Diplomarbeit, 2004
137 Seiten, Note: 2
I. EINLEITUNG
II. QUALITÄTSMANAGEMENT IN DER SOZIALEN ARBEIT
1. EINFÜHRUNG DER QUALITÄTSSICHERUNG IN DER SOZIALEN ARBEIT
2. RECHTLICHE HINTERGRÜNDE
3. AUSWIRKUNGEN DES QUALITÄTSMANAGEMENTS AUF DIE SOZIALE ARBEIT
4. DEUTSCHES INSTITUT FÜR WIRTSCHAFTSFORSCHUNG
5. TERMINOLOGIE
5.1) QUALITÄT
5.2) STANDARDS
5.3) HANDBUCH
5.4) QUALITÄTSMANAGEMENT
5.5) QUALITÄTSSICHERUNG
5.6) QUALITÄTSENTWICKLUNG
5.7) KUNDE, KLIENT ODER CO-PRODUZENT
5.8) STRUKTURQUALITÄT, PROZESSQUALITÄT, ERGEBNISQUALITÄT
5.9) ZERTIFIZIERUNG
III. QUALITÄTSMANAGEMENT IN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN
1. DEFINITION KINDERTAGESEINRICHTUNG
2. QUALITÄTSMANAGEMENT IN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN
2.1) KINDHEIT IN DEUTSCHLAND
2.2) FINANZIELLE GRÜNDE
2.3) EINFÜHRUNG DES QUALITÄTSMANAGEMENTSYSTEMS
3. RECHTLICHE HINTERGRÜNDE
4. BEDEUTUNG DES QUALITÄTSMANAGEMENTS IN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN
5. METHODEN
5.1) QUALITÄT IM DIALOG ENTWICKELN - KRONBERGER KREIS
5.2) DIN ISO
5.3) LEISTUNGSBESCHREIBUNG UND QUALITÄTSSICHERUNG
5.4) EVALUATION
5.5) EFQM
IV. EFFEKTE DES QUALITÄTSMANAGEMENTS IN DEN BEFRAGTEN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN
1. EXPERTINNENINTERVIEWS
2. VORSTELLUNG DER BEFRAGTEN EINRICHTUNGEN
3. ERGEBNISSE DER INTERVIEWS
4. EFFEKTE
5. BEMERKUNGEN
V. RESÜMEE
VI. LITERATUR
1. BÜCHER
2. ZEITSCHRIFTEN
3. INTERNET
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Qualitätsmanagementsysteme in Einrichtungen der Elementarpädagogik implementiert werden und welche konkreten Auswirkungen diese auf die pädagogische Praxis, das Teamgefüge und die Arbeit mit Eltern haben. Das zentrale Ziel ist es, die Effekte eines installierten Qualitätsmanagementsystems auf Basis von Expertinneninterviews zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, um so ein realistisches Bild der Anwendung in der Praxis zu erhalten.
4. Bedeutung des Qualitätsmanagements in Kindertageseinrichtungen
Es wurde bislang schon mehrfach darauf hingewiesen, dass sowohl finanzielle Aspekte wie auch rechtliche Gründe die Kindertageseinrichtungen immer mehr dazu zwingen, ein Qualitätsmanagementsystem in ihren Einrichtungen zu installieren. In Anbetracht der rückläufigen Geburtenrate müssen wir nicht nur um die Sicherheit unserer Renten bangen, die Träger von Kindertageseinrichtungen können auch nicht mehr darauf vertrauen, jährlich Wartelisten zu haben. Um konkurrenzfähig zu bleiben (oder um es zu werden) wird keine Kindertageseinrichtung mehr daran vorbeikommen, sich intensiv mit der Qualität ihrer pädagogischen Arbeit auseinanderzusetzen. Es wäre wünschenswert, wenn dies nicht allein deshalb geschieht, weil Geldgeber und Gesetz dies fordern, sondern die Mitarbeiterinnen müssen den Sinn, den Nutzen und seine Auswirkungen erkennen; erst dann hat ein Qualitätsmanagementsystem auch eine Chance, effektiv zu wirken.
Eine Bedeutung des Qualitätsmanagements zeigt sich im Trend der „einrichtungsübergreifenden Ansätze“. Einrichtungen öffnen sich und kooperieren miteinander, das heißt, die verschiedenen Einrichtungen profitieren nicht nur voneinander sondern, bezogen auf Kindertageseinrichtungen, auch den Kindern und ihren Eltern wird der Übergang von der einen zur anderen Institution erleichtert. Das verlangt natürlich auch eine Offenheit gegenüber anderen und zugleich eine Öffnung der eigenen Einrichtung. Dies erfordert Interesse an der anderen Profession und ein partnerschaftliches Denken. Hinderlich kann es hingegen sein, wenn eine Kindertageseinrichtung aus Sorge darum, Kompetenz zu verlieren sich nicht öffnet sondern isoliert. Leidtragende sind hier die Kinder, denen unter Umständen ein Förderangebot verwehrt bleibt, weil die Mitarbeiterinnen der Kindertageseinrichtung der Ansicht sind, dies im Rahmen ihrer pädagogischen Arbeit selbst übernehmen zu können. Wertvolle Synergieeffekte gehen so verloren.
I. EINLEITUNG: Die Autorin legt die Motivation für die Arbeit dar, die aus eigenen Erfahrungen als Erzieherin und der Auseinandersetzung mit Qualitätsdebatten in der Elementarpädagogik resultiert.
II. QUALITÄTSMANAGEMENT IN DER SOZIALEN ARBEIT: Dieses Kapitel beleuchtet die historischen Ursprünge des Qualitätsmanagements in der Industrie und dessen Übertragung in den sozialen Sektor sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen.
III. QUALITÄTSMANAGEMENT IN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN: Hier werden spezifische Methoden der Qualitätssicherung, wie der Kronberger Kreis oder DIN ISO, vorgestellt und der notwendige Wandel der Einrichtungen hin zu lernenden Organisationen diskutiert.
IV. EFFEKTE DES QUALITÄTSMANAGEMENTS IN DEN BEFRAGTEN KINDERTAGESEINRICHTUNGEN: Auf Basis von Expertinneninterviews werden die tatsächlichen Auswirkungen der Systemimplementierung, wie etwa Effizienzsteigerung und verbesserte Transparenz, empirisch und reflexiv aufgearbeitet.
V. RESÜMEE: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Würdigung, die betont, dass Qualitätsmanagement kein Selbstzweck ist, sondern die pädagogische Reflexionsfähigkeit stärken und das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt rücken sollte.
VI. LITERATUR: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten Fachliteratur, Zeitschriften und Internetquellen.
Qualitätsmanagement, Kindertageseinrichtung, Elementarpädagogik, Qualitätssicherung, Standardisierung, Teambildung, Transparenz, Evaluation, Erziehungspartnerschaft, Fachkräfte, Sozialgesetzbuch, Konzeptionsentwicklung, Reflexion, Kundenorientierung, Prozessmanagement.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung und den Effekten von Qualitätsmanagementsystemen in Kindertageseinrichtungen sowie den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen für die pädagogische Praxis.
Die zentralen Themen sind die Qualitätssicherung in der Sozialen Arbeit, die rechtlichen Rahmenbedingungen, verschiedene QM-Methoden in Kitas und die empirische Untersuchung von Effekten durch Experteninterviews.
Ziel ist es zu analysieren, wie Kitas mit Qualitätsanforderungen umgehen und welche Auswirkungen die Systematisierung der Arbeit auf die tägliche Pädagogik, die Zusammenarbeit im Team und die Kooperation mit Eltern hat.
Die Autorin führt Expertinneninterviews mit Leiterinnen verschiedener Kindertageseinrichtungen durch, um qualitativen Einblick in die praktische Umsetzung von QM-Systemen zu erhalten.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu QM und Fachbegriffen vor allem die Ergebnisse der durchgeführten Interviews sowie eine detaillierte Diskussion der Effekte (wie Effizienz, Transparenz und Teambildung) präsentiert.
Schlüsselbegriffe wie Qualitätsmanagement, Elementarpädagogik, Kindertageseinrichtung, Evaluation und Erziehungspartnerschaft definieren den inhaltlichen Kern der Arbeit.
Eltern werden als Erziehungspartner begriffen, deren Bedürfnisse in ein Qualitätsmanagementsystem integriert werden sollten, um eine partnerschaftliche Kooperation zu erreichen.
Die Qualifikation gilt als eine der wichtigsten Grundlagen für erfolgreiche Erziehung; QM-Systeme fördern zudem durch Reflexion und Austausch die fachliche Professionalisierung der Mitarbeiterinnen.
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