Diplomarbeit, 2002
225 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Asset Backed Securities (ABS) – Grundzüge, Transaktionskonzept und risikominimierende Strukturen
2.1 Historische Entwicklung und Ursachen von ABS
2.2 Klassisches Transaktionskonzept und dessen Ablauf
2.3 Transaktionsparteien und deren Funktionen
2.3.1 Originator (Service Agent)
2.3.2 Special Purpose Vehicle
2.3.3 Investor
2.3.4 Trustee (Treuhänder)
2.3.5 Arrangeur
2.3.6 Ratingagenturen
2.3.7 Sicherungsgeber und weitere Parteien
2.4 Arten von ABS
2.4.1 Unterscheidung nach Asset-Klassen
2.4.2 Strukturvarianten von ABS
2.4.2.1 Pass-Through- / Fondszertifikatskonzept
2.4.2.2 Pay-through-/ Anleihekonzept
2.5 Besicherungsmethoden für ABS
2.5.1 Interne Besicherungsmethoden
2.5.2 Externe Besicherungsmethoden
2.6 Abgrenzung von ABS zu Pfandbriefen, Forfaitierung und Factoring
2.6.1 Abgrenzung zur Pfandbriefemission
2.6.2 Abgrenzung zu Factoring und Forfaitierung
2.7 Konventionelle vs. synthetische Verbriefung
2.7.1 Credit Default Swap (CDS)
2.8 Rechtliche und steuerliche Aspekte von ABS Transaktionen
2.9 Vorteile und Motivation einer ABS Transaktion
2.10 Allgemeine Nachteile einer ABS Transaktion
2.11 Risikominimierung durch ABS Transaktionen
2.12 Fazit
3 Die Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II)
3.1 Überblick über Basel II
3.1.1 Das Drei-Säulen-Konzept
3.1.1.1 Säule I: Mindestkapitalvorschriften
3.1.1.2 Säule II: Bankaufsichtsrechtlicher Überprüfungsprozess
3.1.1.3 Säule III: Erweiterte Offenlegung (Marktdisziplin)
3.1.2 Der Standardansatz
3.1.3 Der auf internen Ratings basierende Ansatz (IRB Ansatz)
3.1.4 Zwischenergebnis
3.2 Asset Securitisation unter Basel II
3.2.1 ABS im Standardansatz
3.2.2 Verbriefung im IRB Ansatz
4 Der Markt für ABS in Deutschland – Eine Trendanalyse
4.1 Kritische Würdigung der Baseler Vorschläge zur Asset Securitisation
4.2 Die Marktsituation von ABS in Deutschland
5 Zusammenfassende Betrachtung
Diese Arbeit analysiert die Bedeutung von Asset Backed Securities (ABS) als Instrument zur Risikominimierung im Kontext der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II). Das primäre Ziel ist es, das Verständnis für ABS-Strukturen zu vertiefen und zu untersuchen, wie diese Verbriefungstechniken unter den neuen aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen zur Risikosteuerung und Eigenkapitalentlastung von Kreditinstituten eingesetzt werden können.
2.3.1 Originator (Service Agent)
Originatoren oder Forderungsverkäufer müssen i.d.R. über einen ausreichend großen Forderungspool verfügen, der für eine Verbriefung geeignet ist. Die Anforderungen an die Assets sind dabei nicht nur für die Transaktion qualitativ von begünstigender Natur, sondern auch teilweise entscheidend, wenn nicht sogar unerlässlich für die rechtliche und wirtschaftliche Durchführbarkeit. Die folgende Tabelle verdeutlicht die wichtigsten Prämissen, welche an den Asset-Pool gestellt werden:
Der Originator, als die die Besicherungsmasse generierende und den Transaktionsablauf - nicht selten in Kooperation mit einem Arrangeur – planende Partei, ist der Ursprung einer jeden ABS Transaktion. In einigen Fällen treten jedoch Originatoren auch so auf, dass sie zunächst Forderungen aufkaufen und dann verbriefen. Der Originator trägt die Transaktionskosten die zur Beurteilung der Assets, der Strukturierung und der rechtlichen Ausprägung notwendig sind. Er isoliert nicht nur seine Risiken aufgrund der bilanzbefreienden Wirkung, sondern verschafft sich durch die Zession auch zusätzliche Liquidität. Der Originator gründet das aus steuerlichen Aspekten meist in Steueroasen ansässige, unabhängige SPV, da die in Deutschland vorherrschende Steuergesetzgebung (Gewerbe(-ertrag-)steuer für das SPV) ganze ABS Transaktionen kostenaufwendig, oder sogar unrentabel machen und damit zum Scheitern bringen kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Asset Backed Securities (ABS) ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle von ABS als Instrument zur Risikominimierung im Kontext von Basel II zu untersuchen.
2 Asset Backed Securities (ABS) – Grundzüge, Transaktionskonzept und risikominimierende Strukturen: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von ABS, die beteiligten Parteien und die verschiedenen Strukturierungs- sowie Besicherungsmethoden.
3 Die Neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II): Hier wird das Drei-Säulen-Konzept von Basel II vorgestellt und analysiert, wie diese neuen regulatorischen Anforderungen spezifisch auf ABS-Transaktionen angewendet werden.
4 Der Markt für ABS in Deutschland – Eine Trendanalyse: Dieses Kapitel betrachtet die aktuelle Marktsituation in Deutschland und analysiert kritisch die Auswirkungen der regulatorischen Änderungen durch Basel II auf das Verbriefungsgeschäft.
5 Zusammenfassende Betrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der künftigen Bedeutung von ABS als Refinanzierungsinstrument unter Basel II.
Asset Backed Securities, ABS, Basel II, Eigenkapitalarbitrage, Risikominimierung, Verbriefung, Special Purpose Vehicle, SPV, Kreditrisiko, True Sale, synthetische Verbriefung, Forderungsverkauf, Bankenaufsicht, Eigenkapitalunterlegung, Strukturierte Finanzierung
Die Arbeit behandelt Asset Backed Securities (ABS) und deren Rolle als Finanzinstrument zur Risikominimierung für Kreditinstitute unter dem Einfluss der Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II).
Zentrale Themen sind die Strukturierung von ABS-Transaktionen, die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen, die Anforderungen von Basel II sowie eine Analyse des deutschen Marktes für Verbriefungen.
Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie ABS unter Basel II zur Risikosteuerung und Eigenkapitaloptimierung eingesetzt werden können und welche Auswirkungen dies auf die deutsche Kreditwirtschaft hat.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten theoretischen Analyse der ABS-Strukturen sowie einer empirischen Untersuchung durch Interviews mit Experten aus der Banken- und Finanzwirtschaft.
Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise von ABS, die Rolle der Akteure (Originator, SPV, Investor), die Auswirkungen von Basel II (Standard- und IRB-Ansatz) und die spezifische Marktsituation in Deutschland.
Die zentralen Schlagworte sind ABS, Basel II, Eigenkapitalarbitrage, Risikominimierung, Verbriefung, SPV, Credit Enhancements und Bankenregulierung.
Unter Basel II wird für konventionelle (True Sale) Verbriefungen eine klare regulatorische Behandlung angestrebt, während synthetische Verbriefungen stärker hinsichtlich der Risikotransfer-Qualität und der First-Loss-Positionen kritisch hinterfragt werden.
Die Arbeit nennt insbesondere steuerliche Hürden (Gewerbesteuerproblematik bei SPVs), eine fragmentierte Rechtslage und ein bisher weniger entwickeltes Kreditrisikomanagement als Hauptgründe für den Rückstand.
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