Magisterarbeit, 2008
78 Seiten, Note: 1,8
Die vorliegende Magisterarbeit befasst sich mit dem Klezmer-Revival in Polen und der damit verbundenen Frage nach Authentizität und Identität. Die Arbeit analysiert, wie sich das Klezmer-Revival in Polen entwickelt hat, welche Faktoren zu dieser Entwicklung beigetragen haben und wie die Musik in der heutigen Zeit von polnischen Musikern und Zuhörern interpretiert wird.
Im ersten Kapitel wird die Einleitung in das Thema gegeben und die Forschungsfragen der Arbeit formuliert. Kapitel 2 erläutert die Vorgehensweise der Arbeit und die einzelnen Schritte der Analyse. Kapitel 3 befasst sich mit dem Begriff „Klezmer" und dessen verschiedenen Definitionen, die im Kontext des Klezmer-Revivals von Bedeutung sind. Kapitel 4 analysiert den Begriff der Authentizität und die damit verbundenen Fragen der Identität im Zusammenhang mit dem Klezmer-Revival. Kapitel 5 beschreibt das Phänomen des „virtuellen Judentums" in Polen, das durch die Abwesenheit einer lebendigen jüdischen Kultur geprägt ist. Kapitel 6 beleuchtet das Klezmer-Revival in Polen, seine Geschichte und die verschiedenen Akteure, die an ihm beteiligt sind. Das Kapitel analysiert auch die verschiedenen Perspektiven auf die Frage, ob polnische nicht-jüdische Musiker das „Recht" haben, Klezmer zu spielen. Kapitel 7 stellt die musikwissenschaftlichen Merkmale der Klezmer-Musik vor, die für die Frage nach Authentizität von Bedeutung sind. Das Kapitel analysiert die verschiedenen Modi, das Repertoire, die Instrumentierung, das Arrangement, die Phrasierung und Ornamentierung sowie die Improvisation. Im letzten Kapitel wird ein Fazit gezogen und die Bedeutung der Klezmer-Musik für die heutige polnische Gesellschaft diskutiert.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen den Klezmer, das Klezmer-Revival, Authentizität, Identität, jüdische Kultur, polnische Kultur, polnisch-jüdische Beziehungen, Diaspora, virtuelles Judentum, Krakau, Kazimierz, Kroke, Cracow Klezmer Band, Leopold Kozlowski, Musikwissenschaft, Melodik, Skalen, Repertoire, Instrumentierung, Arrangement, Phrasierung, Ornamentierung, Improvisation.
Das Klezmer-Revival ist die weltweite Wiederbelebung und Modernisierung der traditionellen Festmusik osteuropäischer Juden, die in den 1970er Jahren in den USA begann.
Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass jüdische Kultur (wie Musik und Festivals) in Polen intensiv gepflegt wird, obwohl die ursprüngliche jüdische Bevölkerung durch den Holocaust fast vollständig vernichtet wurde.
Dies ist ein zentrales Thema der Debatte um kulturelle Aneignung und Authentizität. Die Arbeit untersucht, wie polnische Musiker ihren eigenen Zugang zu dieser Tradition finden.
Typisch sind spezifische Skalen (Steiger), Verzierungen (Krekhts), eine besondere Melodik und Instrumente wie Klarinette und Violine sowie Einflüsse aus Jazz und Rock in modernen Hybridformen.
Krakau, insbesondere das Viertel Kazimierz, ist durch sein jüdisches Kulturfestival und Bands wie "Kroke" ein Zentrum der neuen Klezmer-Szene in Europa.
Traditionalisten streben die Rekonstruktion des historischen Stils an, während Modernisten Klezmer mit zeitgenössischen Genres wie Jazz oder Rock mischen.
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