Bachelorarbeit, 2010
71 Seiten, Note: 1,0
1 DIE AKTUELLE DISKUSSION ÜBER MANAGERGEHÄLTER
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Gesetze, Regelungen und Empfehlungen zur Vorstandsvergütung
2.1.1 Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung
2.1.1.1 § 87 Abs. 1 Satz 1 AktG
2.1.1.2 § 87 Abs.1 Satz 2 und Satz 3 AktG
2.1.1.3 § 87 Abs 2 AktG
2.1.1.4 § 193 Abs. 2 Nr.4 AktG
2.1.2 Deutscher Corporate Governance Kodex
2.1.2.1 Ziffer 4.2.2 Abs. 2 DCGK
2.1.2.2 Ziffer 4.2.3 Abs. 2 DCGK
2.1.3 Empfehlungen der EU-Kommission
2.2 Studien zur Vergütung von Vorständen
2.2.1 Zusammensetzung der Vorstandsgehälter
2.2.1.1 Fixum
2.2.1.2 Variable Barvergütung
2.2.1.3 Aktienkursorientierte Vergütung
2.2.1.4 Pensionszusagen
2.2.1.5 Einmalzahlungen
2.2.1.6 Sonstige Zahlungen
2.2.2 Analyse der Höhe und Struktur der Vorstandsgehälter
2.2.2.1 Gegenstand der Analyse
2.2.2.2 Höhe, Entwicklung und Struktur der Gesamtvergütung
2.2.2.3 Fixum
2.2.2.4 Variable Barvergütung
2.2.2.5 Aktienkursorientierte Vergütung
2.3 Zwischenfazit
2.4 Konkrete Ausgestaltung eines neuen Vergütungssystems
3 ENTWICKLUNG EINES MODELLS ZUR ANGEMESSENEN MANAGERVERGÜTUNG AUF BASIS NACHHALTIGER UNTERNEHMENSFÜHRUNG
3.1 Grundlegender Aufbau des Modells
3.2 Die Dimensionen, Kennzahlen und Zielwerte des variablen Vergütungsbestandteils
3.2.1 Die „sozialen Ziele“
3.2.1.1 Dimension Mitarbeiter
3.2.1.2 Dimenson Ressourcen/Produkte
3.2.1.3 Dimension Kunde
3.2.1.4 Dimension Gesellschaftliche Verantwortung
3.2.1.5 Dimension Umwelt
3.2.1.6 Weitere „soziale Dimensionen“
3.2.2 Die „wirtschaftlichen Ziele“
3.2.2.1 EVA
3.2.2.2 Eigenkapitalquote
3.2.2.3 Cash Flow
3.2.3 Gewichtung der Dimensionen
3.3 Gesamtdarstellung des Modells und der Bonusberechnung
3.3.1 Erste Schritte – Kennzahlen, Zielwerte und Gewichtung
3.3.2 Bonusberechnung
3.4 Überführung des Vergütungssystems in eine Bonusbank
3.5 Höhe der Vergütung
4 FAZIT UND AUSBLICK
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Entwicklung eines Modells für eine angemessene Managervergütung, das auf den Prinzipien einer nachhaltigen Unternehmensführung basiert und in der Praxis von Unternehmen implementiert werden kann, um kurzfristige Anreizstrukturen durch langfristige Komponenten zu ersetzen.
3.1 Grundlegender Aufbau des Modells
Das Modell stellt ein Vergütungssystem für Vorstände dar, das Anreize für eine nachhaltige Unternehmensführung schaffen soll. Dazu geht das Modell davon aus, dass die Gesamtvergütung eines Managers grundsätzlich aus einem fixen Vergütungsbestandteil (inkl. Nebenleistungen) und einem variablen Vergütungsbestandteil bestehen soll.
Die Auszahlung der fixen, wie auch der variablen Vergütung soll in monetärer Form erfolgen. Eine teilweise Gewährung des variablen Bestandteils in Aktienoptionen oder ähnlichem ist auch denkbar. Allerdings sollte hier ein bestimmtes Eigeninvestment der Vorstände, oder eine Haltefrist bis zum Dienstzeitende vereinbart werden. Um sicherzugehen, dass die Vergütung keine neuen Anreize zur kurzfristigen und ausschließlich (Aktien-) Wertorientierten Unternehmensführung schafft, wird aber eine reine Barvergütung empfohlen.
Der fixe Anteil, der momentan bei ca. 30% der Vergütung liegt wird in diesem Modell auf 50% angehoben, da dieser Anteil die Grundsicherung für den Manager darstellen und die intrinsische Motivation fördern soll. Die variable Vergütungskomponente soll ausschließlich als „Belohnungs- und Bestrafungsmittel“ dienen. Um die Möglichkeit der Kurzfristorientierung möglichst auszuschließen wird die variable Vergütungskomponente komplett über eine langfristig angelegte Bonusbank verrechnet. Die genaue Funktionsweise wird in den folgenden Kapiteln gezeigt. Die Bemessungsgrundlagen für die variable Komponente stellen verschiedene Dimensionen dar, die in mehrere finanzielle, aber auch nicht finanzielle Kennzahlen gegliedert sind. Diesen Kennzahlen wird ein bestimmter Zielwert zugeteilt, der erreicht werden muss um den vollen Bonus gewährt zu bekommen. Am Erreichungsgrad des Zielwerts wird schließlich die genaue Höhe des Bonus festgemacht. Wie sich die einzelnen Dimensionen, Kennzahlen und Zielwerte bestimmen, wird im nächsten Kapitel erläutert.
1 DIE AKTUELLE DISKUSSION ÜBER MANAGERGEHÄLTER: Beleuchtung der öffentlichen und politischen Kritik an Managergehältern vor dem Hintergrund der Finanzkrise und der Bedarf an einer nachhaltigeren Unternehmenspolitik.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Detaillierte Darstellung der gesetzlichen Neuregelungen (VorstAG), der Anpassungen des Corporate Governance Kodex sowie der EU-Empfehlungen zur Vergütung.
3 ENTWICKLUNG EINES MODELLS ZUR ANGEMESSENEN MANAGERVERGÜTUNG AUF BASIS NACHHALTIGER UNTERNEHMENSFÜHRUNG: Konstruktion eines Modells zur Managervergütung, das soziale und wirtschaftliche Zielgrößen integriert und über eine Bonusbank eine langfristige Anreizwirkung erzielt.
4 FAZIT UND AUSBLICK: Kritische Würdigung der Problematik von "Greenwashing" im Vergütungskontext und Plädoyer für eine hierarchieübergreifende Implementierung von Nachhaltigkeitsprinzipien.
Managervergütung, Nachhaltigkeit, VorstAG, Unternehmensführung, Vergütungsstruktur, Bonusbank, Corporate Governance, Anreizsysteme, Nachhaltigkeitsbonus, Bonus-Malus-System, Variable Vergütung, Performancekennzahlen, Langfristorientierung, Fixum, Wirtschaftskrise
Die Arbeit untersucht, wie Managervergütungssysteme angepasst werden können, um eine nachhaltige und langfristige Unternehmensführung zu fördern, anstatt kurzfristige Gewinnmaximierung zu belohnen.
Zentrale Felder sind die gesetzlichen Regelungen wie das VorstAG, die Analyse der Gehaltsstrukturen in DAX30- und Prime-Standard-Unternehmen sowie die Integration von sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeitskennzahlen in Vergütungsmodelle.
Das Ziel ist die Entwicklung eines praxisorientierten Modells zur angemessenen Vergütung, das den aktuellen regulatorischen Anforderungen entspricht und Fehlentwicklungen wie "Pay-without-Performance" entgegenwirkt.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Vergütungsstudien und regulatorischer Dokumente basiert.
Im Hauptteil werden die gesetzlichen Grundlagen analysiert, bestehende Vergütungspraktiken untersucht und schließlich ein Modell entwickelt, das Bonusberechnungen über Dimensionen wie Mitarbeiterzufriedenheit, Umweltaspekte und Finanzkennzahlen innerhalb einer Bonusbank steuert.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Managervergütung, VorstAG, Nachhaltigkeit, Bonusbank und Performancekennzahlen charakterisiert.
Obwohl eine reine Fixvergütung zulässig wäre, empfiehlt die Arbeit variable Elemente, um als Steuerungsinstrument für nachhaltige Unternehmensziele zu dienen, sofern diese strikt an langfristige Ziele gekoppelt sind.
Die Bonusbank dient dazu, Auszahlungen zeitlich zu strecken und negative Ergebnisse aus Folgejahren zu verrechnen, wodurch die kurzfristige Orientierung der Boni zugunsten einer mehrjährigen Perspektive aufgehoben wird.
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