Masterarbeit, 2008
73 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Allgemeines
1.1 Begriffserläuterungen
1.2 Politische und sachliche Voraussetzungen
1.2.1 Bildungsstandards
1.2.2 Kerncurriculum Sachunterricht
1.2.3 Grundsatzerlasse
2. Ernährung von Kindern
2.1 Grundlagen der Ernährung von Kindern
2.2 Ernährungssituation von Schülern
2.2.1 Einflussfaktoren des Essverhaltens
2.3 Folgen falscher Ernährung
2.3.1 Übergewicht
3. Ernährungslehre in der Grundschule
3.1 Vermittlungsinstanzen der Ernährungserziehung
3.2 Lehrbücher
3.3 Ernährungsmodelle
4. Unterrichtsprojekt „Schüler- Fitnesscup“
4.1 Allgemein
4.2 Methodik
4.2.1 Methodische Überlegungen
4.2.2 Motivation der Schüler
4.2.3 Mitarbeit der Eltern
4.3 Der Wettbewerb
4.4 Die Projektwoche
4.4.1 Rund ums Frühstück (1. Tag)
4.4.2 Rund um Bewegung und Trinken (2. Tag)
4.4.3 Rund ums Getreide (3. Tag)
4.4.4 Rund um Obst und Gemüse (4. Tag)
4.4.5 Rund um Milch (5. Tag)
4.5 Kreativbeitrag
4.6 Reflexion
5. Der Stellenwert von Erziehung und Bildung
5.1 Gesundheitsfördernde Schule
5.2 Schulische Ernährungsbildung – ein europäisches Kerncurriculum
5.2.1 Sieben Themenfelder der Ernährungsbildung
5.3 Handlungsbedarf von Gesellschaft und Politik
Die vorliegende Arbeit untersucht die Vermittlung von Ernährungslehre in der Grundschule und betont den Stellenwert von Bildung und Erziehung bei der Gesundheitsförderung von Kindern. Dabei wird eine Forschungsfrage verfolgt, die analysiert, wie Ernährungsbildung effektiv und nachhaltig in den Schulalltag integriert werden kann, um Fehlernährungen sowie Übergewicht bei Schülern präventiv entgegenzuwirken.
Die optimale Ernährungslehre für Kinder: „Optimix“
„Optimix“ ist die Abkürzung für „Optimierte Mischkost“ und wurde von Alexy und Kersting (Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund) entwickelt. Es handelt sich um eine vollwertige Ernährung von Kindern, Jugendlichen und Familien. Das Konzept basiert auf den D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr. Diese Kost ist optimiert, da sie den Bedarf an allen Nährstoffen, die Kinder und Jugendliche benötigen, deckt. Sie dient zusätzlich der Vorbeugung von Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und Gicht. Diese Ernährungsweise begünstigt, dass ein Optimum an Wachstum, Entwicklung, Leistungsfähigkeit und Lebenserwartung erreicht wird. Insbesondere werden die Ernährungsgewohnheiten und –vorlieben von Kindern berücksichtigt. Die abwechslungsreiche Mischkost setzt sich aus folgenden Punkten zusammen:
1. Abwechslung bei der Lebensmittelauswahl
2. bevorzugt fettarme Lebensmittel
3. täglich ballaststoffreiche Vollkorn-/Getreideprodukte
4. regelmäßig fettarme Milch und Milchprodukte
5. über die Woche verteilt mageres Fleisch, einmal wöchentlich Fisch, gelegentlich Ei
6. schmackhafte und schonende Zubereitung
7. reichlich ungesüßte oder wenig gesüßte Getränke
8. Süßigkeiten und süße Getränke nicht vor oder anstelle von Mahlzeiten konsumieren
Die Grundlage von „Optimix“ bildet die sogenannte Vollwerternährung. Diese bestand früher überwiegend aus rohem Getreide und Gemüse. Diese strengen Formen sind heute überholt. Die Grundsätze der Vollwerternährung entsprechen heute den allgemeinen Empfehlungen einer modernen Ernährung, die eine abwechslungsreiche Mischkost mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und Getreide empfiehlt. Aber auch Milch und Milchprodukte sowie Fisch und Fleisch haben ihren Platz. Diese Ernährungsform ist für Kinder als Dauerkostform am Besten geeignet. Sie enthält alle nötigen Nährstoffe in ausreichender Menge, im richtigen Verhältnis und in der richtigen Form. Diese bedarfsorientierte Ernährungsweise im Kindesalter gewährleistet, dass der Grundstein für Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude im Erwachsenenalter gelegt wird.
Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass Gesundheit eine wichtige Voraussetzung für Lebensqualität ist und besonders in der Kindheit der Grundstein für einen gesunden Lebensstil durch ausgewogene Ernährung und Bewegung gelegt wird.
1. Allgemeines: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Gesundheit, Gesundheitserziehung, Ernährungsbildung und beleuchtet die politischen Rahmenbedingungen wie Bildungsstandards und Kerncurricula für das Fach Sachunterricht.
2. Ernährung von Kindern: Dieses Kapitel behandelt die physiologischen Grundlagen der Kinderernährung, die Ist-Situation bei Schülern sowie die gesundheitlichen Folgen einer Fehlernährung, mit einem besonderen Fokus auf Übergewicht.
3. Ernährungslehre in der Grundschule: Der Abschnitt diskutiert Vermittlungsinstanzen wie Familie und Schule, analysiert kritisch aktuelle Lehrbücher und stellt verschiedene internationale sowie aid-Ernährungsmodelle vor.
4. Unterrichtsprojekt „Schüler- Fitnesscup“: Das Kapitel beschreibt das praktische Projekt „Schüler-Fitnesscup“, das durch eine Projektwoche handlungsorientiertes Lernen und Motivation zur gesunden Ernährung und Bewegung in den Schulalltag integriert.
5. Der Stellenwert von Erziehung und Bildung: Das letzte Hauptkapitel diskutiert das Konzept der gesundheitsfördernden Schule, stellt das europäische Kerncurriculum für Ernährungsbildung vor und betont den Handlungsbedarf von Gesellschaft und Politik.
Ernährungsbildung, Gesundheitsförderung, Grundschule, Sachunterricht, Kinderernährung, Projektunterricht, Übergewicht, Bewegung, Ernährungspyramide, Handlungskompetenz, Primärprävention, Schulische Gesundheitserziehung, Vollwerternährung, Lebensstil, Ernährungswissen.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Ernährungslehre an Grundschulen und zeigt auf, wie Schulen einen essenziellen Beitrag zur Gesundheitsförderung von Kindern leisten können.
Zu den zentralen Themen gehören die physiologischen Grundlagen kindlicher Ernährung, der Einfluss von Schule und Elternhaus, die Analyse von Lehrmaterialien sowie die praktische Umsetzung gesundheitsförderlicher Maßnahmen.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Kinder durch handlungsorientierten Unterricht zu einem gesundheitsbewussten Verhalten motiviert werden können, um ernährungsbedingten Krankheiten effektiv vorzubeugen.
Die Arbeit favorisiert handlungsorientierte Ansätze wie entdeckendes Lernen und fächerübergreifenden Unterricht, wie sie beispielhaft in einer Projektwoche umgesetzt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine kritische Analyse des Ist-Zustands in Lehrbüchern und eine detaillierte Beschreibung eines praktischen Unterrichtsprojekts.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ernährungsbildung, Gesundheitsförderung, Handlungskompetenz und Prävention charakterisiert.
Die aid-Ernährungspyramide wird als besonders geeignetes, kindgerechtes und interaktives Modell hervorgehoben, um Ernährungswissen spielerisch und verhaltenswirksam zu vermitteln.
Die Arbeit betont, dass Eltern die wichtigste Vorbildfunktion haben; eine Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus stellt den Transfer der Lerninhalte in den Alltag sicher.
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