Bachelorarbeit, 2011
33 Seiten, Note: 4/5 (80%)
Einleitung
1. Einführung in die Zeiten des Zweiten Weltkrieges
1.1. Der Aufstieg der Diktatoren
1.2. Beschwichtigungspolitik
1.3. Einfluss anderer Mächte
2. Festigung der nationalsozialistischen Macht in Deutschland
2.1. Die Reichstagswahl vom 5. März 1933
2.2. Die Machtübernahme des NS-Regimes in Deutschland
2.3. Hitler – Führer und Reichskanzler
3. Martin Pollack – österreichischer Journalist, Schriftsteller und literarischer Übersetzer
4. Martin Pollack und sein Buch: „Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater“
4.1. Zum Inhalt und Aufbau
5. Entstehung und Entwicklung der nationalsozialistischen Gesinnung
5.1. Nationale und kulturelle Auseinandersetzungen im österreichisch-slowenischen Grenzgebiet
5.2. Gerhard Bast und seine „Karriere“ als paradigmatisches Beispiel für die NS-Zeit
5.2.1. Antisemitismus
5.3. Gerhard Bast auf dem Gipfel seiner NS-Karriere. Grausamkeiten der NS-Zeit
5.4. Gerhard Bast und der Ödipuskomplex
6. Schlussfolgerungen
Diese Arbeit untersucht anhand von Martin Pollacks Buch „Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater“ die Entstehung und Entwicklung des nationalsozialistischen Denkens in Österreich, wobei die Biografie des Vaters des Autors, Gerhard Bast, als paradigmatisches Fallbeispiel für eine NS-Karriere dient.
5.1. Nationale und kulturelle Auseinandersetzungen im österreichisch-slowenischen Grenzgebiet
Martin Pollack versucht in seinem Buch das Schicksal seines Vaters zu analysieren. Während der Beschreibung zeigt er uns Schritt für Schritt, wie die „Karriere“ des Vaters aussah. Der Autor schrieb nicht nur ein sehr persönliches Buch, das sich mit der Vergangenheit seines Vaters auseinander setzt, sondern auch einen Text, der hilft die Entwicklung der nationalistischen und sprachlichen Angehörigkeit zu verstehen.
Die beiden Seiten – die Österreicher und die Slowenen – bewachten ängstlich die unsichtbare, sprachliche Grenze, die nicht überschritten sein sollte. Eigentlich alles wurde nach nationaler Zugehörigkeit und Sprache getrennt: Geldinstitute und Schulen, Gasthäuser und Vereine, Zeitungen, Lesestuben, die Bildstöcke am Wegrand und sogar die Gottesdienste in den Kirchen. Die Deutschen pflanzten Eichen entlang ihren Plätzen, die Slowenen hingegen Linden, die Deutschen trugen ihr Geld in die Sparkasse, die Slowenen in die Posojilnica. Hier Deutsche! – Hier Slowenen! Die Deutschen nannten sich Sprachgrenzdeutsche und das klang stolz und kämpferisch.
Einleitung: Das Kapitel führt in die persönliche Auseinandersetzung des Autors Martin Pollack mit der NS-Vergangenheit seines Vaters, Gerhard Bast, ein.
1. Einführung in die Zeiten des Zweiten Weltkrieges: Dieses Kapitel skizziert den allgemeinen historischen Kontext des Aufstiegs faschistischer Diktaturen in Europa und deren expansive Politik.
2. Festigung der nationalsozialistischen Macht in Deutschland: Hier wird der Prozess der Machtübernahme und Etablierung des nationalsozialistischen Systems in Deutschland detailliert beschrieben.
3. Martin Pollack – österreichischer Journalist, Schriftsteller und literarischer Übersetzer: Ein biografisches Kapitel, das den Lebenslauf und das Werk des Autors Martin Pollack vorstellt.
4. Martin Pollack und sein Buch: „Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater“: Dieses Kapitel analysiert das Werk als persönliche Aufarbeitung und Auseinandersetzung des Autors mit der Biografie seines Vaters.
5. Entstehung und Entwicklung der nationalsozialistischen Gesinnung: Das Kernkapitel untersucht die Wurzeln des Nationalsozialismus anhand nationaler Konflikte sowie am Beispiel der Karriere von Gerhard Bast.
6. Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert über die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der familiären Vergangenheit im Nationalsozialismus.
Martin Pollack, Gerhard Bast, Nationalsozialismus, Österreich, NS-Karriere, Antisemitismus, Ödipuskomplex, Aufarbeitung, Zeitgeschichte, Zweiter Weltkrieg, Identität, Sprache, Nationalismus, SS, Gestapo.
Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung des nationalsozialistischen Denkens in Österreich anhand des Buches „Der Tote im Bunker“ von Martin Pollack.
Zentrale Themen sind die historische Einordnung des Nationalsozialismus, die Aufarbeitung familiärer NS-Vergangenheiten sowie die Analyse soziokultureller Spannungsfelder.
Das Ziel ist es, am Beispiel der Biografie von Gerhard Bast aufzuzeigen, wie sich nationalistisches Denken entwickelte und welche Faktoren zur Wahl einer NS-Karriere führen konnten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse literarischer und historischer Quellen, ergänzt durch einen psychoanalytischen Ansatz zur Interpretation der Karrierewahl des Vaters.
Im Hauptteil werden der historische Kontext, die Biografie Martin Pollacks, eine Buchanalyse sowie die Untersuchung der Radikalisierung Gerhard Basts und die Rolle des Antisemitismus behandelt.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Nationalsozialismus, österreichische Geschichte, Aufarbeitung, Antisemitismus und psychoanalytische Deutung gekennzeichnet.
Er dient als paradigmatisches Fallbeispiel für einen Menschen, dessen Karriere parallel zum Aufstieg des Nationalsozialismus verlief und dessen Lebensweg von seinem Sohn kritisch hinterfragt wird.
Der Ödipuskomplex wird als Hypothese genutzt, um die unbewusste Übernahme nationalistischer Wertvorstellungen vom Vater auf den Sohn zu erklären.
Das österreichisch-slowenische Grenzgebiet wird als Nährboden für nationalistische Spannungen und ideologische Konflikte identifiziert, die den Weg für den Nationalsozialismus bereiteten.
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