Masterarbeit, 2013
53 Seiten, Note: 1,9
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Theorie der zweiseitigen Märkte
2.1 Grundlagen der Theorie zweiseitiger Märkte
2.1.1 Neztwerkexternalitäten in zweiseitigen Märkten
2.1.2 Plattformen in zweiseitigen Märkten
2.2 Ökonomische Besonderheiten der Theorie zweiseitiger Märkte
2.2.1 Monopolpreissetzung in zweiseitigen Märkten
2.2.2 Singlehoming vs. Multihoming
3 Telekommunikationssektor am Beispiel der BRD
3.1 Struktur des Telekommunikationssektors
3.2 Preissetzung der Terminierungsentgelte ohne Regulierung
3.2.1 Annahmen und Notationen der Preissetzung unregulierter Terminierungsentgelte
3.2.2 Preissetzung unregulierter F2M-Terminierungsentgelte
3.2.3 Preissetzung unregulierter M2M-Terminierungsentgelte
4 Regulierung von Telekommunikationsmärkten
4.1 Notwendigkeit von Regulierung bei kompetitiven Engpässen in der Terminierung von F2M-Gesprächen
4.2 Price-Cap-Regulierung der F2M-Terminierungsentgelte am Beispiel der BRD
4.3 Der Wasserbetteffekt – Modelle zur Evaluation der Regulierung von F2M-Terminierungsentgelten
4.3.1 Modell von Schiff
4.3.2 Modell von Genakos und Valetti
4.4 Implikationen des Wasserbetteffektes auf die Regulierung von F2M-Terminierungsentgelten
5 Alternativen zur Regulierung von F2M-Terminierungsentgelten
5.1 Receiving-Party-Pays-Verfahren
5.2 Mobilterminierungswettbewerb
6 Schlussfolgerung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen einer Regulierung von Terminierungsentgelten im Telekommunikationssektor auf die Verbraucherpreise und die Gesamtwohlfahrt, unter besonderer Berücksichtigung der Theorie zweiseitiger Märkte und des sogenannten Wasserbetteffektes.
2.1.1 Neztwerkexternalitäten in zweiseitigen Märkten
Direkte Netzwerkeffekte stehen in engem Zusammenhang mit der Anzahl Nutzer des jeweiligen Marktes. Um eines der genannten Beispiele aufzugreifen, steigt der Nutzen der Teilnehmer eines Telefonnetzes mit der Gesamtanzahl der Teilnehmer. Hat ein Markt, wie in der Anfangszeit der mobilen Telefonie, nur sehr wenige Teilnehmer, ist der Nutzen durch den Besitz eines Mobiltelefons nicht sehr hoch. Der Besitzer erreicht nur eine sehr geringe Anzahl an anderen Teilnehmern. Eine Vergrößerung der Teilnehmerzahl führt, bis zu dem Zeitpunkt der Netzüberlastung, zu einer signifikanten Erhöhung des Nutzens aller Teilnehmer. Sollte die Anzahl der Nutzer hingegen so rasant ansteigen, dass dies eine Überlastung des Mobilnetzes zur Folge hat, sinkt der Nutzen jedes bestehenden Nutzers durch jeden Neuteilnehmer. Direkte Netzwerkexternalitäten können also sowohl positiv als auch negativ sein.
Indirekte Netzwerkeffekte treten häufig im Zusammenhang mit komplementären Gütern auf. Als Beispiel ist vor allem der Videospielmarkt zu nennen. Auf diesem Markt befinden sich neben den Spielern auch die Entwickler von Videospielen. Der Besitz einer Spielkonsole führt ohne eine ausreichende Anzahl an kompatiblen Videospielen nicht zu einem erhöhten Nutzen der Spieler. Dieses gilt vice versa auch für die Entwickler von Videospielen. Die Entwicklung von Videospielen für wenig genutzte Konsolen führt ebenfalls nicht zu einem Nutzenzuwachs bei den Entwicklern. Beide Marktseiten profitieren also wechselseitig, im Gegensatz zum Telekommunikationssektor jedoch indirekt, von der Anzahl der Nutzer auf der jeweils anderen Seite des Marktes.
Sobald zwei Nutzergruppen wechselseitig von der Existenz der jeweils anderen Nutzergruppe profitieren, die direkte Verbindung aufgrund zu hoher Transaktionskosten jedoch scheitert, treten Intermediäre oder Plattformen auf. Über die durch die Intermediäre bereitgestellte Technologie können die Nutzergruppen zu reduzierten Transaktionkosten miteinander agieren bzw. kommunizieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung zweiseitiger Märkte dar und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen einer Regulierung von Terminierungsentgelten.
2 Theorie der zweiseitigen Märkte: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, insbesondere Netzwerkexternalitäten und die Rolle von Plattformen bei der Preissetzung.
3 Telekommunikationssektor am Beispiel der BRD: Hier wird die Marktstruktur des deutschen Sektors beschrieben und die Preissetzung ohne Regulierung analysiert.
4 Regulierung von Telekommunikationsmärkten: Das Kapitel untersucht die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe, das Price-Cap-Instrument sowie das Phänomen des Wasserbetteffektes.
5 Alternativen zur Regulierung von F2M-Terminierungsentgelten: Es werden alternative Ansätze wie das Receiving-Party-Pays-Verfahren und Wettbewerbsmodelle in der Terminierung diskutiert.
6 Schlussfolgerung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung der Regulierungsmaßnahmen und fasst die ökonomischen Implikationen zusammen.
Telekommunikationssektor, Zweiseitige Märkte, Price-Cap-Regulierung, Terminierungsentgelte, Wasserbetteffekt, Netzwerkexternalitäten, Marktversagen, F2M-Terminierung, Wohlfahrtsverlust, Regulierung, Wettbewerb, Intermediäre, Mobilfunk, Preissetzung, Quersubventionierung.
Die Arbeit analysiert die Regulierung von Terminierungsentgelten im Telekommunikationssektor unter Berücksichtigung der ökonomischen Theorie zweiseitiger Märkte.
Zentrale Themen sind die Preisstruktur monopolistischer Plattformen, die Auswirkungen der Regulierung auf Verbraucherpreise und das Phänomen der Quersubventionierung.
Das Ziel ist es, die Auswirkungen einer exogenen Preisregulierung (Price-Cap) auf die Gesamtwohlfahrt und die Verbraucherpreise darzustellen sowie Regulierungsalternativen zu evaluieren.
Die Arbeit nutzt theoretisch-formale ökonomische Modelle (insb. von Armstrong & Wright sowie Schiff) sowie die Auswertung bestehender empirischer Studien.
Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Modellen zweiseitiger Märkte, der Struktur des deutschen Mobilfunkmarktes, der Funktionsweise der Price-Cap-Regulierung und der Analyse des Wasserbetteffektes.
Die zentralen Begriffe sind Terminierungsentgelte, zweiseitige Märkte, Regulierung, Wasserbetteffekt und Wohlfahrtsökonomie.
Der Wasserbetteffekt beschreibt, dass eine Regulierung der Terminierungsentgelte (Senkung) zu einem Anstieg der Verbraucherpreise im Mobilfunk führen kann, da Unternehmen versuchen, ihre Gewinneinbußen anderweitig auszugleichen.
Es werden das in den USA verbreitete Receiving-Party-Pays-Verfahren (RPP) sowie Konzepte eines aktiven Mobilterminierungswettbewerbs kritisch beleuchtet.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

