Bachelorarbeit, 2014
64 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
A. THEORETISCHER TEIL
2. Mediensport und die Rolle von Emotionen
2.1 Definition von Mediensport und sportlicher Realität
2.2 Merkmale der Medialisierung des Sports
2.2.1 Theoretische Einordnung von Emotionen
2.2.2 Emotionale Wahrnehmungsmuster der Sportrezeption
3. Grundlagen des Risikosports
3.1 Risikoforschung im Sport
3.1.1 Theoretische Einordnung des Begriffs Risiko
3.1.2 Definition von Risikosport
3.2 Motivationspsychologische Grundlagen des Risikosports
3.2.1 Sensation Seeking
3.2.2 Sensation Seeking und Mediennutzungsverhalten
4. Die Medialisierung des Risikosports
4.1 Vergleich von Trend- und Risikosport
4.1.1 Merkmale der Medialisierung im Risikosport
4.1.2 Emotionalität und High Sensation Seeking im Risikosport
B. EMPIRISCH-PRAKTISCHER TEIL
5. Forschungsgegenstand und Hypothesen
6. Methodische Umsetzung
6.1 Untersuchungsdesign
6.2 Operationalisierung
6.2.1 Unabhängige Variablen
6.2.2 Abhängige Variablen
6.3 Auswahl des Stimulusmaterials
6.4 Stichprobenauswahl und Durchführung
6.5 Pretest
7. Darstellung der Ergebnisse
7.1 Beschreibung der Stichprobe
7.2 Faktorenanalysen und Reliabilität der Skalen
7.3 Überprüfung der Forschungshypothesen
7.4 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
C. Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss der medialen Inszenierung auf die Bewertung des emotionalen Erlebens und die Einstellungen gegenüber Risikosport, wobei der Fokus insbesondere auf der Zielgruppe der "High Sensation Seeker" liegt.
2.1 Definition von Mediensport und sportlicher Realität
Es herrscht Einigkeit darüber, dass die öffentliche Wahrnehmung des Sports medienspezifischen Einflüssen unterliegt (Horky, 2001, S. 175; Gleich, 2008, S. 189), die zur Entstehung des „Mediensports“ bzw. der „Sportmedienrealität“ (Scherer, 2004, S. 215) geführt haben. Diese Realitätskonstruktion weist allerdings nur wenige Ähnlichkeiten zu tatsächlichen sportlichen Realität auf. Die ursprüngliche sportliche Realität beschreibt den Alltag von Spitzensportlern, welcher durch tägliches Training, regelmäßige Wettkämpfe und hohe körperliche Belastungen geprägt ist (Knobbe, 2000, S. 27). Im Vergleich zum Breitensport zählt im Spitzensport ausschließlich der Leistungsgedanke und es wird ein entsprechender Aufwand betrieben um diesem gerecht zu werden (Horky, 2001, S. 121). Über diesen Alltag erfährt der Zuschauer zumeist jedoch relativ wenig, da er in den Medien nur geringe Beachtung findet. Diese Form der bewussten Selektion, in Kombination mit weiteren Faktoren, wird gleichbedeutend mit Mediensport oder Sportmedienrealität bezeichnet.
Zentrales Merkmal ist die Berichterstattung über nur wenige medial verwertbare Teilbereiche des Sports. Bereits die Auswahl der gezeigten Sportarten verdeutlicht den Fokus auf massentauglichen Sport wie Fußball, Formel 1 oder Wintersport (Loosen, 2001, S. 137). Ein gutes Beispiel sind die zehn Fernsehsendungen mit höchsten Einschaltquoten im Jahr 2012. Hier finden sich aufgrund der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ausnahmslos Fußballspiele (Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung, 2012, o.S.).
Theoretisch lässt sich dieser Vorgang mit einem zweistufigen Selektionsprozess erklären. Journalisten legen in einem ersten Schritt fest, über welche Themen sie berichten und welche Inhalte für die Öffentlichkeit relevant sind. Anschließend wird entschieden, in welcher Tonalität die Berichterstattung erfolgen soll. Zwar lässt sich hier natürlich von einer Form der Verzerrung sprechen, andererseits bleibt den Medien meist nichts anderes übrig. Es ist schlicht unmöglich, alle Bereiche der sportlichen Realität gleichwertig zu erfassen, sodass die Konstruktion einer eigenen Medienwirklichkeit unabdingbar ist (Becker, 1983, S. 31, Horky, 2001, S. 149).
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Medialisierung des Risikosports und Formulierung der zentralen Forschungsfragen.
2. Mediensport und die Rolle von Emotionen: Analyse der theoretischen Grundlagen von Mediensport sowie der Rolle von Emotionen und Wahrnehmungsmustern bei der Sportrezeption.
3. Grundlagen des Risikosports: Definition der Risikoforschung im Sport sowie Erläuterung der psychologischen Grundlagen, insbesondere des Konzepts Sensation Seeking.
4. Die Medialisierung des Risikosports: Untersuchung der Verbindungen zwischen Trendsport und Risikosport im Kontext medialer Inszenierungsstrategien.
5. Forschungsgegenstand und Hypothesen: Herleitung der Hypothesen zu den Effekten medialer Inszenierung auf die emotionale Bewertung durch verschiedene Nutzergruppen.
6. Methodische Umsetzung: Beschreibung des Online-Experiments, der Operationalisierung der Variablen und der Auswahl des Stimulusmaterials.
7. Darstellung der Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten, Faktorenanalysen, Reliabilitätsprüfungen und die Überprüfung der aufgestellten Forschungshypothesen.
C. Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Einordnung in den Forschungsstand und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Risikosport, Medialisierung, Sensation Seeking, Sportrezeption, Medienwirkung, Emotionen, Online-Befragung, Priming, Sportberichterstattung, Extremsport, Medienpsychologie, Zuschauerbindung, Wahrnehmungsmuster, Motivationspsychologie, Risikoforschung.
Die Arbeit untersucht, wie mediale Inszenierungsstrategien in Clips über Risikosportarten die Wahrnehmung und das emotionale Erleben der Zuschauer beeinflussen.
Zentrale Themen sind die Medialisierung des Sports, die psychologischen Hintergründe von Sensation Seeking sowie die Wirkung medialer Reize auf die Einstellung zum Risikosport.
Das Ziel ist es zu analysieren, welchen Einfluss die mediale Darstellung (insbesondere die Emotionalisierung) auf die emotionale Selbsteinschätzung und die Einstellung gegenüber Risikosport hat.
Die Arbeit verwendet eine quantitative Methode in Form eines Online-Experiments mit drei verschiedenen Versuchsbedingungen (Kontrollgruppe und zwei experimentelle Gruppen).
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen zur Medien- und Risikoforschung sowie einen empirischen Teil, in dem die Hypothesen durch eine Online-Befragung und Faktorenanalysen getestet werden.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Risikosport, Medialisierung, Sensation Seeking, Medienwirkung und emotionale Rezeption beschreiben.
Sensation Seeking dient als Persönlichkeitsmerkmal zur Segmentierung der Zielgruppe; es wird untersucht, ob High Sensation Seeker stärker auf risikoreiche und emotional aufbereitete Medieninhalte ansprechen.
Der Autor stellt fest, dass mediale Hinweise auf Gefahr (Priming) bei der emotionalen Selbsteinschätzung eine Rolle spielen, wobei teilweise grenzwertige Signifikanzen und interessante Trends erkennbar sind, die weiterführende Studien erfordern.
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