Diplomarbeit, 2014
52 Seiten, Note: 2
1. Stereotype, Vorurteile und Schemata.
1.1 Stereotype.
1.1.2 Soziale Kategorisierung und Stereotypisierung.
1.1.2.1 Soziale Kategorisierung und soziale Gruppe.
1.1.2.2 Kategorisierung, Aktivierung und Anwendung von Stereotypen.
1.1.3 Illusorische Korrelationen.
1.2 Vorurteile.
1.3 Soziale und sozialpsychologische Effekte.
1.3.1 Selbst erfüllende Prophezeiungen.
1.3.2 Der Rosenthal Effekt.
1.3.3 Der Andorra-Effekt.
2.0 Sozialisation.
2.1 Primäre Sozialisation.
2.2 Sekundäre Sozialisation.
2.3 Sozialisation und Biologie.
2.4 Peergroups.
2.5 Gender und Geschlechterrollen.
2.5.1 Gendertheorie.
2.5.2 Geschlechterrolle.
2.5.2.1 Kulturelle Geschlechterrolle.
2.5.2.2 Anthropologischer Erklärungsansatz.
2.5.3 Geschlechterrollen in der Soziologie.
2.5.3.1 Rollenverhalten und Rollenerwartungen.
2.5.3.2 Geschlechterrollenstereotype.
3.0 Kinder und Geschlecht.
3.1 Körperbewusstsein und Entwicklung der Geschlechtsidentität nach Lebensalter.
3.1.1 Pränatale Phase.
3.1.2 Von Geburt bis einschließlich Kindergartenalter.
3.2 Geschlechtsidentität.
3.2.1 Entwicklung von Geschlechtsidentität.
3.2.1.1 Anlage orientierte, biologistische Ansätze.
3.2.1.2 Umwelt als Ausgangspunkt – Sozial deterministische Theorien.
3.2.1.3 Kontextuelle Entwicklung.
3.2.1.4 Handlungstheoretische Theorien.
3.2 Erwerb von Geschlechterverhalten in der Kindheit.
3.2.1 Prozesse in der Entwicklung des Geschlechtsrollen-Verhaltens.
3.3 Das „Lernen“ von Geschlecht.
3.3.1 Instrumentelles Lernen.
3.3.2 Vorbildlernen.
4.0 Exkurs: Geschlechtsunterschiede – Der aktuelle Stand der naturwissenschaftlichen Forschung.
4.1 Evolutionsbiologie.
4.2 Neurologie – Hirnforschung.
4.3 Genetik und Endokrinologie - Hormonelle Unterschiede.
5. Der Einfluss von Geschlechterstereotypen von Erwachsenen auf die frühkindliche Entwicklung – ein Fazit.
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von Geschlechterstereotypen Erwachsener auf die frühkindliche Entwicklung im Kindergartenalter. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie diese Stereotype entstehen, tradiert werden und welche Dynamiken sie in der Sozialisation und Identitätsbildung von Kindern auslösen.
1.1 Stereotype
Der Begriff des Stereotyps setzt sich aus den zwei griechischen Wörtern „stereos“ - hart, starr, fest, und „typos“ - Entwurf, feste Norm zusammen. Ursprünglich in der Drucktechnik beheimatet, migrierte das Wort im frühen 20.Jhdt in die Sozialwissenschaften. Eine frühe Definition des Begriffs prägten die beiden Forscher Katz und Braly (1933) in einer Studienarbeit über Rassenvorurteile in den USA.
„Ein starrer Eindruck, der nur in geringem Maße mit der Realität übereinstimmt und dadurch zustande kommt, dass wir zuerst urteilen und danach erst hinschauen.“ (Katz & Braly, 1933 racial stereotyping)
Neuere Definitionen sprechen von „einer Reihe von Überzeugungen über die Mitglieder einer sozialen Gruppe“ oder einer „Assoziation einer Reihe von Merkmalen mit einer Kategorie“. Stereotype bilden den kognitiven Teil von Vorurteilen, diese entstehen nicht zwangsläufig, sondern nur, wenn unreflektiert der Inhalt des Stereotyps als „wahr“ akzeptiert wird. Die Kenntnis eines Stereotyps beeinflusst jedoch bereits die Handlungen, da Erwartungen, die daraus hervorgerufen werden eine bestimmte Herangehensweise auslösen, welche nur die Bestätigung, nicht aber Negierungen zulässt.
1. Stereotype, Vorurteile und Schemata: Dieses Kapitel definiert die theoretischen Grundlagen von Stereotypen und Vorurteilen sowie deren Entstehung durch soziale Kategorisierung.
2.0 Sozialisation: Hier wird der Prozess der Sozialisation beleuchtet, in dem das Individuum gesellschaftliche Normen und Rollen, einschließlich Geschlechterrollen, erlernt.
3.0 Kinder und Geschlecht: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung der Geschlechtsidentität von Kindern und wie diese durch Erwartungen und Vorbilder im Umfeld geprägt wird.
4.0 Exkurs: Geschlechtsunterschiede – Der aktuelle Stand der naturwissenschaftlichen Forschung: Ein kritischer Blick auf biologische und neurologische Erklärungsmodelle zur Unterscheidung von Geschlechtern.
5. Der Einfluss von Geschlechterstereotypen von Erwachsenen auf die frühkindliche Entwicklung – ein Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass soziale Geschlechterrollen erlernt sind und maßgeblich durch das pädagogische Handeln und das soziale Umfeld konstruiert werden.
Geschlechterstereotype, Sozialisation, Vorurteile, Identitätsbildung, Kindergarten, Geschlechterrolle, Pädagogik, Vorbildlernen, Geschlechtsidentität, Soziale Kategorisierung, Lernprozesse, Naturwissenschaftliche Forschung, Rollenerwartungen, Erziehungswissenschaft, Frühkindliche Entwicklung.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entstehung, Tradierung und Wirkung von Geschlechterstereotypen und deren Auswirkungen auf das pädagogische Handeln im Kindergarten.
Die Arbeit behandelt die Bereiche Sozialisation, Identitätsentwicklung, Stereotypenbildung, Vorurteile und die kritische Analyse naturwissenschaftlicher Ansätze zur Geschlechtsunterscheidung.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Stereotype von Erwachsenen die frühkindliche Entwicklung und die Identitätsbildung von Kindern im Kindergartenalter beeinflussen.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung und Literaturanalyse mit Bezug zu sozialwissenschaftlichen, pädagogischen und psychologischen Theorien.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Stereotypisierung die verschiedenen Sozialisationsinstanzen (Peergroup, Elternhaus, Bildungseinrichtungen) sowie Lernmechanismen analysiert.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geschlechterrolle, Sozialisation, Stereotype, Identitätsbildung und frühkindliche Entwicklung charakterisiert.
Durch das Vorleben eigener Stereotype und Erwartungshaltungen können Pädagogen Kinder unbewusst in bestimmte, traditionelle Rollen drängen, die diese als „natürlich“ internalisieren.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass viele „natürliche“ Unterschiede eher sozial konstruiert und erlernt sind, wobei das soziale Umfeld eine gewichtigere Rolle spielt als rein genetische oder hormonelle Faktoren.
Vorbilder dienen als Identifikationsfiguren, an denen Kinder ihr eigenes Verhalten orientieren, was insbesondere in der Abwesenheit gleichgeschlechtlicher Vorbilder zu einer Orientierung an medialen oder klischeehaften Rollenbildern führen kann.
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