Diplomarbeit, 2013
50 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Definitionen
2.1.1 Beschwerde
2.1.2. Kunden(un)zufriedenheit
2.1.3 Beschwerdezufriedenheit
2.2 Beschwerdearten
2.2.1 Stille Beschwerden („Unvoiced Complaints“)
2.2.2. Indirekte Beschwerden
2.2.3 Direkte Beschwerden
2.2.4 Streubeschwerden
2.3 Abgrenzung „Beschwerde“ und „Reklamation“
2.4 Arten von Beschwerdemanagement
3. Einwirkungsbereiche im Rahmen des Beschwerdemanagements
3.1 Unternehmenskultur
3.1.1 Führungskultur
3.1.2 Mitarbeiterkultur
3.2 Kommunikation
3.2.1 externe Kommunikation
3.2.2 interne Kommunikation
3.3 Wirtschaftlichkeit
3.3.1 Ziel der langfristigen Kundenbindung
3.3.2 Hinweise auf Verbesserung von Produktivitätspotential
3.3.3 Verbesserungsmöglichkeiten der Produktqualität
4. Implementierung eines Beschwerdemanagements
4.1 Umsetzung mit internen Ressourcen
4.2 Outsourcing
5. Veränderungen durch die Implementierung von Beschwerdemanagement
5.1 Mitarbeiter im Unternehmen
5.1.1 Verhalten der Mitarbeiter
5.1.2 Erweiterung von Mitarbeiter-Skills
5.2 Reorganisation im Service-Bereich
5.3 Unternehmensebene
5.3.1 Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
5.3.2 Image des Unternehmens
6. Auswirkungen durch die Herbeiführung der Veränderungen
6.1 Optimierung von Prozessen im Unternehmen
6.2 Gestaltung, Umwandlung und Anpassung von Produkten
6.3 Steigerung der Kundenzufriedenheit
6.4 Beeinflussung von Beschwerderate
6.5 Herstellung von Beschwerdezufriedenheit
6.6 Erhöhung der Weiterempfehlungsrate
6.7 Rentabilität
7. Zusammenfassung
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen der Implementierung eines Beschwerdemanagements auf die internen Prozesse, die Mitarbeiterkultur und die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch den systematischen Umgang mit Kundenbeschwerden nicht nur die Kundenzufriedenheit gesteigert, sondern auch wertvolle Erkenntnisse für die Unternehmenssteuerung und Produktoptimierung gewonnen werden können.
2.1.1 Beschwerde
Der Begriff „Beschwerde“ wird in der Literatur in Anbetracht des inhaltlichen Umfangs nicht einheitlich und konkret definiert. Dennoch besteht durchaus die Notwendigkeit diesen Begriff eindeutiger zu klären. Eine umfassende Definition findet sich bei Strauss. Demnach „sind Beschwerden Artikulationen von Unzufriedenheit, die gegenüber dem Unternehmen oder auch Drittinstitutionen mit dem Zweck geäußert werden, auf ein subjektiv als schädigend empfundenes Verhalten eines Anbieters aufmerksam zu machen, Wiedergutmachung für erlittene Beeinträchtigungen zu erreichen und/oder eine Änderung des kritisierten Verhaltens zu bewirken.“
Durch die allgemein gehaltene Definition, sind weitere im Folgenden genannte Vervollständigungen erforderlich:
1. Bei Beschwerden handelt es sich um Artikulationen, d.h. um verbale oder schriftliche Äußerungen.
2. Mit Herantragen dieser Äußerungen an das Unternehmen, wird klar, dass der Beschwerdeführer mit den erbrachten Leistungen oder dem Verhalten des Unternehmens ihm gegenüber unzufrieden ist. Von „Beschwerde“ muss dabei seitens des Beschwerdeführers nicht ausdrücklich die Rede sein.
3. Der Beschwerdeführer muss seine Unzufriedenheit nicht unbedingt gegenüber dem Unternehmen selbst artikulieren, ein indirekter Weg der Beschwerdeführung ist dabei nicht auszuschließen. Der Beschwerdeführer kann sich auch an Drittinstitutionen wenden. Die Drittinstitutionen wiederum können im Auftrag des Beschwerdeführers und/oder in Vertretung seiner Interessen beim Unternehmen vortragen. Solche Institutionen können beispielsweise Verbraucherzentrale, Ombudsmann oder Rechtsanwalt sein.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Markttransparenz ein und begründet, warum Beschwerdemanagement als Instrument des CRM für Unternehmen unerlässlich geworden ist.
2. Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Beschwerde, Kundenzufriedenheit und Beschwerdezufriedenheit sowie verschiedene Beschwerdearten definiert und voneinander abgegrenzt.
3. Einwirkungsbereiche im Rahmen des Beschwerdemanagements: Das Kapitel beleuchtet, wie Unternehmenskultur, interne sowie externe Kommunikation und wirtschaftliche Aspekte die Effektivität des Beschwerdemanagements beeinflussen.
4. Implementierung eines Beschwerdemanagements: Dieser Abschnitt beschreibt den Prozess des Auf- oder Umbaus eines Beschwerdemanagements unter Verwendung von Projektmanagementmethoden sowie die Optionen der internen Umsetzung und des Outsourcings.
5. Veränderungen durch die Implementierung von Beschwerdemanagement: Hier werden die organisatorischen Auswirkungen auf Mitarbeiter-Skills, Service-Strukturen und die generelle Wettbewerbsposition eines Unternehmens analysiert.
6. Auswirkungen durch die Herbeiführung der Veränderungen: Dieses Kapitel detailliert die konkreten Effekte, wie Prozessoptimierung, Produktanpassung, gesteigerte Kundenzufriedenheit und Rentabilität, die durch das Feedback aus dem Beschwerdemanagement erzielt werden.
7. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die unterstreicht, dass Beschwerdemanagement ein strategisches Instrument zur langfristigen Sicherung der Unternehmensrentabilität darstellt.
Beschwerdemanagement, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, CRM, Prozessoptimierung, Reklamation, Unternehmenskultur, Dienstleistungsqualität, Kundenorientierung, Beschwerdearten, Wettbewerbsfähigkeit, Rentabilität, Kommunikationsprozesse, Fehleranalyse, Mitarbeiterkompetenzen.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der strategischen Bedeutung eines professionellen Beschwerdemanagements für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Beschwerde, die notwendigen Einwirkungsbereiche im Unternehmen (Kultur, Kommunikation, Wirtschaftlichkeit) sowie die praktische Implementierung und die resultierenden Auswirkungen auf Prozesse und Unternehmenserfolg.
Ziel ist es, die Auswirkungen eines implementierten Beschwerdemanagements zu untersuchen und aufzuzeigen, wie Unternehmen dieses als Instrument zur Prozessoptimierung und Kundenbindung nutzen können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Anwendung eines Projektmodells zur Prozessplanung, ergänzt durch Fallbeispiele und Branchenuntersuchungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung der Einwirkungsbereiche im Unternehmen, die Implementierungsvorgänge sowie eine detaillierte Analyse der positiven Auswirkungen durch das Beschwerdemanagement.
Die zentralen Schlagworte sind Beschwerdemanagement, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Prozessoptimierung und Rentabilität.
Eine Reklamation ist eine spezifische Teilmenge von Beschwerden, bei der explizit eine kaufrechtliche Forderung (z.B. aufgrund von Sachmängeln gemäß BGB) geltend gemacht wird.
Das Eisberg-Phänomen verdeutlicht, dass nur ein Bruchteil unzufriedener Kunden Beschwerden artikuliert, während die Mehrheit ("unvoiced complaints") still abwandert, weshalb ein proaktives Beschwerdemanagement essenziell für das Erkennen von Problemen ist.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Entscheidung differenziert zu betrachten ist; Kernaufgaben der Kundenbindung sollten jedoch nicht an externe Dienstleister abgegeben werden, während operative Prozesse unter strenger Qualitätssicherung (SLA) ausgelagert werden können.
Durch die Bindung zufriedener Kunden sinken die Marketing- und Vertriebskosten sowie die Kundenabwanderungsrate, was bei bestehenden Kundenbeziehungen aufgrund des Gewinns aus langfristigen Geschäftsbeziehungen wesentlich kostengünstiger ist als die Neukundengewinnung.
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