Bachelorarbeit, 2014
46 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Analyse der Ziele in der Kooperation auf Basis ausgewählter Theorien der strategischen Managementforschung
2.1 Marktorientierte Analyse
2.2 Ressourcenorientierte Analyse
3. Ableitung und Analyse konkreter Ausgestaltungsmöglichkeiten in den Zielbereichen der Kooperation
3.1 Ausgestaltungsmöglichkeiten im Bereich Kundenservice
3.2 Ausgestaltungsmöglichkeiten im Bereich Marketing
4. Analyse potenzieller Ausgestaltungshindernisse in der Kooperation und Ableitung möglicher Gegenmaßnahmen
4.1 Analyse potenzieller Ausgestaltungshindernisse in der Kooperation
4.2 Ableitung möglicher Gegenmaßnahmen
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die strategische Partnerschaft zwischen der Deutschen Telekom und Twitter mit dem Ziel, die zugrunde liegenden ökonomischen Motive, konkrete Ausgestaltungsmöglichkeiten sowie potenzielle Hindernisse der Kooperation zu identifizieren und zu analysieren.
3.1 Ausgestaltungsmöglichkeiten im Bereich Kundenservice
Die Telekom wird aufgrund ihrer Serviceinitiative „Telekom hilft“ häufig als Positivbeispiel in puncto Kundenservice via Social Media herangezogen. Ein Teil der Initiative ist der gleichnamige twitter-Kanal, der im Mai 2010 lanciert wurde. Dieser wird von Mitarbeitern eines Callcenters der Telekom betreut und von Kunden und anderen Interessenten für Fragen bezüglich des Produktangebots des Unternehmens genutzt.
Die Vorteile von Twitter im Vergleich zu anderen Servicekanälen sind aus Sicht der Telekom unter anderem die Möglichkeit des schnellen und unkomplizierten Kundensupports sowie die Suchfunktion, mit der Kundenäußerungen über die Telekom effizient verfolgt werden können. Aus der Begrenzung von Nachrichten auf 140 Zeichen lässt sich zudem ableiten, dass die Mitarbeiter der Telekom ihre Antworten auf die Informationen beschränken müssen, die für die Lösung eines Problems wirklich relevant sind. Wenn ihnen dies gelingt und sich das Problem in 140 Zeichen lösen lässt, kann die Begrenzung zu einer natürlichen Eliminierung überflüssiger, womöglich verwirrender Informationen führen und somit die Qualität der Problemlösung erhöhen. Wegen des positiven Zusammenhangs zwischen Lösungsqualität und Kundenzufriedenheit kann die Zeichenbegrenzung bei wenig komplexen Problemen somit indirekt die Kundenzufriedenheit erhöhen.
Bei komplexeren Problemen wird die Begrenzung hingegen zum Nachteil. Probleme solcher Art müssen in einen anderen Servicekanal geleitet und zum Beispiel per Telefon oder E-Mail bearbeitet werden. Ebenso ist der Wechsel zu Facebook möglich, wo den Telekom-Mitarbeitern 420 anstatt 140 Zeichen zur Verfügung stehen. Für die Telekom-Kunden geht der Wechsel von Twitter zu einem anderen Servicekanal mit einem erhöhten Eigenaufwand einher, der sich negativ auf ihre Zufriedenheit auswirken und über negative Mundpropaganda der Servicereputation der Telekom schaden kann. Dies kann sich negativ auf den wirtschaftlichen Erfolg der Telekom auswirken, indem es zum Beispiel zu einer Reduktion der Neukundenzahlen führt. Bei „Telekom hilft“ tritt dieser Effekt besonders stark zu Tage, da Veränderungen des Eigenaufwands bei diesem Servicekanal einen relativ großen Einfluss auf die Kundenzufriedenheit haben.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die strategische Relevanz der Kooperation zwischen Telekom und Twitter vor dem Hintergrund wachsender Bedeutung sozialer Medien dar und definiert das Untersuchungsziel.
2. Analyse der Ziele in der Kooperation auf Basis ausgewählter Theorien der strategischen Managementforschung: Dieses Kapitel untersucht die übergeordneten Kooperationsziele sowie die individuellen strategischen Interessen der beiden Partner unter Anwendung marktorientierter und ressourcenbasierter Ansätze.
3. Ableitung und Analyse konkreter Ausgestaltungsmöglichkeiten in den Zielbereichen der Kooperation: Hier werden spezifische Potenziale der Zusammenarbeit für die Bereiche Kundenservice und Marketing erarbeitet, einschließlich innovativer Tarifmodelle.
4. Analyse potenzieller Ausgestaltungshindernisse in der Kooperation und Ableitung möglicher Gegenmaßnahmen: Dieses Kapitel identifiziert Risiken wie Datenschutzbedenken sowie opportunistisches Verhalten und entwickelt Strategien, um diesen durch Dialog und vertragliche Absicherung entgegenzuwirken.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten der Partnerschaft im Kontext sich wandelnder Marktbedingungen.
Kooperation, Deutsche Telekom, Twitter, Strategisches Management, Kundenservice, Marketing, Mobilfunknetz, Datenschutz, Opportunismus, Vertrauen, Digitale Strategie, Nutzererlebnis, Social Media, Online-Nachrichten, Marktdifferenzierung.
Die Arbeit analysiert die strategische Kooperation zwischen der Deutschen Telekom und Twitter, um deren wirtschaftliche Ziele und praktische Ausgestaltungsmöglichkeiten zu beleuchten.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der marktorientierten sowie ressourcenorientierten Zielanalyse, den Anwendungsbereichen Kundenservice und Marketing sowie der Identifikation von Ausgestaltungshindernissen.
Das Ziel ist es, zu verstehen, wie beide Unternehmen ihre individuellen Ziele, wie Kundengewinnung und Marktdifferenzierung, durch die gegenseitige Nutzung ihrer Ressourcen innerhalb der Partnerschaft realisieren können.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretisch fundierte Analyse strategischer Managementkonzepte und überträgt diese auf die praktische Kooperation der beiden Unternehmen.
Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung konkreter Ausgestaltungsmöglichkeiten (z. B. Nachrichtenticker, „All you can app“-Tarife) und der Analyse von Hindernissen, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und opportunistisches Verhalten.
Wesentliche Begriffe sind Kooperation, Kundenservice, Datenschutz, vertrauensbasierte Zusammenarbeit und strategische Marktdifferenzierung.
Das leistungsfähige LTE-Netz der Telekom ist eine zentrale Ressource, da es eine flüssige Wiedergabe von Inhalten ermöglicht, was die Nutzerzufriedenheit erhöht und somit die Attraktivität Twitters für Werbekunden steigern kann.
Die Arbeit schlägt einen offenen Dialog mit den Kunden sowie transparente Aufklärung über Datennutzung vor, um Vertrauen zu stärken und negative Auswirkungen auf die Mitgliederbasis zu minimieren.
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