Examensarbeit, 2014
114 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung
II. Mensch - Tier Beziehungen in Geschichte und Religion
II.1 Tiere im Christentum
II.2 Tiere im Buddhismus
II.3 Tiere im Hinduismus
II.4 Tiere im Islam
II.5 Tiere im Judentum
II.6 Tiere in der Geschichte
III.6.1 Domestikation
II.7 Heutige Bedeutung von Tieren in unserer Gesellschaft
III. Tiergestützte Interventionen
III.1 Geschichte und Entwicklung
III.2 Du-Evidenz
III.3 Biophilie
III.4 Kommunikation
III.4.1 Interaktion
III.5 Voraussetzungen
III.5.1 Voraussetzungen beim Empfänger
III.5.2 Voraussetzungen beim Anbietenden
III.5.3 Voraussetzungen beim Tier
III.5.3.1 Voraussetzungen für das Wohlergehen des Tieres
III.6 Hygiene
III.7 Tierschutz
IV. Formen der tiergestützten Interventionen
IV.1 Formen im deutschsprachigen Raum
IV.2 Formen im anglo-amerikanischen Raum
IV.3 Tiergestützte Interventionen mit Hunden
IV.4 Tiergestützte Interventionen mit Delfinen
IV.5 Tiergestützte Interventionen mit anderen Tieren
IV.6 Tiere mit geringem Ansatzpunkt
V. Therapeutische Arbeit mit Pferden
V.1 Formen der therapeutischen Arbeit mit Pferden
V.2 Warum eignen sich Pferde besonders gut?
V.2.1 Das Therapiepferd
V.2.1.2 Ausrüstung
V.3 Arbeitsweisen und Arbeitsbeispiele
V.4 Ausbildung eines Therapeuten
V.5 Finanzierung und Förderung
VI. Und funktioniert das auch? - Praxisbeispiele
VI.1 Schwerstbehindertes Mädchen
VI.2 Mädchen mit Verhaltensauffälligkeiten
VII. Überschätzter Ansatz oder effektiver Raum für Möglichkeiten? Ein Fazit
Die Arbeit untersucht die Wirkung von Tieren auf den Menschen im Rahmen der tiergestützten Intervention. Das Ziel ist es, die Sinnhaftigkeit dieser Methoden kritisch zu hinterfragen und die spezifische therapeutische Arbeit mit Pferden in den Kontext pädagogischer und therapeutischer Möglichkeiten zu setzen.
III.2 Du-Evidenz
Die Du-Evidenz spielt in der Mensch-Tier Beziehung eine wichtige Rolle, denn ohne sie kann eine erfolgreiche, tiergestützte Intervention nicht stattfinden. Als Du-Evidenz bezeichnet man die Fähigkeit zu tiefgreifenderen Beziehungen zwischen Mensch und höherem Tier, als zwischen Tier-Tier, oder auch Mensch-Mensch. Sie beschreibt die Fähigkeit und das Bewusstsein des Menschen, ein anderes Lebewesen als Individuum wahrzunehmen. Evidenz ist eine unumstößliche Tatsache, oder eine faktische Gegebenheit (vgl. Duden, S.). Ein Sachverhalt ist also evident, wenn er richtig ist, und dies nicht bewiesen werden muss. Die Initiative geht meist vom Menschen aus, der sich einem höheren Tier nähert, ist aber auch umgekehrt möglich.
I. Einleitung: Einführung in das Thema und Erläuterung der besonderen Wirkung von Tieren auf den Menschen.
II. Mensch - Tier Beziehungen in Geschichte und Religion: Analyse der historischen und religiösen Einordnung von Tieren in verschiedenen Kulturen und Weltreligionen.
III. Tiergestützte Interventionen: Theoretische Grundlagen, Voraussetzungen und kommunikative Aspekte der Arbeit mit Tieren.
IV. Formen der tiergestützten Interventionen: Überblick über verschiedene Interventionsansätze und Einsatzgebiete verschiedener Tierarten.
V. Therapeutische Arbeit mit Pferden: Detaillierte Betrachtung der Arbeit mit Pferden, Ausbildung der Therapeuten und notwendige Rahmenbedingungen.
VI. Und funktioniert das auch? - Praxisbeispiele: Darstellung der Wirksamkeit anhand von zwei konkreten Fallbeispielen.
VII. Überschätzter Ansatz oder effektiver Raum für Möglichkeiten? Ein Fazit: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf die Bedeutung der Arbeit.
Tiergestützte Intervention, Mensch-Tier-Beziehung, Therapeutisches Reiten, Hippotherapie, Heilpädagogisches Reiten, Du-Evidenz, Domestikation, Biophilie, tiergestützte Pädagogik, tiergestützte Therapie, tiergestützte Förderung, Tierwohl, Kommunikation, Sonderpädagogik, Praxisbeispiele.
Die Hausarbeit befasst sich mit den Wirkmechanismen und Anwendungsfeldern der tiergestützten Intervention, mit besonderem Fokus auf den Einsatz von Pferden in der therapeutischen Arbeit.
Die Themen umfassen historische und religiöse Hintergründe, die wissenschaftlichen Grundlagen der Interaktion sowie die praktischen Voraussetzungen und Ausbildungskriterien für Mensch und Tier.
Das Ziel ist es, die Wirkungsweise tiergestützter Interventionen zu beleuchten, die verschiedenen methodischen Ansätze zu differenzieren und deren Sinnhaftigkeit kritisch zu hinterfragen.
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Hausarbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und diese durch praxisnahe Fallbeispiele ergänzt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Mensch-Tier-Beziehung, eine detaillierte Auseinandersetzung mit Interventionsformen und deren Voraussetzungen sowie einen praktischen Teil, der die Arbeit mit Pferden illustriert.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Tiergestützte Intervention, Hippotherapie, Du-Evidenz, Biophilie und Mensch-Tier-Beziehung.
Die Du-Evidenz ist eine Grundvoraussetzung, da sie die Fähigkeit beschreibt, ein Tier als Individuum wahrzunehmen und eine tiefgreifende Beziehung aufzubauen, ohne die eine therapeutische Intervention kaum erfolgreich wäre.
Pferde gelten als mächtig, aber feinfühlig, und bieten durch ihr spezifisches Bewegungsverhalten (dreidimensionale Schwingungsimpulse) sowie ihre nonverbale Kommunikationsweise vielfältige therapeutische Ansatzpunkte.
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