen beruflicher Weiterbildung und Kompetenzentwicklung.
3 Die Folgen des demografischen Wandels und das Weiterbildungsverhalten älterer Arbeitnehmer: Hier werden die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Arbeitsmarkt analysiert und das spezifische Weiterbildungsverhalten sowie die Barrieren und Motive älterer Beschäftigter dargestellt.
4 Lernfähigkeit und Kompetenzen im Alter: Dieses Kapitel korrigiert das Defizitmodell des Alterns, erläutert den kognitiven Leistungswandel und diskutiert die Faktoren Lernkompetenz, Lernbereitschaft sowie Lernwiderstände.
5 Das Problemorientierte Lernen (POL): Hier wird das POL als Lernmethode eingeführt, lerntheoretisch (Konstruktivismus) verortet und der Ablauf des „Siebensprungs“ sowie die didaktischen Dimensionen erläutert.
6 Alterssensibles Lernen mit POL am Beispiel eines Seminares für Erzieher: Dieser Hauptteil konzipiert eine Weiterbildungsmaßnahme für Erzieher unter Nutzung von POL und bewertet die Möglichkeiten zur Kompetenzentwicklung sowie die Herausforderungen des Konzepts.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die Ergebnisse der Forschungsfrage und bietet einen Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit einer präventiven Bildungspolitik.
Berufliche Weiterbildung, ältere Arbeitnehmer, demografischer Wandel, lebenslanges Lernen, Erzieher, Problemorientiertes Lernen, POL, Kompetenzentwicklung, Lernfähigkeit, Lernkompetenz, Beschäftigungsfähigkeit, Handlungskompetenz, Siebensprung, Didaktik, Altersbilder.
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung von formalisierten Weiterbildungsmaßnahmen für ältere Arbeitnehmer, insbesondere Erzieher, um deren Beschäftigungsfähigkeit angesichts des demografischen Wandels zu erhalten.
Die zentralen Themen umfassen den demografischen Wandel, die Lernpsychologie im Alter, die Theorie des Problemorientierten Lernens (POL) sowie die spezifische Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Berufsgruppe der Erzieher.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie lässt sich eine formalisierte Weiterbildungsmaßnahme für ältere Beschäftigte, speziell ältere Erzieher, alterssensibel gestalten?“
Die Arbeit basiert auf einer theoriegeleiteten Untersuchung unter Auswertung aktueller Studien und Fachliteratur, um darauf aufbauend ein konkretes Lernkonzept für eine Weiterbildungsmaßnahme zu entwickeln.
Der Hauptteil analysiert neben den theoretischen Grundlagen zum Altern und zum Lernen (POL) die praktische Konzeption eines Seminars, inklusive der Leitlinien für alterssensibles Lernen wie Individualisierung, Wissensanknüpfung und Selbststeuerung.
Die Arbeit ist insbesondere geprägt durch Begriffe wie „Problemorientiertes Lernen“, „alterssensible Weiterbildung“, „Kompetenzentwicklung“ und „kristalline Intelligenz“.
Die Erzieher wurden aufgrund ihrer hohen gesellschaftlichen Bedeutung und des aktuellen Bedarfs an Fachkräften sowie des damit einhergehenden Bedarfs an Anpassungsfortbildungen ausgewählt.
Als zentrale Herausforderungen nennt die Autorin eine mögliche Überforderung durch zu starke Selbststeuerung, eine negative Einstellung zur formalen Bildung („Lernentwöhnung“) sowie die Heterogenität des Vorwissens in der Gruppe.
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