Bachelorarbeit, 2012
34 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Die ökonomische Globalisierung
II.1. Begriff und Globalisierungsindex
II.2. Indikatoren
II.2.1. Der internationale Handel
II.2.2. Die Direktinvestitionen
III. Ökonomische Globalisierung und Einkommensverteilung: Theorie
III.1. Der internationale Handel: Das Stolper-Samuelson-Theorem
III.2. Die Direktinvestitionen: Die Rolle der Multinationalen Unternehmen
IV. Ökonomische Globalisierung und Einkommensverteilung: Studien
IV.1. Untersuchungen und Ergebnisse
IV.2. Stärken und Schwächen der Studien
V. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der ökonomischen Globalisierung auf die Einkommensverteilung innerhalb von Industrieländern und Entwicklungsländern. Das primäre Ziel ist es, die Wirkungsweise von internationalem Handel sowie ausländischen Direktinvestitionen auf Basis theoretischer Modelle und empirischer Studien kritisch zu analysieren, um zu bewerten, inwieweit diese Faktoren zur zunehmenden Einkommensungleichheit beitragen.
III.1. Der internationale Handel: Das Stolper-Samuelson-Theorem
Das 1941 erstmals präsentierte Theorem von Wolfgang F. Stolper und Paul A. Samuelson bewegt sich im Rahmen des Heckscher-Ohlin-Modells, laut dem das Motiv zur Teilnahme am Außenhandel in den unterschiedlichen Ressourcenausstattungen der Länder begründet liegt. So werden sich IL, die relativ betrachtet reichlich mit Kapital ausgestattet sind, auf die Produktion und den Export von Gütern konzentrieren, die von diesem Produktionsfaktor (im Folgenden mit PF abgekürzt) intensiv Gebrauch machen, wohingegen EL, die relativ betrachtet viele Arbeitskräfte besitzen, eher arbeitsintensive Güter produzieren werden (Rübel, 2008, S.83). Wenn nun diese beiden Länder den Handel aufnehmen, führt dies zu einem Ausgleich der relativen Güterpreise, auf den, nach Aussage des Stolper-Samuelson-Theorems (im Folgenden mit S-S-T abgekürzt), ein Faktorpreisausgleich unvermeidlich folgen muss (Borchert, 2001, S. 76). Für das S-S-T gelten folgende Annahmen:
Es werden 2 Länder, 2 Güter und 2 PF (qualifizierte und unqualifizierte Arbeiter) angenommen, wobei Land 1 relativ betrachtet reichlich mit qualifizierten Arbeitskräften ausgestattet ist und die weniger qualifizierten Arbeiter als reichlich vorhandener PF in Land 2 gelten.
Gut 1 erfordert mehr qualifizierte Arbeit und Gut 2 eher unqualifizierte Arbeit.
Es liegt keine Spezialisierung auf Güter vor. Die Länder importieren die gleichen Güter, die auch im Inland produziert werden (Borchert, 2001, S.76).
Die PF sind innerhalb eines Landes mobil und zwischen den Ländern immobil.
Es gibt keine Transportkosten oder Zölle, sodass die Güter international frei gehandelt werden können und sich die Güterpreise vollständig angleichen können.
Die in den Ländern eingesetzten Produktionstechnologien sind identisch (Rübel, 2008, S.83).
Es werden nur Endprodukte gehandelt (Pavcnik, 2011, S.241).
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der weltweit gestiegenen Einkommensungleichheit ein und stellt die Forschungsfrage zur Rolle der ökonomischen Globalisierung.
II. Die ökonomische Globalisierung: In diesem Kapitel wird der Begriff der Globalisierung definiert, Indikatoren wie der internationale Handel und Direktinvestitionen erläutert und deren zeitliche Entwicklung dargestellt.
III. Ökonomische Globalisierung und Einkommensverteilung: Theorie: Das Kapitel beleuchtet theoretische Erklärungsansätze wie das Stolper-Samuelson-Theorem und die Rolle multinationaler Unternehmen bei der Beeinflussung der Einkommensverteilung.
IV. Ökonomische Globalisierung und Einkommensverteilung: Studien: Hier werden aktuelle empirische Untersuchungen präsentiert und einer kritischen Stärken-Schwächen-Analyse unterzogen.
V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung von Handel und Direktinvestitionen für die Einkommensungleichheit sowie die Relevanz der theoretischen Modelle.
Ökonomische Globalisierung, Einkommensverteilung, Einkommensungleichheit, Stolper-Samuelson-Theorem, Direktinvestitionen, Multinationale Unternehmen, Außenhandel, Industrieländer, Entwicklungsländer, Gini-Koeffizient, Lohnbildung, Qualifikation, Faktorpreisausgleich, Technologischer Wandel, Wirtschaftswachstum.
Die Arbeit untersucht, in welchem Maße die ökonomische Globalisierung – konkret internationaler Handel und Direktinvestitionen – für die gestiegene Einkommensungleichheit in Industrie- und Entwicklungsländern verantwortlich ist.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretische Modellierung von Handelsströmen, die Auswirkungen multinationaler Unternehmen auf das Lohnniveau sowie der Vergleich aktueller empirischer Studien zur Einkommensentwicklung.
Die Arbeit geht der zentralen Frage nach: "Wie beeinflusst die ökonomische Globalisierung die Einkommensverteilung?"
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, bei der theoretische Außenwirtschaftsmodelle mit aktuellen empirischen, quantitativen Studien verknüpft und kritisch reflektiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch das Stolper-Samuelson-Modell und eine Analyse der Rolle multinationaler Unternehmen, gefolgt von einer kritischen Betrachtung empirischer Arbeiten zur Einkommensungleichheit.
Wesentliche Begriffe sind Globalisierung, Einkommensungleichheit, Stolper-Samuelson-Theorem, Direktinvestitionen (FDI) und multinationale Unternehmen.
Die Autorin argumentiert, dass die theoretischen Annahmen, etwa die Nicht-Spezialisierung der Länder oder die Identität der produzierten Güter, den empirischen Realitäten der modernen Wirtschaft nicht mehr standhalten.
Studien zeigen, dass multinationale Unternehmen häufig höhere Löhne zahlen, aber gleichzeitig durch das Abwerben hochqualifizierter Arbeitskräfte Wettbewerbsdruck auf lokale Firmen ausüben, was das Lohnniveau dort negativ beeinflussen kann.
Die untersuchten Studien legen nahe, dass der technologische Wandel ein Haupttreiber für die gestiegene Ungleichheit ist, da er die Nachfrage nach höher qualifizierten Arbeitskräften überproportional steigert.
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