Bachelorarbeit, 2013
47 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1 Gender
2.2 Mainstreaming
2.3 Geschlechterstereotypen
3. Die Strategie Gender Mainstreaming
3.1 Grundlagen des Gender Mainstreaming
3.2 Handlungsfelder der Strategie
4. Entwicklung der Geschlechtsidentität im Kindesalter
4.1 Ausbildung einer Geschlechtskonstanz
4.2 Entstehung von geschlechtertypischen Verhalten
5. Funktionen von Geschlechtertrennung
5.1 Aktuelle Forschung zur Geschlechtertrennung in der Kindheit
5.2 Bedeutung des Geschlechts pädagogischer Fachkräfte für Kinder
6. Umsetzungsmöglichkeiten des Gender Mainstreaming
6.1 Möglichkeiten in der häuslichen Erziehung
6.2 Wege in der Kindertageseinrichtung
6.3 Wesentliche Aspekte in den ersten Schuljahre
7. Positive und negative Aspekte der Gender Mainstreaming Strategie im genannten Anwendungsbereich
8. Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit die politische Strategie des Gender Mainstreaming erfolgreich auf den Anwendungsbereich der Erziehung von Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren übertragen werden kann, um Geschlechterstereotypen abzubauen und Chancengleichheit zu fördern.
4. Die Entwicklung der Geschlechtsidentität im Kindesalter
„Die globale Geschlechtsidentität beinhaltet die überdauernde Selbstwahrnehmung, das innere Gefühl oder die Überzeugung (biologisch, psychisch und sozial) eindeutig männlich oder weiblich zu sein.“ (Trautner, 2002, S. 654).
Die Geschlechtsidentität wird von Geburt an durch interaktive Auseinandersetzung mit der Umwelt aufgebaut. Sie ist ein höhst komplexes Phänomen, welches während der frühen Kindheit entwickelt wird aber lebenslang Bestätigung durch die Umwelt benötigt.
Die besonders sensiblen Phasen der Sozialisation sind: das Vorschulalter, die mittlere Kindheit und die Adoleszenz. Speziell in dieser Zeit ist es möglich ein Umdenken im Bezug auf die eigene Geschlechtsidentität voranzutreiben, da sie noch nicht im Widerspruch zu eigenen nicht revidierbaren Lebensentscheidungen steht.
„Der Aufbau und die Veränderung der Geschlechtsidentität im individuellen Lebenslauf sind das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels biologischer, sozialer und individueller Entwicklungsbedingungen.“ (ebd., S. 656)
Am Anfang der Sozialisation steht die Festlegung des biologischen Geschlechts durch Hormone und die männlichen Spermien. Direkt nach der Geburt, „noch bevor das Kind sich selbst einem Geschlecht zuordnen kann, ist es bereits von Erwachsenen festgelegt wie sein Geschlecht geprägt werden soll.“ (Walter, 2009, S. 214).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die soziale Konstruktion des Geschlechts und die daraus resultierenden, oft unbewussten Verhaltensmuster, welche die Notwendigkeit einer geschlechterbewussten Erziehung unterstreichen.
2. Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Konzepte Gender, Mainstreaming und Geschlechterstereotypen, um eine einheitliche theoretische Basis für die Arbeit zu schaffen.
3. Die Strategie Gender Mainstreaming: Hier wird der Ursprung der Strategie als politische Gleichstellungspolitik erläutert und ihre Bedeutung für eine umfassende gesellschaftliche Gestaltung der Geschlechterverhältnisse dargelegt.
4. Entwicklung der Geschlechtsidentität im Kindesalter: Das Kapitel beschreibt den komplexen, interaktiven Prozess der Identitätsbildung vom Neugeborenen bis zum Kindesalter unter Berücksichtigung biologischer und sozialer Faktoren.
5. Funktionen von Geschlechtertrennung: Diese Ausführungen analysieren, warum Kinder gleichgeschlechtliche Gruppen suchen und welche Rolle pädagogische Fachkräfte bei der Aufrechterhaltung oder Überwindung dieser Trennung spielen.
6. Umsetzungsmöglichkeiten des Gender Mainstreaming: Dieses Hauptkapitel zeigt konkrete Wege auf, wie eine geschlechterbewusste Pädagogik in der Familie, in der Kita und in der Grundschule implementiert werden kann.
7. Positive und negative Aspekte der Gender Mainstreaming Strategie im genannten Anwendungsbereich: Das Kapitel reflektiert kritisch die Chancen und Herausforderungen der Strategie, insbesondere in Bezug auf gesellschaftliche Widerstände und die notwendige Veränderung von Rahmenbedingungen.
8. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion der Ergebnisse und betont die Notwendigkeit einer kontinuierlichen pädagogischen Auseinandersetzung mit dem Thema.
Gender Mainstreaming, Geschlechtsidentität, Geschlechterstereotype, Erziehung, Frühförderung, Sozialisation, Geschlechtergerechtigkeit, Pädagogik, Rollenverhalten, Chancengleichheit, Kindertageseinrichtung, Grundschule, Geschlechtertrennung, Identitätsentwicklung, Geschlechtskonstanz
Die Arbeit untersucht, ob und wie die politische Strategie des Gender Mainstreaming erfolgreich genutzt werden kann, um Geschlechterstereotypen im Erziehungskontext bei Kindern bis 10 Jahren abzubauen.
Zu den Kernpunkten gehören die Theorie der Geschlechtsidentität, die Funktionen von Geschlechtertrennung im Kindesalter, die Rolle pädagogischer Fachkräfte und die praktische Umsetzungsmöglichkeiten in verschiedenen Erziehungsinstitutionen.
Das Ziel ist es zu ergründen, ob eine politische Strategie auf die Erziehung angewendet werden kann und welche Auswirkungen eine konsequente Gleichstellung der Geschlechter auf die Entwicklung von Kindern hätte.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Verknüpfung aktueller Fachliteratur und Forschungsansätze zur Pädagogik, Sozialisation und Gender-Theorie.
Der Hauptteil widmet sich der Entwicklung der Geschlechtsidentität, der Bedeutung von Geschlechterrollen, der Rolle von Pädagogen sowie der chronologischen Umsetzung der Strategie von der häuslichen Erziehung bis hin zur Grundschule.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gender Mainstreaming, Geschlechtsidentität, Geschlechterstereotypen, geschlechterbewusste Pädagogik und Sozialisation bestimmt.
Da Kinder bereits in den ersten Lebensjahren durch ihr soziales Umfeld in Geschlechtskategorien gedrängt werden, bietet eine frühe Implementierung die größte Chance, starre Rollenmuster zu vermeiden und eine fluide Identitätsentwicklung zu fördern.
Neben gesellschaftlichen Widerständen und der Dominanz von Geschlechterhierarchien ist die mangelnde Verankerung in Bildungsplänen sowie die Notwendigkeit einer reflexiven Haltung bei den Erziehenden und Lehrkräften eine wesentliche Herausforderung.
Die Arbeit weist darauf hin, dass eine weiblich dominierte Erziehungswelt Stereotypen verfestigen kann, weshalb die Präsenz beider Geschlechter und eine geschlechtersensible Reflexion der Fachkräfte als essenziell für die Strategie erachtet wird.
Da die Familie der prägendste Ort in den ersten Lebensjahren ist, ist eine Zusammenarbeit mit den Eltern unerlässlich; diese stellt sich jedoch oft als schwierig dar, da viele Eltern selbst in traditionellen Rollenbildern verhaftet sind.
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