Diplomarbeit, 2013
77 Seiten, Note: 2,0
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1. Einleitung
1.1 Problematik
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Phänomenologie der Wirtschaftskriminalität
2.1 Definition von Wirtschaftskriminalität
2.2 Typologie und Erscheinungsformen doloser Handlungen
2.2.1 Kapitalanlagebetrug
2.2.2 Bilanzfälschung
2.2.3 Verleitung zu Börsenspekulationsgeschäften
2.2.4 Manipulation des Börsen- und Marktpreises
2.2.4.1 Manipulationstechniken
2.2.4.2 Zulässige Marktpraktiken
2.3 Elemente des Wirtschaftsstrafrechts
2.3.1 Deliktsaufbau
2.3.1.1 Tatbestand
2.3.1.2 Rechtswidrigkeit
2.3.1.3 Schuld
2.3.2 Täterschaft und Teilnahme
2.3.2.1 Täterschaft
2.3.2.2 Teilnahme
2.3.2.3 Abgrenzung
3. Insiderhandel
3.1 Grundstrukturen des Insiderstrafrechts
3.2 Insiderstraftatbestand
3.2.1 Insiderpapier
3.2.2 Insiderinformation
3.3 Verbotstatbestände
3.3.1 Täterkreis
3.3.1.1 Unternehmensvertreter
3.3.1.2 Kapitalbeteiligte
3.3.1.3 Insider aufgrund der Berufstätigkeit
3.3.1.4 Straftatbeteiligte
3.3.1.5 Sekundärinsider
4. Prävention und Bekämpfung
4.1 Criminal Compliance
4.2 Internes Kontrollsystem
4.3 Corporate Governance
5. Strafrechtliche Folgen doloser Handlungen
5.1 Vermögensstrafe
5.2 Verfall
5.3 Gewinnabschöpfung
5.4 Geldbuße und Ordnungsgeld
5.5 Berufsverbote
5.6 Freiheitsstrafe
6. Fazit
Die Arbeit analysiert die Phänomene der Wirtschaftskriminalität auf internationalen Kapitalmärkten, mit einem besonderen Fokus auf Insiderhandel. Ziel ist es, die Erscheinungsformen doloser Handlungen zu kategorisieren, die präventiven Möglichkeiten (wie Compliance und IKS) aufzuzeigen und die strafrechtlichen Konsequenzen zu erörtern.
2.2.4.1 Manipulationstechniken
Wash Sales sind eine Manipulationsart, deren sich sowohl professionelle als auch Privatanleger gleichermaßen bedienen. Die Intention des Täters hierbei ist, unmittelbar auf den Börsen- oder Marktpreis Einfluss zu nehmen und diesen in eine bestimmte Richtung zu manövrieren. Die Kauf- und Verkaufsorder werden, bei wirtschaftlicher Betrachtung der Handlung, von ein und derselben Person ausgeführt. In der Praxis wird bei der Anwendung solch einer Manipulationstechnik eine juristische Person zwischengeschaltet. Der Wash Sales praktizierende Täter ist an einer „bestimmten“ Preisfindung interessiert. Dabei werden die schon im Besitz stehenden Wertpapiere verkauft, um sie anschließend wieder erneut zu erwerben. Durch den Verlust, der sich auf der Verkäuferseite realisiert, kann man seinen ausweisbaren Gewinn mindern und so Steuerersparnisse erzielen, ohne einen „echten“ Verlust erlitten zu haben.
Wenn sich zwei oder mehrere Parteien absprechen und in einem sich deckenden Zeitraum zu vergleichbaren Preisen Kauf- und Verkaufsorder für dieselben Wertpapiere platzieren, spricht man von Matched Orders. Durch abgesprochene Transaktionen wie diese kann man für ganz bestimmte Wertpapiere eine rege Umsatztätigkeit vortäuschen und somit anderen Marktteilnehmern ein irreführendes Signal einer starken Handelsfrequenz aussenden. Auch durch einseitige Limitierung von Kauf- oder Verkaufsorder kann der Preis eines Wertpapiers künstlich nach oben oder unten bewegt werden. Auf diese Weise sind Fondsmanager in der Lage, an Bewertungsstichtagen ihrer Fonds die Preise für ihre im Depot gehaltenen Vermögenswerte zu ihrem Vorteil zu manipulieren.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Wirtschaftskriminalität am Kapitalmarkt und Darstellung der Problematik des Vertrauensverlustes.
2. Phänomenologie der Wirtschaftskriminalität: Definition und Erläuterung der verschiedenen Erscheinungsformen wie Betrug und Marktmanipulation sowie die Grundlagen des Wirtschaftsstrafrechts.
3. Insiderhandel: Detaillierte Analyse des Tatbestands des Insiderhandels, der Insiderinformationen und der Abgrenzung verschiedener Tätergruppen.
4. Prävention und Bekämpfung: Erörterung von Präventionsmaßnahmen wie Criminal Compliance, internen Kontrollsystemen und Corporate Governance.
5. Strafrechtliche Folgen doloser Handlungen: Darstellung der rechtlichen Sanktionen, von Vermögensstrafen über Verfall bis hin zu Freiheitsstrafen.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Schwierigkeiten bei der Bekämpfung der sich stetig entwickelnden Wirtschaftskriminalität.
Wirtschaftskriminalität, Kapitalmarkt, Insiderhandel, dolose Handlungen, Compliance, Marktmanipulation, Strafrecht, Börse, Wertpapiere, Bilanzfälschung, Prävention, Sanktionen, Täterkreis, Insiderinformation, Corporate Governance
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Wirtschaftskriminalität auf internationalen Kapitalmärkten, insbesondere im Hinblick auf Prävention, Bekämpfung und die strafrechtlichen Folgen von vorsätzlichen Handlungen.
Zu den Schwerpunkten gehören der Kapitalanlagebetrug, die Bilanzfälschung, die Manipulation von Börsenkursen und der Insiderhandel.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das weitläufige Spektrum der Wirtschaftskriminalität zu vermitteln und aufzuzeigen, wie Unternehmen sich gegen diese Risiken schützen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse aktueller strafrechtlicher Regelungen, ergänzt durch die Auswertung relevanter Fachkommentare und Rechtsprechung.
Im Hauptteil werden zunächst die Formen der Wirtschaftskriminalität und das Strafrecht erläutert. Danach folgt ein detaillierter Schwerpunkt auf dem Insiderhandel sowie den präventiven Instrumenten wie Compliance.
Wirtschaftskriminalität, Insiderhandel, Marktmanipulation, Compliance und Kapitalanlagebetrug.
Das "Fraud Triangle" (und die Erweiterung zum "Fraud Diamond") wird als Modell zur Früherkennung und Analyse der Hintergründe von Straftätern genutzt, wobei Faktoren wie Motivation, Gelegenheit und Hemmschwelle eine Rolle spielen.
Compliance dient der Vermeidung von Rechtsverstößen und der Schadensabwehr. Sie schützt das Unternehmen vor Reputationsverlust und verhindert, dass Mitarbeiter oder Management durch unethisches Verhalten das Unternehmen in strafrechtliche Schwierigkeiten bringen.
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