Bachelorarbeit, 2013
74 Seiten, Note: 2,8
1. Problemstellung
1.1 Untersuchungsziel
1.2 Gang der Untersuchung
2. Finanz-Controlling
2.1 Definition Finanz-Controlling
2.2 Aufgaben und Ziele des Finanz-Controllings
2.3 Finanz-Controlling als Teil der Unternehmenssteuerung
3. Dienstleistungsunternehmen in Abgrenzung zu produzierenden Unternehmen
3.1 Dienstleistungsunternehmen
3.2 Dienstleistungs-Controlling
4. Finanzplanung bei Dienstleistungsunternehmen
4.1 Die Finanzplanung
4.2 Zahlungsorientierte Finanzplanung
4.2.1 Der Finanzplan
4.2.2 Spezifika des Finanzplans bei einem Dienstleistungsunternehmen
4.3 Jahresabschlussorientierte Finanzplanung
4.3.1 Die Kapitalflussrechnung
4.3.2 Spezifika der Kapitalflussrechnung bei einem Dienstleistungsunternehmen
4.4 Finanzkennzahlen als Planungsinstrument
4.4.1 Liquiditätsorientierte Kennzahlen
4.4.2 Erfolgsorientierte Kennzahlen
4.4.3 Risikoorientierte Kennzahlen
4.4.4 Spezifika der Finanzkennzahlen bei einem Dienstleistungsunternehmen
5. Finanzkontrolle bei Dienstleistungsunternehmen
5.1 Funktionen der Finanzkontrolle
5.2 Statische Finanzkontrolle durch Finanzkennzahlen
5.2.1 Horizontale Bilanz-Kennzahlen
5.2.1.1 Liquiditätsorientierte Kennzahlen
5.2.1.2 Horizontale Finanzierungsregeln
5.2.2 Vertikale Bilanz-Kennzahlen
5.2.2.1 Vermögensstruktur
5.2.2.2 Kapitalstruktur
5.2.2.3 Vertikale Finanzierungsregel
5.2.3 Erfolgsorientierte Kennzahlen
5.2.4 Spezifika und Anwendungsmöglichkeiten der statischen Finanzkontrolle bei einem Dienstleistungsunternehmen
5.3 Dynamische Finanzkontrolle durch Cash-flow und Kapitalflussrechnung
5.3.1 Cash-flow
5.3.2 Kapitalflussrechnung
5.3.3 Spezifika und Anwendungsmöglichkeiten der dynamischen Finanzkontrolle bei einem Dienstleistungsunternehmen
6. Zusammenfassung und Fazit
Das primäre Ziel dieser Thesis ist der Nachweis, dass durch den Einsatz des Finanz-Controllings als integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung die Liquidität in Dienstleistungsunternehmen nachhaltig sichergestellt werden kann. Dabei werden spezifische Instrumente der Finanzplanung und Finanzkontrolle analysiert, um deren Anwendbarkeit in diesem Sektor zu überprüfen.
3.1 Dienstleistungsunternehmen
In der Volkswirtschaftslehre findet eine sektorale Einteilung der Wirtschaft statt, in welcher die Dienstleistungsunternehmen in dem tertiären Sektor ihren Platz finden. Dieser Dienstleistungssektor ist der größte Sektor in der Wirtschaft.
Der Dienstleistungssektor leistet mit rund zwei Dritteln den größten Anteil des Bruttoinlandsprodukts. Die Dienstleistungsunternehmen erwirtschafteten in den letzten Jahren circa 70 Prozent der Bruttowertschöpfung, der zentralen Größe bei der Ermittlung des Bruttoinlandsprodukts. Unternehmens-, Finanzierungs- und Vermietungsdienstleister erwirtschaften fast ein Drittel der gesamten wirtschaftlichen Wertschöpfung.
Anders als die sektorale Klassifikation in der Volkswirtschaftslehre, erfolgt in der Betriebswirtschaftslehre eine Einteilung der Unternehmen nach der Art der erstellten Leistung. Es lässt sich zwischen den Sachleistungsbetrieben, die Güter herstellen, und den Dienstleistungsbetrieben unterscheiden.
In der heutigen Zeit erbringen die produzierenden Unternehmen neben den Sachgütern auch eine Vielzahl an Dienstleistungen. Diese sektorenübergreifenden Dienstleistungen werden in dieser Arbeit außer Betracht gelassen, da sich diese nur mit den klassischen Dienstleistungsunternehmen befasst.
Erschwert wird die Abgrenzung durch das Fehlen einer einheitlichen Definition der Begriffe „Dienstleistungen“ und „Dienstleistungsunternehmen“ in der Betriebswirtschaftslehre. Die Dienstleistung wird in der Fachliteratur immer mit dem Begriff „Immaterialität“ verknüpft.
Bei der Dienstleistung spricht man von einem immateriellen Gut, welches physisch nicht greifbar ist. Es lässt sich im Gegensatz zu den Sachgütern nicht auf Lager produzieren. Materielle Trägermedien wie z.B. Papier oder Speichermedien werden zwar als materielle Trägersubstanzen für die Erstellung einer Dienstleistung eingesetzt, dennoch lässt sich die Dienstleistung nicht wie Sachgüter in einer Inventarliste aufzählen, da die Immaterialität der Dienstleistung nicht gemessen oder gewogen werden kann.
Da eine Dienstleistung nicht lagerfähig ist, erfolgen Herstellung und Konsum zeitlich und räumlich synchron. Dieser synchron verlaufende Prozess wird als „Uno-actu-Prinzip“ bezeichnet.
1. Problemstellung: Einleitung in die Bedeutung des Dienstleistungssektors und Begründung der Notwendigkeit eines spezifischen Finanz-Controllings zur Liquiditätssicherung.
2. Finanz-Controlling: Definition des Begriffs sowie Erläuterung der operativen und strategischen Aufgaben im Rahmen der Unternehmenssteuerung.
3. Dienstleistungsunternehmen in Abgrenzung zu produzierenden Unternehmen: Analyse der grundlegenden Merkmale von Dienstleistern wie Immaterialität und Uno-actu-Prinzip sowie Herleitung eines darauf abgestimmten Controllings.
4. Finanzplanung bei Dienstleistungsunternehmen: Detaillierte Betrachtung zahlungs- und jahresabschlussorientierter Planungsinstrumente unter Berücksichtigung branchenspezifischer Besonderheiten.
5. Finanzkontrolle bei Dienstleistungsunternehmen: Erläuterung von Methoden der statischen und dynamischen Kontrolle sowie deren Anwendungsmöglichkeiten für Dienstleister.
6. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Erkenntnisse und abschließende Bewertung der Anwendbarkeit von Controlling-Instrumenten im Dienstleistungssektor.
Finanz-Controlling, Unternehmenssteuerung, Dienstleistungsunternehmen, Liquiditätssicherung, Finanzplanung, Finanzkontrolle, Finanzkennzahlen, Cash-flow, Kapitalflussrechnung, Immaterialität, Uno-actu-Prinzip, Rentabilität, Investitionstätigkeit, Leistungsbereitschaft.
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Finanz-Controlling-Instrumenten in Dienstleistungsunternehmen und untersucht, wie diese zur Sicherung der Liquidität und zur Steuerung des Unternehmenserfolgs eingesetzt werden können.
Zu den zentralen Themen gehören die Finanzplanung, die Finanzkontrolle, die Analyse spezifischer Finanzkennzahlen und die Herausforderungen, die sich durch die Immaterialität von Dienstleistungen für das Controlling ergeben.
Das Hauptziel ist nachzuweisen, dass mithilfe eines angepassten Finanz-Controllings die Liquidität in einem Dienstleistungsunternehmen trotz branchenspezifischer Besonderheiten gewährleistet werden kann.
Es handelt sich um eine literarische Arbeit, die bestehende betriebswirtschaftliche Theorien und Instrumente aufarbeitet und deren Übertragbarkeit auf Dienstleistungsunternehmen analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Finanzplanung und Finanzkontrolle, wobei jeweils spezifische Instrumente wie Finanzpläne, Kennzahlen und die Kapitalflussrechnung hinsichtlich ihrer Anwendung bei Dienstleistern untersucht werden.
Wesentliche Begriffe sind Finanz-Controlling, Liquiditätssicherung, Dienstleistungssektor, Finanzkennzahlen und die Abgrenzung zu produzierenden Unternehmen.
Da Produktion und Konsum bei Dienstleistungen zeitlich zusammenfallen und die Leistung nicht lagerfähig ist, führt eine ungenutzte Kapazität unmittelbar zu Verlusten, was das Controlling vor spezifische Planungs- und Auslastungsherausforderungen stellt.
Während die grundlegende Methodik ähnlich ist, erfordern das geringere Anlagevermögen und das Fehlen von Lagerbeständen eine differenzierte Anwendung und teilweise Anpassung klassischer Kennzahlen wie der "Banker’s Rule" oder der Anlagenintensität.
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