Masterarbeit, 2013
205 Seiten, Note: 1,0
Die vorliegende Arbeit untersucht den Bestand an Sozialkapital in der kenianischen Gesellschaft und analysiert dessen Wandel in Folge der politischen Unruhen 2007/2008. Besonderes Augenmerk liegt auf der Differenzierung von direkt und indirekt von den gewaltsamen Auseinandersetzungen betroffenen Personen, um die Auswirkungen auf deren Sozialkapitalbestand zu erfassen.
Kapitel 2 beleuchtet die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zum Sozialkapital. Es werden die verschiedenen Dimensionen und Komponenten des Sozialkapitals sowie deren Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung, die Bewältigung von Konflikten und die Stabilität politischer Systeme dargestellt. Kapitel 3 widmet sich dem Untersuchungsgegenstand Kenia. Es werden historische und politische Hintergründe der politischen Unruhen 2007/2008 beleuchtet sowie die staatlichen Initiativen zur Stärkung sozialer Kohäsion und zur Reintegration der internen Vertriebenen in der Post-Konfliktära beschrieben. Kapitel 4 präsentiert die Ergebnisse der empirischen Untersuchung. Es werden quantitative Daten aus dem Afrobarometer und qualitative Daten aus Interviews ausgewertet, um die Veränderungen des Sozialkapitals in Folge der politischen Unruhen zu analysieren. Kapitel 5 fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und bietet Schlussfolgerungen für die Praxis.
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Sozialkapital, politische Unruhen, Kenia, Ethnizität, interne Vertreibung, Regierungsführung, soziale Kohäsion, Vertrauen, Identitätsgefühl, Reintegration, Konfliktmanagement, Post-Konfliktära, Afrobarometer, qualitative Interviews.
Das Vertrauen in politische Instanzen sank, während die soziale Kohäsion und das Identitätsgefühl innerhalb ethnischer Gruppen zunahmen.
Binnenvertriebene berichten von einer stärkeren ethnischen Identifikation und leiden oft unter Traumata, was ihre Reintegration in die Gesamtgesellschaft erschwert.
Durch eine neue Verfassung und Kommissionen zur Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen versucht der Staat, neues Sozialkapital aufzubauen.
Die quantitativen Daten belegen einen Wandel in den Vertrauenswerten und der Wahrnehmung der sozialen Kohäsion zwischen 2005 und 2011.
Es ist eine Grundvoraussetzung für stabilen Frieden, wirtschaftliche Entwicklung und das Funktionieren demokratischer Institutionen in Post-Konflikt-Phasen.
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