Masterarbeit, 2014
90 Seiten
1. Einleitung
2. Beschreibung des Untersuchungsgegenstandes
2.1 Handlungs- und Lageorientierung im Fußball
2.2 Rekonstruktion von Handlungsfähigkeit im Fußball
3. Problemstellung
4. Zielsetzung und Hypothesen
4.1 Spezifische Hypothesen
5. Zielgruppe
5.1 Zusammensetzung und Voraussetzungen
5.2 Größe und Aufteilung von Experimental- und Kontrollgruppe
6. Theoretischer Hintergrund
6.1 Motivation, Ziele und Volition
6.2.0 Handlungs- und Lageorientierung nach Misserfolgserlebnissen (HLOM)
6.2.1 Handlungs- und Lageorientierung bei der Handlungsplanung (HLOP)
6.2.2 Handlungs- und Lageorientierung bei Tätigkeitsausführung (HLOT)
6.3 Mentales Training
6.4 Kompetenzerwartung
6.5 Selbstgesprächsregulation
6.6 Trainingsplanung und -durchführung
6.7 Cooper-Test (12-Minuten-Lauf)
6.8 100-Meter-Sprint
6.9 Mannschaft
7. Methodik
7.1 Beschreibung der Datengewinnung
7.2 Beschreibung der Testgüte und Testkonstruktion des HOSP
8. Ergebnisse
8.1 Handlungsorientierung nach Misserfolg
8.2 Handlungsorientierung bei der Handlungsplanung
8.3 Handlungsorientierung bei der Tätigkeitsausführung
8.4 Der Cooper-Ausdauer-Test
8.5 100-Meter-Sprint
8.6 Interesse an der Sportpsychologie
9. Diskussion und Ausblick
Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, ob sportpsychologische Interventionen wie die Selbstgesprächsregulation die Handlungsorientierung und Ausdauerleistungsfähigkeit von Fußballern im Amateurbereich verbessern können. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, ob durch ein gezieltes Mentaltraining hemmende gedankliche Muster durch funktionale Kognitionen ersetzt werden können, um die sportliche Leistung nachhaltig zu steigern.
6.5 Selbstgesprächsregulation
Das Gedächtnis kann keine unbegrenzte Menge an Informationen verarbeiten, daher ist die Grundlage für situationsangemessenes Handeln eine kontrollierte Informationsverarbeitung. Die Verarbeitung aufgenommener Informationen erfolgt in Gedanken, die dem Handeln vorausgehen und ihm folgen. Jeder kennt Alltagssituationen, in denen man sich handlungsleitenden, vorauslaufenden oder auch später folgenden Gedanken bewusst wird. Gedanken in Form von inneren Gesprächen kommen somit zum Ausdruck. Ein sehr bekanntes Beispiel ist das Lindemann-Experiment. Oft formulieren Sportlerinnen und Sportler sowie alle anderen Menschen auch diese Gedanken in Form von Selbstgesprächen, die sie selbst nicht so bewusst wahrnehmen. In solchen Selbstgesprächen formuliert man Pläne für sein Handeln, gibt sich selbst Anweisungen, ordnet seine Gedanken oder kommentiert das eigene Handeln (Eberspächer, 1995).
Ein anschauliches Beispiel aus dem Leistungssport findet sich etwa dort, wo Athleten ihre Ziele nicht erreichen oder ihr Leistungspotenzial nicht ausschöpfen können, weil sie irrationale selbstvernichtende Gedanken akzeptieren und ihnen beipflichten. Inzwischen sind bereits viele solcher gedanklichen Muster identifiziert worden, welche die sportliche Leistung, aber auch Leistung allgemein negativ beeinflussen. Um der Leistungsminderung durch solche Gedanken entgegenzuwirken, können Maßnahmen angewandt werden, welche solche negativen Gedanken modifizieren. Als sehr geeignet hat sich die Förderung des Selbstvertrauens durch Techniken der Selbstwirksamkeitsüberzeugung und Selbstgesprächsregulation herausgestellt.
1. Einleitung: Hinführung zum Thema der kognitiven Fähigkeiten im Fußball und der Relevanz sportpsychologischer Interventionen.
2. Beschreibung des Untersuchungsgegenstandes: Definition der Handlungs- und Lageorientierung sowie Rekonstruktion der Handlungsfähigkeit im fußballspezifischen Kontext.
3. Problemstellung: Analyse der leistungsmindernden Einflüsse von Lageorientierung unter Druck und Darlegung der Notwendigkeit für psychologische Trainingsbegleitung.
4. Zielsetzung und Hypothesen: Formulierung der Annahme, dass Selbstgesprächsregulation die Handlungsorientierung und Leistungsfähigkeit verbessern kann.
5. Zielgruppe: Beschreibung der Auswahl von 40 Fußballern aus Schleswig-Flensburg für die Interventionsstudie.
6. Theoretischer Hintergrund: Darstellung der Motivations-, Volitions- und Mental-Training-Modelle als theoretisches Fundament der Studie.
7. Methodik: Beschreibung des Versuchsaufbaus und der Datengewinnung mittels Fragebögen und motorischen Tests.
8. Ergebnisse: Präsentation der statistischen Auswertung hinsichtlich Handlungsorientierung, Ausdauer und Sprintleistung.
9. Diskussion und Ausblick: Interpretation der Ergebnisse im Kontext der sportpsychologischen Trainingspraxis und zukünftige Forschungsansätze.
Fußball, Selbstgesprächsregulation, Handlungsorientierung, Lageorientierung, Sportpsychologie, Mentales Training, Cooper-Test, 100-Meter-Sprint, Volition, Leistungsfähigkeit, Motivation, Kompetenzerwartung, Interventionsstudie, Amateurfußball, Zielfindung
Die Arbeit untersucht den Einfluss von sportpsychologischen Interventionen, speziell der Selbstgesprächsregulation, auf die Handlungsfähigkeit und Leistungsfähigkeit von Amateurfußballern.
Die zentralen Themen sind Handlungs- und Lageorientierung, Mentales Training, Selbstgesprächsregulation, Motivation, Zielsetzung sowie die sportmotorische Leistungsdiagnostik.
Das Ziel ist zu erforschen, ob durch Training der Selbstgesprächsregulation hemmende gedankliche Muster beeinflusst werden können, um Sportler handlungsorientierter und leistungsfähiger zu machen.
Es handelt sich um eine Interventionsstudie mit einem gemischten Design (Experimental- und Kontrollgruppe), in der Handlungsorientierungsfragebögen (HOSP) sowie motorische Tests (Cooper-Test, 100-Meter-Sprint) vor und nach einer viermonatigen Interventionsphase ausgewertet wurden.
Der Hauptteil widmet sich dem theoretischen Rahmen (Modelle von Heckhausen, Rheinberg, Bandura), den Techniken der Selbstgesprächsregulation und der detaillierten Trainingsplanung über einen Zeitraum von acht Wochen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Fußball, Handlungsorientierung, Selbstgesprächsregulation, Sportpsychologie und Leistungsdiagnostik charakterisiert.
Die Analyse ergab eine signifikante Interaktion, wobei die Laufleistung in der Kontrollgruppe abnahm, während sie in der Experimentalgruppe durch die Intervention positiv beeinflusst wurde.
Die Experimentalgruppe zeigte nach der Intervention eine starke Zunahme des Interesses an sportpsychologischen Themen, während in der Kontrollgruppe keine Veränderung festzustellen war.
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