Magisterarbeit, 2014
60 Seiten, Note: 2,3
Diese Arbeit untersucht die Frage, ob bewusste mentale Prozesse kausal wirksam sein können. Sie analysiert die Ergebnisse neurowissenschaftlicher Forschungsergebnisse, die auf eine Prädetermination bewusster Entscheidungen durch unbewusste neuronale Prozesse hindeuten, und setzt diese Erkenntnisse in Bezug zu philosophischen Debatten über die Natur des Bewusstseins und die Möglichkeit von Willensfreiheit.
Kapitel 1: Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und erläutert die aktuelle Debatte über die Willensfreiheit im Kontext neurowissenschaftlicher Erkenntnisse. Sie betont die Relevanz der Unterscheidung zwischen Willensfreiheit und Handlungsfreiheit sowie die Notwendigkeit, das Kriterium der Entscheidungsoffenheit in der interpersonalen Kommunikation zu erfassen.
Kapitel 2: Dieses Kapitel präsentiert die Forschungsergebnisse von Benjamin Libet und die Modifikationen seiner Experimente durch Patrick Haggard und Martin Eimer. Es diskutiert die Frage, ob die Folgerungen aus den Experimenten auf komplexe Entscheidungsprozesse übertragbar sind und erörtert die Positionen von Gerhard Roth und Wolf Singer hinsichtlich der Determiniertheit rationalen Abwägens durch unbewusste neuronale Vorgänge.
Kapitel 3: In diesem Kapitel werden maßgebliche Positionen der Philosophie des Geistes vorgestellt, um zu diskutieren, ob bewusste mentale Prozesse naturalistisch beschreibbar sind. Die Diskussion behandelt die Erklärungslücke, das Wissensargument, die Irreduzibilität subjektiver Perspektive sowie die These, dass mentale Qualitäten nicht von physikalischen Vorgängen unterschieden werden müssen.
Die Arbeit befasst sich mit zentralen Themen wie Bewusstsein, Willensfreiheit, Handlungsfreiheit, Determinismus, Naturalismus, Reduktionismus, Subjektivität, Epistemischer Libertarismus, Neurowissenschaften, Neurophilosophie.
Die Arbeit untersucht, ob bewusste mentale Prozesse kausal wirksam sein können oder ob unsere Entscheidungen vollständig durch unbewusste neuronale Vorgänge determiniert sind.
Libets Experimente zur zeitlichen Abfolge neuronaler Vorgänge bilden die Grundlage der Debatte, da sie nahelegen, dass das Gehirn Handlungen einleitet, bevor wir uns bewusst dazu entscheiden.
Die Arbeit differenziert zwischen diesen Begriffen, um zu klären, ob wir frei in unserem Wollen sind oder lediglich frei darin, unsere (vordeterminierten) Impulse auszuführen.
Diese Neurobiologen argumentieren, dass unbewusste Bewertungsmechanismen das rationale Abwägen weitgehend determinieren.
Die von Joseph Levine formulierte Erklärungslücke beschreibt die Schwierigkeit, phänomenales Erleben und Bewusstsein rein naturalistisch bzw. physikalisch zu erklären.
Walde argumentiert, dass eine epistemisch offene Zukunft es ermöglicht, dass Gedanken Ursachen setzen, auch wenn neuronale Prozesse physikalische Entitäten sind.
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