Bachelorarbeit, 2012
44 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Überblick über die Wirtschaftsethik
2.1 Definitionen
2.2 Ethische Grundkonzepte
2.3 Angestrebter Wirtschaftsethos
2.3.1 Grundlage der Forderungen
2.3.2 Forderungen des Globalen Wirtschaftsethos
2.4 Betrachtungsebenen der Wirtschaftsethik
2.4.1 Individualethik
2.4.2 Institutionenethik
2.4.3 Ordnungsethik
3 Sozialwissenschaftiche Forschung
3.1 Grundlagen sozialwissenschaftlicher Forschung
3.1.1 Der Forschungsprozess
3.1.2 Empirische Daten
3.1.3 Das Experiment
3.2 Experimente in den Sozialwissenschaften
3.2.1 Experimentelle Psychologie
3.2.2 Experimentelle Ökonomie
3.2.3 Experimentelle Philosophie
4 Experimentelle Wirtschaftsethik
4.1 Daseinsberechtigung
4.2 Ausgestaltung
4.2.1 Methodik
4.2.2 Herausforderungen
4.2.3 Fragestellungen
4.2.4 Konkretes Design
4.3 Beitrag zum Fortschritt
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, den potenziellen Beitrag zu untersuchen, den experimentelle Forschungsmethoden für den wissenschaftlichen Fortschritt innerhalb der Wirtschaftsethik leisten können. Es soll erforscht werden, welche Erkenntnisse durch Experimente gewonnen werden können, die mit klassischen theoretischen Ansätzen allein nicht zugänglich sind.
3.1.3 Das Experiment
An dieser Stelle möchte ich lediglich die allgemeine Methodik von Experimenten beschreiben. Die konkrete Ausgestaltung in verschiedenen Disziplinen sowie die spezifischen Implikationen daraus für eine experimentelle Wirtschaftsethik folgen dann im weiteren Verlauf der Arbeit.
Das Experiment als Forschungsmethode kennen die meisten aus den Naturwissenschaften. Da diese als Vorbild fungieren, folgen soziale Experimente denselben Prinzipien. Es gilt, den Untersuchungsgegenstand, sei es nun eine chemische Substanz oder eine menschliche Emotion, so von störenden Umwelteinflüssen zu isolieren bzw. diese zu kontrollieren, dass präzise Aussagen über Ursache und Wirkung von einzelnen Variablen auf den untersuchten Gegenstand möglich sind. Bei der Durchführung eines Experiments wird also die Auswirkung einer Änderung der vom Versuchsleiter kontrollierten abhängigen Variable auf eine unabhängige Variable untersucht. Auf diese Art lässt sich im besten Falle eine statistisch signifikante Abhängigkeit zwischen Ursache und Wirkung ausschließen oder nachweisen und eventuell sogar quantifizieren. Ein Experiment ermöglicht durch seine sehr starke Abstraktion eine präzise Untersuchung von Kausalitätszusammenhängen, ist jedoch auch sehr anfällig für mögliche Fehlerquellen.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz wirtschaftsethischer Themen ein, diskutiert aktuelle Krisen und den Bedarf an empirischer Fundierung der traditionellen Wirtschaftsethik.
2 Überblick über die Wirtschaftsethik: Hier werden zentrale Begriffe, ethische Grundkonzepte und das Konzept des globalen Wirtschaftsethos sowie dessen Betrachtungsebenen (Individual-, Institutionen- und Ordnungsethik) erläutert.
3 Sozialwissenschaftiche Forschung: Dieses Kapitel widmet sich den Grundlagen der empirischen Sozialforschung, erklärt den Forschungsprozess und analysiert die Rolle von Experimenten in der Psychologie, Ökonomie und Philosophie.
4 Experimentelle Wirtschaftsethik: Das Kernkapitel diskutiert die Daseinsberechtigung, methodische Herausforderungen sowie konkrete experimentelle Designs zur Untersuchung wirtschaftsethischer Hypothesen und deren Beitrag zum Fortschritt.
Wirtschaftsethik, Experimentelle Wirtschaftsethik, Empirische Sozialforschung, Verhaltensökonomie, Ordnungsethik, Experiment, Kausalität, Normen, Globale Wirtschaftsethos, Experimentelle Psychologie, Institutionenethik, Validität, Anreizethik, Sozialwissenschaften, Individualethik
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration experimenteller Methoden in die Disziplin der Wirtschaftsethik, um deren wissenschaftlichen Fortschritt zu fördern.
Zentral sind die Verknüpfung von normativer Ethik mit empirischen Ergebnissen, die methodische Abgrenzung zwischen Psychologie und Ökonomie sowie die Anwendung dieser Methoden auf wirtschaftsethische Fragestellungen.
Die Forschungsfrage lautet, welchen Beitrag die Durchführung von Experimenten zum wissenschaftlichen Fortschritt in der Wirtschaftsethik leisten kann und welche Erkenntnisse durch diese Methode ermöglicht werden.
Der Fokus liegt auf der experimentellen Sozialforschung, wobei sowohl psychologische (z.B. Framing, Täuschung) als auch ökonomische (z.B. monetäre Anreize, Transparenz) Methoden diskutiert werden.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Wirtschaftsethik, vergleicht Experimente in verschiedenen Sozialwissenschaften und erarbeitet ein methodisches Design für die experimentelle Wirtschaftsethik.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Wirtschaftsethik, Experimentelle Wirtschaftsethik, Verhaltensökonomie, Ordnungsethik und empirische Forschung.
Während Psychologen häufig mit Täuschung und realistischen Rahmengeschichten arbeiten, setzen Ökonomen auf monetäre Anreize und eine Abstraktion des Phänomens als Spiel, um reine Entscheidungslogiken ohne verfälschenden Kontext zu isolieren.
Der ordnungsethische Ansatz zielt darauf ab, allgemeine Regeln und Anreizstrukturen zu erforschen, die ein ethisches Handeln als Nebenprodukt individuellen Vorteilsstrebens ermöglichen, anstatt nur an das gute Gewissen des Einzelnen zu appellieren.
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