Diplomarbeit, 2003
120 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Gegenstand und Erkenntnisinteresse der Untersuchung
2.2 Definitionen
2.2.1 Definition Kriegserlebnis
2.2.2 Unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Erlebten
2.3 Kriegserlebnis als Problem
2.3.1 Überblick
2.3.2 Kriegserlebnis als Tabuthema
2.3.3 Physische Folgen von Kriegserlebnissen
2.3.4 Kriegserlebnis als mehrdimensionale soziale Problematik
2.4 Umgang mit Kriegserlebnissen
2.4.1 Bewältigung
2.4.2 Auseinandersetzung mit kritischen Lebensereignissen
2.5 Historischer und kultureller Kontext
2.5.1 Nationalsozialistischer Erziehungsstaat
2.5.2 Holocaust und Nürnberger Prozesse
2.5.3 Eckpunkte des Zweiten Weltkriegs
2.5.4 Minderjährige und alte Soldaten
2.5.5 Kriegsgefangene in der Sowjetunion
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Grundsätze qualitativer Sozialforschung
3.2 Datenerhebung mit dem problemzentrierten Interview
3.2.1 Grundlagen
3.2.2 Anforderungen an die Gesprächsführung
3.3 Auswertung mit der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring
4 Die Datenerhebung
4.1 Der Interviewleitfaden
4.1.1 Grundlagen des Interviewleitfadens
4.1.2 Beschreibung der Kategorien
4.1.3 Gliederung des Interviewleitfadens
4.2 Die Interviewpartner
4.2.1 Auswahlkriterien für die Interviewpartner
4.2.2 Die Gewinnung der Interviewpartner
4.2.3 Der erste Kontakt mit potenziellen Interviewpartnern
4.2.4 Beschreibung der Interviewpartner
4.3 Durchführung der Interviews
4.3.1 Datenerhebung und Datenerfassung
4.3.2 Ablauf des Interviews
4.3.3 Persönliche Reflexion
5 Auswertung mit der qualitativen Inhaltsanalyse
5.1 Beschreibung des Kategoriensystems zur Auswertung
5.1.1 Sozialdaten
5.1.2 Beschreibung des Erlebnisses
5.1.3 Umgang mit der Ausstattung
5.1.4 Umgang mit dem Austausch
5.1.5 Umgang mit Macht
5.1.6 Umgang mit Werten und Kriterien
5.1.7 Vorauslaufende Bedingungen
5.1.8 Subjektive Bedeutung für Betroffene
5.2.9 Besonderheiten im Nachgespräch
5.2 Auswertung der Kategorieninhalte
5.2.1 Sozialdaten
5.2.2 Beschreibung des Erlebnisses
5.2.3 Umgang mit der Ausstattung
5.2.4 Umgang mit dem Austausch
5.2.5 Umgang mit Macht
5.2.6 Umgang mit Werten und Kriterien
5.2.7 Vorrauslaufende Bedingungen
5.2.8 Subjektive Bedeutung
5.2.9 Besonderheiten im Nachgespräch
6 Interpretation
6.1 Sozialdaten
6.2 Beschreibung der Erlebnisse
6.2.1 Erzählstil
6.2.2 Schwerpunkte
6.2.3 Heimkehr nach Deutschland
6.3 Umgang mit der Ausstattung
6.3.1 Umgang mit der Versorgungssituation
6.3.2 Umgang mit körperlichen Reaktionen
6.3.3 Kognitiver Umgang mit dem Gegebenen
6.3.4 Umgang mit Gefühlen und Empfindungen
6.3.5 Sinngebung des eigenen Handelns
6.3.6 Rolle der Religion
6.3.7 Soziale Beziehungen
6.3 Umgang mit dem Austausch
6.3.1 Rolle von Gesprächen
6.3.2 Rolle von Feldpost und Tagebuch
6.3.3 Gegenseitige Hilfe und Behinderung
6.3.4 Zusammenarbeit in der Wehrmacht
6.4 Umgang mit Macht oder Überlegenheit
6.4.1 Möglichkeiten der Einflussnahme auf das Geschehen
6.4.2 Macht oder Überlegenheit
6.4.3 Regeln, wie über Erlebtes gesprochen oder berichtet wird
6.4.4 Informationen
6.5 Umgang mit Werten und Kriterien
6.5.1 Orientierungsmaßstäbe
6.5.2 Missachtung von Werten
6.6 Vorrauslaufende Bedingungen
6.6.1 Informationen und Vorerfahrungen
6.6.2 Wirkung der Vorerfahrung
6.7 Subjektive Bedeutung
6.7.1 Folgen des Erlebnisses
6.7.2 Veränderungen im Laufe der Zeit
6.7.3 Erhaltene Unterstützung
6.7.4 Heutige Gedanken über das Erlebte
6.7.5 Heutige Gedanken und Bewertungen über Krieg
6.7.6 Aus dem Erlebnis heraus wichtig geworden
6.7.7 Bedeutung des Gesprächs
6.8 Besonderheiten im Nachgespräch
7 Kritische Reflexion
8 Schluß
Die Arbeit untersucht, wie Soldaten des Zweiten Weltkriegs unmittelbar mit ihren Kriegserlebnissen umgingen und welche subjektive Bedeutung diese Erfahrungen in ihrem heutigen Leben einnehmen. Im Zentrum stehen dabei die Bewältigung sozialer Belastungen, die Rolle von Ressourcen und die langfristige psychische Aufarbeitung.
1 Einleitung
Im Kontakt mit Senioren aus meinem privaten Umfeld, die „vom Krieg“ erzählten fiel mir auf, dass die Weitergabe des Erlebten in Form von ausholenden, sich wiederholenden aber auch unvollständigen Erzählungen erfolgte. Die Geschichten enthielten Erfahrungen wie Angst, Tod und Mangel, die in einem historischen Kontext eingebettet waren, der außerhalb meines Vorstellungsvermögens lag.
Dabei stellte ich mir die Frage, was diese Kriegsveteranen trotz fundamentaler gesellschaftlicher Entwicklungen in Europa innerhalb der letzten Jahrzehnte noch derart an ihren Erzählungen festhalten lässt. Das Erlebte schien die Betroffenen nicht loslassen zu wollen. Die unermüdliche Ausstrahlung von Berichten und Dokumentationen der Fernsehanstalten an zahlreichen Jahrestagen des Zweiten Weltkriegs schien diesen Erzähldrang einerseits zu spiegeln und ihm andererseits ständig neue Nahrung zu geben.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Weitergabe und den Umgang von Kriegsveteranen mit ihren Erlebnissen aus dem Zweiten Weltkrieg sowie deren heutige Bedeutung.
2 Grundlagen: Es werden zentrale Begrifflichkeiten, die Kategorisierung sozialer Probleme nach Staub-Bernasconi und der historische Kontext des Zweiten Weltkriegs erläutert.
3 Methodisches Vorgehen: Begründung und Anwendung der qualitativen Sozialforschung, insbesondere des problemzentrierten Interviews und der Inhaltsanalyse nach Mayring.
4 Die Datenerhebung: Detaillierte Darstellung des Interviewleitfadens, der Kategoriensysteme sowie der Rekrutierung und Beschreibung der Interviewpartner.
5 Auswertung mit der qualitativen Inhaltsanalyse: Systematische Aufbereitung der Daten zu den Kategorien Versorgung, Umgang mit Macht, Werten, sozialen Beziehungen und der Bedeutung des Gesprächs.
6 Interpretation: Zusammenführende Analyse der Interviewergebnisse im Hinblick auf Bewältigungsmechanismen, die Rolle der Kameradschaft und langfristige Folgen des Krieges.
7 Kritische Reflexion: Methodische kritische Würdigung der Auswahl der Interviewpartner und des Forschungsprozesses.
8 Schluß: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse über die andauernde Bedeutung der Kriegserlebnisse für die Veteranen im hohen Alter.
Kriegserlebnisse, Zweiter Weltkrieg, Kriegsgefangenschaft, Qualitative Sozialforschung, Problemzentriertes Interview, Bewältigung, Soziale Unterstützung, Trauma, Sinngebung, Kameradschaft, Hungerdystrophie, Erinnerung, Soldaten, Wehrmacht, Aufarbeitung.
Die Arbeit befasst sich mit der empirischen Untersuchung von Kriegserlebnissen ehemaliger Soldaten des Zweiten Weltkriegs und deren Umgang mit den dabei gemachten Erfahrungen bis in die Gegenwart.
Die Themen umfassen die physischen und psychischen Folgen des Krieges, die Bewältigung von Mangel, die Rolle von Kameradschaft, den historischen Kontext und die langfristige Bedeutung der Erlebnisse.
Das Ziel ist es, den Betroffenen eine Möglichkeit zu geben, vertieft über ihre Kriegserfahrungen zu berichten und zu analysieren, welchen Stellenwert diese heute in ihrem Leben einnehmen.
Der Autor nutzt die qualitative Sozialforschung, insbesondere das problemzentrierte Interview nach Witzel und die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die methodische Konzeption, die Durchführung der Befragungen sowie die detaillierte Auswertung und Interpretation der geführten Experteninterviews.
Zentrale Begriffe sind Kriegserlebnisse, Kriegsgefangenschaft, Bewältigung, Soziale Unterstützung, Trauma, Sinngebung und Kameradschaft.
Viele der befragten Veteranen erlebten ihre intensivsten Belastungen in der Gefangenschaft, weshalb dieser Aspekt für das Verständnis der langfristigen psychischen und physischen Folgen essenziell ist.
Feldpostbriefe dienten den Soldaten als Medium für soziale Unterstützung und zur Identitätsstiftung, was in der Studie als eine Form der Bewältigungsressource analysiert wird.
Der Umgang variiert stark: Er reicht von aktivem, teilweise belastendem Erinnern über die Suche nach Sinngebung bis hin zu bewusstem Verdrängen oder Vergessen.
Für einen Teil der Befragten fungierte der Glaube als wichtige Stütze in existentiell bedrohlichen Situationen, wobei das Gebet als angstreduzierendes Instrument genutzt wurde.
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